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Wie der Wolf jagt

(2 Einträge)

Wolfsbeauftragter sagt:" Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit"
834 mal angesehen
15.07.2013, 15.18 Uhr

Wie der Wolf jagt (Teil 2)

Gestern Abend sass ich wieder auf der Kanzel am Luch und dicht vor mir war das schon erwähnte Wasserloch. Bereits in der Dämmerung wiederholte sich das erwähnte Zenario. An der Feldkante schreckten die Böcke anhaltend. Im Roggen klagte eine Sau kurz auf und dann konnte ich hören wie eine starke Sau drohte und die bekannten kurz abgehackten, tiefen, röchelnden Töne von sich gab. Wenig später rauschte es im Schilfwald. Die Rotte war aus dem Roggen heraus und in das Luch gewechselt. In einer Lücke, zwischen den Erlen, konnte ich vier Bachen und drei schwächere Stücken ausmachen. Es handelte sich offensichtlich um schwächere Überläufer oder bereits stärkere Frischlinge. Diese Drei waren ständig in Bewegung und quietschten. Bei der Leitbache handelte es sich um ein Stück von etwa
60 kg. Sie hatte ständig das Haupt oben, die Federn aufgestellt, zeigte sich wachsam und umkreiste, Laut gebend, die Rotte. Alle Bachen hatte den Bürzel oben und waren also fluchtbereit. Die Frischlinge konnte ich nur erahnen. An die Erlegung eines Stückes, war in dieser Position, nicht zu denken.
Die ganze Situation erinnerte mich an meine Erlebnisse mit Sauen in der Rauschzeit. Warum war die Leitbache so aufgebracht und erregt?
Jeder der rauschende Keiler beobachten und die Verhaltensweisen der Sauen studieren konnte,wird mich verstehen. Doch ich konnte keinen Keiler
entdecken.
Längst war es dunkel geworden und ich verharrte vor diesen eindrucksvollen Naturschauspiel. Die Rotte hatte nicht vor auf meiner Seite
auszuwechseln. Doch auf einmal war das ganze Wasserloch schwarz vor Sauen und die Leitbache zog blasend drum herum.
Da ich keine Sau mehr richtig ansprechen konnte, blieb der Finger gerade.
Nach wenigen Minuten zog die Rotte leise wieder in Richtung Roggen. Nur das gelegentliche Knistern im Schilf verriet mir ihren Wechsel.
Wir wissen, dass sich unser Schalenwild unter dem Jagddruck der Beutegreifer zusammenrottet - oder rudelt. Bekannt ist auch und so habe ich es im Ausland kennengelernt, dass der oder die Wölfe tagelang an einem Beutetier jagen bis es sich vor Erschöpfung dem Verfolger stellt.
Die beiden Wölfe, die ich vor 3 Tagen gesehen habe, kennen ganz bestimmt den Tageseinstand der Rotte im Roggen, scheinen aber im Getreide schlechte Jagdchancen zu haben.
Möglicherweise sind es auch noch Jährlinge, denen es an der nötigen Erfahrung fehlt? Auf jedem Fall erscheint mir es nicht so einfach zu sein aus einer so gemischten Rotte, mit wehrhaften und aufmerksamen Bachen, ein Stück zu erbeuten.
Leider komme ich an dieser Stelle nicht an die Sauen heran und werde deshalb heute Abend versuchen der Rotte den Wechsel wo anders zu verlegen.

Gangloff

Nachtrag:
Der Revierteil (240 ha) wirkt wie ausgestorben. Die Sauen ziehen nicht mehr in das Luch. An dem Wasserloch halten sich nur die Waschbären (6)
auf.
Möglicherweise hängt dies aber auch mit der extremen Hitze zusammen aber ich denke mal, dass die Wölfe den Revierteil stark beunruhigt haben.
Gestern Abend fand ich Wolfsspuren am Maisschlag. Offensichtlich haben sie
ihr Jagdrevier einfach nur verlegt.
offline

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Gangloff

Gangloff

Alter: 71 Jahre,
aus Oranienburg

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Kommentare

15.07.2013 15:31 Remmi
Da bin ich ja schon mal auf den nächsten Teil gespannt
15.07.2013 17:31 Gangloff
Ich lasse diesen Revierteil jetzt einige Tage
in Ruhe.Der Wolf ist doch der weitaus bessere Jäger.
15.07.2013 17:48 Kleiner_Bauer
Gangloff schrieb:
Ich lasse diesen Revierteil jetzt einige Tage
in Ruhe.Der Wolf ist doch der weitaus bessere Jäger.


Wohl möglich stimme ich dir aber ich wünsche gerne eine fortsetzung gänzehaut pur mache weiter so.klasse wmh grüßt dich markus
15.07.2013 17:49 Gangloff
Kleiner_Bauer schrieb:
Wohl möglich stimme ich dir aber ich wünsche gerne eine fortsetzung gänzehaut pur mache weiter so.klasse wmh grüßt dich markus



Wenn der Wolf jagt, kannst Du eigentlich zuhause bleiben.
15.07.2013 17:54 Kleiner_Bauer
Gangloff schrieb:
Wenn der Wolf jagt, kannst Du eigentlich zuhause bleiben.

jaa schon aber den wolf live zu sehen wäre ein traum
15.07.2013 22:11 Dackelbiene
Hallo Rüdiger,
in Erwartung auf eine mögliche Fortsetzung verbleibe ich mit herzlichen Grüßen.

