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Aikon´s Jagderlebnisse

Erlebnisse und Erfahrungen mit der Jagd. (25 Einträge)

Drückjagd DJ DJ
2225 mal angesehen
05.11.2007, 12.53 Uhr

Drückjagd in der Heide

Am Samstagmorgen ging es um 7:00 Uhr los in die Lüneburger Heide zur Drückjagd im Forst. Ein guter Freund von mir hatte eine Einladung vom dortigen Förster bekommen und durfte noch einen Schützen mitbringen. Somit fuhren wir zum vereinbarten Treffpunkt um uns mit den anderen Jägern zu treffen. Insgesamt waren es ca. 50 Schützen und Hundeführer die an diesem nicht ganz so schönen Tag an der Drückjagd teilnehmen. Der Forstamtsleiter hielt eine kurze Begrüßungsrede und erkläre kurz das Umfeld und die Aufgaben seines Dienstbezirkes und übergab das Wort an den zuständigen Revierförster. Uns wurden weibliches Rehwild sowie Kitze, Schwarzwild ohne Bachen aber Keiler freigegeben, beim Rotwild sollten Kälber und Alttiere sowie Hirsche bis III B geschossen werden, Damwild kam auch vor und wurde komplett freigegeben. Um das örtliche Niederwild (Birkwild) zu schützen sollten Füchse, Marderhunde und Waschbären erlegt werden. Es bekam jeder einen Zettel auf dem noch mal alle Freigaben geschrieben standen.

Nachdem jeder ein Los mit seiner Standnummer gezogen hatte wurden wir in Gruppen eingeteilt und mit Kleinbussen in das Waldrevier gefahren. Für mich war diese Landschaft schon sehr beeindruckend, obwohl ich dicht an der Heide wohne und auch öfters in der Heidefläche bin, hat mir diese riesige Waldfläche imponiert. Wir fuhren ca. 10 Min. nur durch Wald, die Wege gingen kreuz und quer, leider haben wir kein Wild bei der Anfahrt gesehen. Wir hatten uns gleich richtig im Bus verteilt so das wir zügig am Drückjagdstand aussteigen konnten, jeder bekam noch mal eine Einweisung und dann ging die Tour weiter zum nächsten Stand. Ich war der letzte in der Gruppe und fuhr mit dem Förster zu den letzten beiden Ständen. Das Auto stellten wir am Wegrand ab und gingen 300m zu Fuß auf dem Waldweg hoch um dann rechts und links vom Weg unsere Stände einzunehmen. Der Förster erkläre mir, dass ich einen der besten Stände gezogen habe und das im letzen Jahr der Jagdkönig dort 5 Sauen strecken konnte. Im gleichen Atemzug sprang rechts im Holz ein Rothirsch ab, meine Hoffnung stieg und ich freute mich auf diese Jagd. Ich pirschte zu meinen Drückjagdbock wobei eine Ricke die Flucht ergriff. Die nächsten 2,5 Stunden hörte ich 7 Schüssen aber Wild habe ich keins gesehen außer ein Stück Rehwild das kurz hinter einer Dünne auftauchte. Das ganze Gebiet bestand aus bewachsenen Dünnen, so das man teilweise kurz vor sich Wild erwarten konnte ohne es vorher zu sehen. Ein wenig geknickt das ich kein Wild gesehen habe ging ich zurück zum Weg um mit dem Förster zum Auto zu gehen. Auch er hatte keinen Anblick und verstand nicht ganz warum so wenig zu sehen sei aber da ich allein 7 Schuss hörte musste ja Wild vorkommen sein. Ungefähr 10m vor unserem Bus waren die Sauen über den Weg gezogen, wir stellen das Auto noch extra weiter weg ab und die Sauen laufen dort fast unter durch. Es wurden die anderen Jäger wieder eingesammelt und ein paar Stücke Wild kamen auf den Anhänger.

