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Klasse was für ein Wochenende

Alles um die Jagd in Russland (5 Einträge)

Hoher Bewuchs
433 mal angesehen
25.08.2013, 13.20 Uhr

Eröffnung der Saison aufs Federwild



Voriges Wochenende startete die Jagd-Saison auf das Federwild, ein Moment auf den wir schon lange hingefiebert haben und es war die Möglichkeit die DD –Hündin auf der Niederwildjagd erstmalig zu testen.
Der Besitzer eines Jagdhofes hatte uns eingeladen, da er mehrere zahlende Gäste hatte und sein DD Rüde nach einer Virusinfektion noch nicht voll einsatzbereit war und seine DD Hündin nach einer Rauferei mit einem Dachs leider gar mit Dabei sein konnte.
Das Auto war bereits bepackt, mit all den Dinge, die zur Jagd benötigt werden, so düste ich nach der Arbeit schnell zu Hause vorbei, die DD Hündin sprang wie von selbst hinein und nahm ihr Platz ein.
Die Fahrt währte nicht lange und bald darauf wurden wir von dem Besitzer des Jagdcamps herzlich begrüßt und den Gästen vorgestellt. Die beiden DD, die sich beide von vorherigen Trainingseinheiten gut kennen, wurden freigelassen und tollten etwas miteinander.
Es war deutlich zu sehen, dass der Rüde noch nicht vollständig hergestellt war, da er nach einiger Zeit doch etwas schwächelte.
Der Jagdherr ist ein gestrenger, so war wohl des Abendbrot ein reichhaltiges, aber der Konsum des scharfen Wässerchen deutlich reglementiert.
Das es am Morgen beizeiten starten sollte, löste sich die Versammlung alsbald auf und die Gäste zogen sich in ihre Zimmer zurück.
Ich nutzte die Gelegenheit, um mit der Hündin noch eine Runde, unter dem klaren Sternenhimmel und bei einem guten Halbmond, zu gehen.
Die Hündin wurde für die Nacht in den Zwinger verbracht und auch ich begab mich in das gemütlich eingerichtet Zimmer.
Die Nacht war schnell vorbei, bereits das erste Erleuchten des Horizontes weckte mich, besser als jeder Wecker es vermocht hätte.
Noch herrschte Ruhe im Jagdcamp, ich nahm die Gelegenheit wahr, mit der Hündin etwas zu gehen, dass sich lösen konnte und versorgte sie dann mit einer leichten Fleischbrühe.
Die Gäste waren bereits erwacht und wir nahmen gemeinsam ein einfaches Frühstück ein.
Der Jagdherr belehrte die Gäste und alsbald brachen wir auf, um die Jagd auf Fasan und Huhn zu starten.
Die Sonne war bereits am Horizont zu sehen, als wir in dem vorgesehenen Gebiet ankamen und stand zusammen mit dem Wind äußerst günstig, die Sonne im Rücken, der leichte Wind von vorn.
Die Schützen formierten sich zu einer Linie und die Hunde wurden mit einem вперед! Losgeschickt. Mit Doppelpfiffen wurden sie nun so dirigiert, dass sie die Kette der Gäste abliefen.
Han, der Rüde stand nach einer Weile sauber vor, die Wehr rückte vor aber das Federwild wollte nicht aufsteigen, mit einem geflüsterten „Vorwärts“ wurde der Hund nun näher an den Vogel geschickt. Auf einmal war ein heftiges Flattern zu hören, der Rüde fiel augenblicklich zusammen und man konnte den Hahn knapp über den Wacholder abfliegen sehen. Der nächste Schütze backte an und schwang sauber mit der Flinte in die Fugbahn des nun sehr schnell sich entfernenden Hahns mit, der Schuß löste sich und ein Stieben der Feder zeigte das Treffen der Schrote an. Alsbald senkte sich rasant die Flugbahn des Vogels und er fiel in das hohe Steppengras.
Da zu erwarten war, dass sich noch weitere Vögel in dem hohen Gras verstecken, wurde auf das sofortige Apportieren verzichtet, die Kette würde sich eh darauf zu bewegen und den Hahn aufnehmen können.
Die Sonne kletterte langsam höher und die Kette bewegte sich weiter vorwärts, da vibrierte auf einmal die Rute der Hündin heftig, während sich die Vorwärtsbewegung deutlich verringerte. Die Eigenart der Hündin ist ein sauberes Vorliegen, der nächste Schütze rückte auf und eine Henne flog auf, die auch sicher erlegt wurde.
