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Klasse was für ein Wochenende

Alles um die Jagd in Russland (5 Einträge)

Erfolgreicher Tag
309 mal angesehen
08.09.2013, 08.07 Uhr

Wenn der Hund mit dem Jäger jagen geht oder Ende (Ente) gut = Alles gut

Wieder einmal was Neues aus Russland oder wenn der Hund mit dem Jäger jagen geht.....

Wie im Wechsel war diesmal ein DD im Mittelpunkt.
Der Besitzer rief uns letzten Freitagabend an, weil er einige Probleme mit seinem Hund hat,
Wir haben den Hund ausgebildet und dem Besitzer zu Beginn der Saison übergeben.
Der rief uns nach dem ersten Wochenende begeistert an und schilderte wie der Hund sauber „vorlag“ und dann mehrere Rebhühner hochdrückte, von denen drei sicher erlegt werden konnten.
Auch das Stöbern im Schilf, mit Hochmachen von Enten, von denen eine erlegt werden konnte und mit anschließender Nachsuche im Schilf funktionierte wunderbar.
Der Hund konnte die Ente nicht apportieren, weil sie in ein Gebüsch gefallen war, der Hund kehrte daraufhin zum HF zurück und führte ihn zum Federwild.
Auch Niedertrillern des Hundes bei einer beginnenden Hetze auf einen Hasen hatte prima geklappt.
Aber nachdem der Hund nur einige Tage bei seinem Besitzer war und die allerersten Jagden gemeistert hatte, stellten sich ein paar Probleme ein.
Fasan und Rebhuhn wurden zwar hochgemacht, aber ohne Vorstehen und viel zu weit weg, um einen Schuss anbringen zu können.
Ente wurde gefunden, aber wurde nicht apportiert.
Deshalb fragte er spät abends an, obwohl wir wohl das Wochenende Zeit hätten um zu sehen wo das Problem wohl liegt, eine Frage, die wir gern mit einem „JA“ beantworteten.
Termin wurde ausgemacht und in einem Jagdcamp trafen wir uns morgens.
Der HF war bereits eingetroffen und ließ den DD freilaufen. Die Hündin begrüßte uns begeistert, tobte um uns herum und sprang dann ohne Aufforderung in unser Auto.
Ein erstes Zeichen???, keiner unserer Hunde und dieser natürlich auch nicht, hat ohne Kommando die Erlaubnis das Fahrzeug zu entern.
Wir bedeuteten dem HF seinen Hund aus unserem Auto zu entfernen, was er auch tat, aber mit dem Ergebnis, dass der Hund nun in seinem saß, welches offen stand.
Nachdem der Hund dann vom Fahrerplatz in seine Box befördert wurde, konnte es denn so langsam losgehen.
Zuerst sollte auf Rebhuhn und Fasan gegangen werden, wobei der HF und meine Freundin die Schützenwehr darstellten und ich das ganze filmisch begleiten sollte.
Der Hunde wurde mit „voran“ losgeschickt, was er auch folgsam machte. Nach kurzer Zeit bestimmte der Hund dann, wohin der HF zu folgen hatte, meine Freundin wurde gleich mal ganz ignoriert. Offensichtlich hatte das Hundl eine eigene Vorstellung von der Jagd entwickelt.
Der Hund suchte also nun in seinem eigenen Modus nach den Federwild und der HF trottet brav (aber in erhöhter Gangart) hinter seinem Hund hinterher. Das Hundl stieß dann auch einige Hühner auf, der HF versuchte (in vom mir gemessenen Entfernungen) zwischen 50 und 70 m Metern zum Schuss zu kommen, beließ es aber dann bei Anschlagübungen.
Nach einer halben Stunde, der HF war mittlerweile im Dauerlauf, gab es einen kurzen Stopp und ich zeigte die kleinen Videosequenzen, bei dem man sehen konnte, wer die Jagdleitung übernommen hatte, nun der HF war es mit Sicherheit nicht.
Also gab es erst einmal einige Gehorsamsübungen, der Hund musste auch beim Umschlagen von Feldern und Büschen, damit man wieder gegen den Wind arbeiten konnte, bei Fuß gehen.
Auch das DOWN wurde mal wieder in Gedächtnis gerufen, in kürzester Zeit erinnerte sich das Hundl der alten Tugenden und wurde recht folgsam.
An einer Stelle, bei der wir gesehen hatten, dass einige Hühner dort eingefallen waren, wurde der Hund wieder vorangeschickt und nun peinlichst genau beobachtet.