Zum Mittag gab es eine kräftige Erbsensuppe und Getränke gestellt. Nach einem kurzen Gespräch mit den anderen Jägern ging es auch schon wieder los zum zweiten Treiben. Auch hier bekam ich eine besonders guten Platz zugeteilt, beim angehen zeigte mit der Förster die Hauptwechsel des Rotwildes. Ich war noch nicht ganz auf meinem Bock da hörte ich kurz hinter mir den ersten Schuss. Ich stieg auf meinen Bock und schaute mich einmal um. Plötzlich krachte es unter mir und ich hing mit dem einen Fuß durch, schnell legte ich das Brett quer um mich hinzusetzen. Die Füße lies ich in der Luft hängen. Auch hier sah ich kein Wild aber auch gar nichts. Schüsse vielen und mein Freund klingelte mich an um mir zu berichten, dass er eine 40kg Sau auf die Seite gelegt hat. Schön wenigsten er hatte Waidmannsheil. Bei runtergehen brach dann noch eine zweite Sprosse und ich plumpste auf den Boden. ( Ich wiege durchschnittlich 88 kg) So ein sch…. Trotz das die sitze kontrolliert wurden hat meiner leider nicht gehalten. Dem Förster war das sehr peinlich, er selber hatte einen Tag zuvor noch auf dem Stand gestanden um zu schauen ob noch Zweige frei geschnitten werden müssen, da dieser Stand sehr viel vom Wild umlaufen wird. Na ja das war halt nicht mein Tag. Der Förster entschuldigte sich mehrfach bei mir und teile mir mit das im Januar die zweite Drückjagd in seinem Revier stattfindet und ich herzlich eingeladen bin da ich so viel Pech hatte. Das nahm ich natürlich an und freue mich schon jetzt im Januar ein weiteres mal dort zu jagen.

Auf der Strecke lagen später, 1 Rothirsch 6 Ender, 1 Alttier und vier Kälber sowie 1 Bache und 4 Frischlinge und 2 Rehe. Raubwild kam nicht in Anblick, auch der dort im Revier lebende Wolf wurde nicht gesehen.

Der ganze Tag war sehr gut geplant und die Leute sind sehr freundlich gewesen auch der Forstamsleiter und seine Förster sind nette vernünftigen Menschen gewesen mit denen es Spaß machte sich zu unterhalten. Rundum ein schöner Tag auch wenn ich leider kaum Anblick und kein Waidmannsheil hatte.
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Aikon

Aikon

Alter: 40 Jahre,
aus Niedersachsen
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Kommentare

05.11.2007 23:08 Henne
Waidmannsheil!
Ich dachte bachen waren nicht frei? Wie gings weiter?
06.11.2007 10:10 Aikon
Hallo Henne,

unter den Schützen waren auch drei Förster aus der Schreibstube. Na was denkst du, wer hat die Bache erwischt? Das gab am Montagmorgen dann erstmal eine Dienstbesprechung in Sachen Ansprechen und Vorbildfunktion.
06.11.2007 11:27 Iggy
Hallo Aikon, habe letztes Jahr das erste mal an einer Drückjagd als Schütze teilgenommen und hatte fast genau das selbe erlebt... Ein Fuchs kurz im Anblick.
Das wars.... Kann ja nur noch besser werden

Wmh Iggy
06.11.2007 18:19 Henne
Aikon schrieb:

Hallo Henne,

unter den Schützen waren auch drei Förster aus der Schreibstube. Na was denkst du, wer hat die Bache erwischt? Das gab am Montagmorgen dann erstmal eine Dienstbesprechung in Sachen Ansprechen und Vorbildfunktion.


...
17.12.2010 19:52 Hardtimkerjun
Waidmannsheil zur tollen Geschichte
Darf man erfahren in welche Gegend in der Lüneburger Heide die Drückjagd war ? war dort nämlich im November als Treiber.
Kennen sie einen Revierförster Constantin v. waldthausen?

Gruß Hardtimkerjun

Gruß Hardtimkerjun
17.12.2010 19:53 Hardtimkerjun
ansonste tolle Geschichte
20.12.2010 11:34 Aikon
Hardtimkerjun schrieb:
ansonste tolle Geschichte

Nein den kenne ich nicht.
21.12.2010 15:59 Hardtimkerjun
Aikon schrieb:
Nein den kenne ich nicht.


okay dachte nur der wäre in einem anderen Revier dierekt neben dem Revier
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