Man erreichte nun ein Gebiet, welches mit Inseln aus Brombeerbüschen und Wildäpfelbäume, durchsetzt war. Die Hunde wurden nun zwischen diesen Inseln gelotst, dabei wurde geachtet, dass sie sich nicht zu weit entfernten, was nicht immer gelang.
Die DD Hündin schlich langsam vorwärts, die kupierte Rute vibrierte heftig und arbeitete jetzt mit tiefer Nase, eine Unart, die ich ihr leider noch nicht abgewöhnt habe, denn sie ging auf der Spur der Vögel, anstatt sauber vorzuliegen. Eh ich sie niederpfeifen konnte, hatte sie schon eine Kette von Rebhühnern aufgestoßen, die von den Schützen unter Beschuß genommen wurden.
Ein Huhn fiel augenblicklich, aber ein zweites schien auch getroffen zu sein. Leider achtete ich mehr auf den Hund, als auf das abstreichend Federwild, sodass ich nicht sah, wohin der Vogel flog oder fiel.
Nach Aussage einer der Schützen wäre der Vogel wohl genau in dieses Dickicht aus Büschen und Bäumen gefallen.
Da die Sonne eh schon hoch am Himmel stand, die Temperaturen waren weit über die 30° Marke geklettert, und dem Rüden deutlich anzumerken war, wie ihm die Viruserkrankung zugesetzt hatte, wurde beschlossen das Treiben zu beenden.
Gäste, Jagdherr und Rüde gingen zurück zum Jagdhaus, ich wollte unbedingt den verlorenen Vogel finden.
Ich hatte mich vom den Schützen noch einmal einweisen lassen und war eigentlich guten Mutes das Huhn zu finden.
Als wir allerdings, näher kamen, zeigten sich doch die Schwierigkeiten, hohes Gras, undurchdringliches Gebüsch.
Ich schnallte den Hund und mit einem „such verloren“ ging es auch recht munter los. Wir umschlugen erstmal die Insel und suchten alle Flächen ab, die mit hohen Gras und Kräutern bewachsen waren. Leider nichts und nach einer gefühlten Ewigkeit (in Wahrheit wohl etwas mehr als eine ¾ Stunde) waren Hund und vor allem Führer am Ende. Die Temperaturen waren nun auf fast 40° C gestiegen und eine absolute Windstille herrschte. Ich brach ab und wir wanderten zurück an einen kleinen einsamen Flusslauf. Schnell alle Kleider abgestreift, war ja eh niemand anderes zu sehen, und gemeinsam ein erfrischendes abkühlendes Bad genommen. Nachdem Körpertemperatur und Kreislauf sich wieder stabilisiert hatten, nahmen wir noch einmal die Verlorensuche auf, diesmal drangen wir in das Dickicht ein. Der Hund hatte es etwas einfacher, aber in dem Dickicht hatte er auch Schwierigkeiten voran zu kommen. Ich krabbelte auf allen Vieren durch das Unterholz, es kratze das dünne Gezweig über die nackte Stellen, von oben rieselte dürres Holz herab. Weiter als zwei Meter konnte man nicht sehen, ein Versuch den Hund zu lenken ging eh nicht.
Immer wieder versuchte ich aufzustehen und die Kronen der Bäume zu betrachten, ob der Vogel im Fallen sich nicht darin verfangen hatte. Nichts, aber auch gar nichts, den Hund hörte ich durch das dürren Holz brechen, immer wieder mit fragenden Blick zu mir zurückkehrend, um alsbald erneut in eine andere Richtung vorangeschickt zu werden.
So stöberten wir eine Weile durch das Dickicht, der Hund schein ratlos, was wir wohl suchten und dann brach ich das Ganze erneut ab.
Auf dem Weg zu Camp noch schnell wieder einen erfrischenden Abstecher am kühlenden Fluss genommen und zurück zu der Gemeinschaft der Gäste, die schon gespannt warteten.
Es wurde nun der Misserfolg berichtet, der Schütze war sich selbst nicht mehr so sicher, ob das Huhn auch wirklich getroffen abgestrichen war.
Da am Abend noch eine Jagd am Entenstrich geplant war, begab man sich zur „stillen Stunde am Nachmittag und bereitete sich auf den nächsten Abschnitt des Jagdtages vor, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte
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frankietester

frankietester

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aus Kamyshin

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