Sabine

Wir haben die Tage vor der Zeit einen laufkranken Damknieper erlegt. Die Verletzungen am Hinterlauf sehen stark nach Bissvereletzung aus.
16.07.2013 07:57 Jungdachs
Hallo Rüdiger,

da wünsch ich dir viel WmH heut abend. Bei uns geht heut die Gerste runter, vielleicht klappts ja dann auch wieder ...

Gruß Jungdachs
16.07.2013 09:16 Musang
Danke, hast Du sehr gut beschrieben Interessante Beobachtungen und logische Schlüsse
Wäre doch eine gute Einsatzmöglicjkeit für eine Wildkamera
LG
Andrea
16.07.2013 14:21 Gangloff
Musang schrieb:
Danke, hast Du sehr gut beschrieben Interessante Beobachtungen und logische Schlüsse
Wäre doch eine gute Einsatzmöglicjkeit für eine Wildkamera
LG
Andrea


Du weißt doch, dass ich zum alten Schrot und Korn gehöre. Ich mache mich doch nicht zum technik-gestützten Krüppel (sagt Friedrich von Gagern)und jage des Erlebens Willen.
16.07.2013 14:31 Gangloff
Dackelbiene schrieb:
Hallo Rüdiger,
in Erwartung auf eine mögliche Fortsetzung verbleibe ich mit herzlichen Grüßen.

Sabine

Wir haben die Tage vor der Zeit einen laufkranken Damknieper erlegt. Die Verletzungen am Hinterlauf sehen stark nach Bissvereletzung aus.


Hallo Sabine,
es ist irrig wenn immer wieder behauptet wird, dass der Wolf nur den Kehlgriff anbringt. Er faßt in der Hetze ein Stück an den Hinterläufen oder Keulen und zieht es nieder. Ich habe selbst schon ein Elchtier, Rottier und auch einen geringen Damhirsch gesehen, welche teil s schon vernarbte oder offene Bißwunden an den Hessen hatten. Darauf müssen wir uns wohl einstellen.

Dir alles Gute und Weidmannsheil
Rüdiger
16.07.2013 14:35 Musang
Gangloff schrieb:
Du weißt doch, dass ich zum alten Schrot und Korn gehöre. Ich mache mich doch nicht zum technik-gestützten Krüppel (sagt Friedrich von Gagern)und jage des Erlebens Willen.

Du hast mich mißverstanden. Es geht nur um das Beobachten des Geschehens an der Suhle. Wäre doch interessant zu wissen, ob der Graue dort zuschlägt. Und..na ja, wenn Du nicht in dem Revierteil bist , kannst Du auch Nichts mitverfolgen
16.07.2013 14:39 Gangloff
Musang schrieb:
Du hast mich mißverstanden. Es geht nur um das Beobachten des Geschehens an der Suhle. Wäre doch interessant zu wissen, ob der Graue dort zuschlägt. Und..na ja, wenn Du nicht in dem Revierteil bist , kannst Du auch Nichts mitverfolgen


Könnte man...ja. Aber warum?
16.07.2013 14:42 Musang
Gangloff schrieb:
Könnte man...ja. Aber warum?

Um zu lernen....
16.07.2013 14:44 Dackelbiene
Gangloff schrieb:
Hallo Sabine,
es ist irrig wenn immer wieder behauptet wird, dass der Wolf nur den Kehlgriff anbringt. Er faßt in der Hetze ein Stück an den Hinterläufen oder Keulen und zieht es nieder. Ich habe selbst schon ein Elchtier, Rottier und auch einen geringen Damhirsch gesehen, welche teil s schon vernarbte oder offene Bißwunden an den Hessen hatten. Darauf müssen wir uns wohl einstellen.

Dir alles Gute und Weidmannsheil
Rüdiger

Hallo Rüdiger,
gerade einzelne Grauhunde werden versuchen das Stück dort zu packen, wo sie es halt gerade noch erwischen können ... mal haben sie mit dieser Strategie Glück und mal nicht.
Der Knieper hatte zwar erstmal das Glück entronnen zu sein, aber die Verletzungen waren direkt auf dem Gelenk und dieses war deutlich angeschwollen - jedoch nicht entzündet.

Was macht deine alte Biene?
Dir auch Weidmannsheil!

Viele Grüsse Sabine
16.07.2013 14:50 Gangloff
Dackelbiene schrieb:
Hallo Rüdiger,
gerade einzelne Grauhunde werden versuchen das Stück dort zu packen, wo sie es halt gerade noch erwischen können ... mal haben sie mit dieser Strategie Glück und mal nicht.
Der Knieper hatte zwar erstmal das Glück entronnen zu sein, aber die Verletzungen waren direkt auf dem Gelenk und dieses war deutlich angeschwollen - jedoch nicht entzündet.

Was macht deine alte Biene?
Dir auch Weidmannsheil!

Viele Grüsse Sabine


Sie ist fast 17 Jahre und schläft viel. Beim Spaziergang ist aber die Stummelrute oben und sie läuft nur noch bekannte Wege, Komme ich von der Jagd wird sofort kontrolliert ob ich Weidmannsheil hatte. Asti hat das Regiment übernommen und die Spannung unter den beiden Damen ist beigelegt.
Ich habe mit der Biene zusammen wunderbare
Jagdjahre erlebt und danke es ihr jetzt.

Rüdiger
16.07.2013 14:53 Gangloff
Musang schrieb:
Um zu lernen....

Verstehe Dich schon aber es gibt kaum eine Wildart, die schon so erforscht ist wie der Wolf und lernen sollten die Lupinen.
26.07.2013 20:26 Maispapst
wo muß ich denn hier den Haken im Kästchen machen um den Newsletter zu abonieren ?
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