Durch Doppelpfiffen, verbunden mit Handzeichen, wurde das Hundl an der Wehr entlang dirigiert und siehe da, sauber wurde im Zick Zack gearbeitet.
Auch wurden die Hühner durch entsprechendes Vorstehen angezeigt und dem HF gelang bald darauf der erste Jagderfolg.
Der Hund wurde natürlich kräftig abgeliebelt und nach einiger Zeit dann zum Apport des noch warmen Huhn losgeschickt.
Das macht sie nicht allzu gerne, aber ein energisches APPORT, ließ sie jeden Unwillen vergessen und brav brachte sie das Huhn.
So ging es munter weiter, sauber wurde entlang der Linie gearbeitet und wenn sich der Hund zu weit entfernte oder nicht gleich auf die Pfiffe reagierte, wurde er umgehend zurückgerufen und abgelegt.
Damit wurde dem Hund ins Gedächtnis gerufen, wer die Jagdleitung inne hat und wo es lang geht.
Nach ca. einer Stunde kam der HF erneut zum Schuss, nachdem der DD ein Huhn hochstieß.
Dieses hatte erst überhaupt keine Lust abzufliegen, ich selbst war nur einen Meter von dem Huhn entfernt, konnte es aber im halben Meter hohen Gras nicht ausmachen. Der Hund beharrte aber darauf, dass dort etwas ist und nachdem ich mich entfernt hatte und wieder hinter der Wehr stand, drückte der Hund noch einmal durchs Gras und musste das Huhn förmlich mit der Nase zum Auffliegen bewegt haben. Als das Huhn aufflatterte fiel der Hund förmlich in sich zusammen und der HF konnte das Huhn sauber erlegen. Nach einigen Minuten Ruhe, der HF war an seinem Hund herangetreten, welcher ordentlich im DOWN lag, wurde er mit APPORT vorangeschickt und auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert.
Zwei Rebhühner sind genug, noch schnell ins Schilf zu den Enten, da hatte es ja auch kleine Probleme gegeben.
Der Hund wurde geschnallt und stöberte durch das flache Wasser und eine kleinere Ente flog schon nach kurzer Zeit auf, welcher auf recht kurzer Entfernung erlegt werden konnte und in Sichtweite ins Wasser fiel.
Ein Blick auf den Hund zeigte, dass der sauber im DOWN im Wasser!! lag und nun diesmal doch recht schnell zum Hundeführer gerufen wurde.
Der Hund wurde mit einem kräftigen Apport in Wasser geschickt, fand nach kurzen Suchen auch die Ente, nahm sie sauber in den Fang und schwamm zurück zum HF.
Nachdem der Hund am HF im BEI FUSS saß, wurde er natürlich gelobt, die Ente musste er aber weiterhin halten, erst nach einiger Zeit wurde mit einem sanften LASS das Federwild entnommen und dem Hund damit erlaubt, sich zu schütteln.
Danach wurde noch ein bisschen im Schilf gestöbert, wichtig auch hier, dass der Hund sich nicht zu weit entfernte und immer wieder Kontakt zu den Schützen hielt.
Aber es flog zwar einiges an Federwild auf, aber welches nicht zur Jagd freigegeben war.

Das Wetter, welches zu Beginn sehr sonnig war, änderte sich jetzt schlagartig und es begann wie aus Kannen zu regnen.
Im Prinzip waren die Fehler erkannt und bereinigt, es mangelte etwas an der Konsequenz und vor allem Führung und Aufmerksamkeit des Hundeführers, deshalb wurde beschlossen zur Jagdbasis zurückzukehren.
Dort wurde bei einer Tasse heißen Tees noch einmal der Ablauf der Jagd besprochen, Hinweise gegeben, wie die Hündin, die sehr arbeitswillig aber auch eine etwas kräftige Führung benötigt, besser zu lenken ist.
Zum Dank bekamen wir die zwei Rebhühner und die Ente, die wir gleich abends zubereiteten und uns schmecken ließen.

Alles in Allem ein Sonnabend der ein sehr schöner war und es war sehr angenehm zu sehen, wie der Hund arbeitet und dabei sich und dem HF viel Freude bereitete.


Weidmannsheil Frank
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frankietester

frankietester

Alter: 53 Jahre,
aus Kamyshin

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