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1143 mal angesehen
31.03.2013, 18.53 Uhr

Mein erstes Jagdjahr geht zu Ende

Nachdem ich mich im Januar 2012 entschloss, nun endlich den Jagdschein zu machen, meldete ich mich in einer nahe gelegenen Jagdschule an. Viele kritisieren die Variante „Jagdschule“, dazu muss ich jedoch folgendes sagen. Ich habe meine Oma, Opa und Bruder schon seit etlichen Jahren zur Jagd begleitet und somit war mir schon ein gewisser Teil an Grundwissen rund um die Jagd bekannt. Das Spektrum umfasste nicht nur den Einzelansitz oder die Gesellschaftsjagd, sondern auch die Pirsch oder Nachsuche in Feld/Wald. Mit Revierarbeiten konnte man mich schon immer locken, jedoch waren zwei Dinge absolutes Neuland. Jagdliches Schießen, okay, das muss man üben. War zum Glück auch kein Problem für mich, sodass die Prüfung, wie auch der schriftliche und mündliche Teil, kein Hindernis darstellte. Wovor ich mich bis dato jedoch ein wenig gedrückt hatte, war die Arbeit nach dem Schuss. Diese lernten wir leider auch nicht im Jagdkurs. Ein Aufbrechmeister bin ich nach dem ersten Jahr auch noch nicht. Aber lieber langsam und bedacht als ein falscher Schnitt an falscher Stelle.

So ging es also nach bestandener Prüfung im Mai mit den benötigten Unterlagen zur UJB den ersten Jagdschein lösen. Die erste eigene Waffe war noch in der Mache, sodass der Leihschein meinen ersten Ansitz noch am gleichen Abend bereicherte. Viel Rehwild kam in Anblick. Doch ein 6er Bock sollte es am Anfang nicht direkt sein und beim weiblichen Rehwild ist zu dieser Jahreszeit generell besondere Vorsicht geboten. So ging der erste Abendansitz ohne Jagderfolg, dafür mit reichlich Schweißperlen (ja um dieses Jahreszeit 2012 war es schon gut warm) zu Ende.

Den ersten Jagderfolg gab es 3 Wochen später, mit der inzwischen ersten eigenen Waffe (Sauer 202), in Form eines Fuchses. Nur drei Tage später klappte es mit dem ersten Bock. Kurz vor Ende des Büchsenlichtes betrat ein Knopfbock die Wiese, welchen ich, nach kurzer Verschnaufpause (Jagdfieber), erlegen konnte. Eine Woche später sollte dann der erste Nacht/Mondansitz anstehen. Daraus wurde jedoch nichts. Bei Sauwetter mit Regen und Hagel zeigte sich am frühen Abend eine einzelne Sau an der Kirrung. Nach dem Schuss eines Beweisfotos mit dem Handy verlies das Barnes Vor-TX Geschoss im Kaliber 30-06. den Lauf und die Frischlingsbache von 15 kg lag im Knall.

In den folgenden Monaten stand mir Diana nicht mehr so oft bei. Das ein oder andere Maisdrücken und Einladungen bei Bekannten wurde zur weiteren Praxissammlung genutzt. Denn z.b. leise durch den Raps die Sauen angehen und gleichzeitig auf den Wind achten ist schwerer als man denkt. 

Es dauerte bis Ende Oktober bis ich den nächsten sicheren Abschuss durchführen konnte. Das Schwarzwild machte sich inzwischen mehr und mehr auf den Äckern breit. Nachdem Einzäunen einer Wiese entschloss ich mich bei Halbmond noch etwas auf eine offene Kanzel zu setzen. Die ersten Stunden war immer wieder Rehwild im Anblick, jedoch galt es an dem Abend/Nacht dem Schwarzwild. Gegen 23.00 Uhr zog eine einzelne Sau von weit her genau vor den Sitz. Ich wartete ob eventuell noch Frischlinge nachkamen. 20 Minuten später schaltete ich dann den LP an, richtete den Punkt kurz hinters Blatt und zog langsam am Abzug. Der Knall schalte durchs Tal und die Sau zog ohne zu zeichnen ab, bevor es nach kurzer Flucht (ca. 25m) im Bestand krachte. Der Anschuss wurde untersucht, kein Schweiß oder Kugelriss in der inzwischen finsteren Nacht mit der Taschenlampe zu finden. Also Handy in die Hand und den Pächter informieren. Dieser kam nach kurzer Zeit und seine Bracken führten uns schließlich zum Überläuferkeiler von aufgebrochenen 65 kg.

Am 11.11. (jedoch nicht um 11.11 Uhr) kam dann mein erstes „bewegliches“ Stück Schalenwild zur Strecke. Während einem kurzen Spaziergang mit einigen Mitjägern und Pächters Hunden durchs Revier kamen mir zwei Frischlinge (ca. 25 kg) in Anblick worauf ich den letzteren beschoss und ihn an Ort und Stelle band.

Nun begann auch die Drückjagdsaison Woche für Woche das Wochenende zu „belegen“. Es dauerte 7 Jagden, teilweise auch ohne Anblick, bis 2 Minuten vor Hahn in Ruh im letzten Treiben des Jahres, als mich vertraut ein Frischling anwechselte. Jetzt keine schnelle Bewegung. Waffe hoch, Sau stellt sich im Hang breit, fliegen lassen. Der Frischlingskeiler mit seinen 40 kg war so freundlich und rollte bis auf meinen Stand zurück.

Ende Januar galt es noch einmal dem Rehwild. Das Wetter machte mal wieder was es wollte. Regen, Sturm, Sonne wechselten sich in den letzten Stunden der Jagdzeit ab. Als die Sonne mal wieder die Wiese beschien traten 5 Stück Rehwild aus. 2 Gabler im Bast, 2 weibliche Stücke sowie ein Bockkitz. Dem Schmalreh fehlte ein halber Lauscher. So entschloss ich mich dieses zu erlegen.

Die restliche Jagdzeit (in RLP) galt bis heute dem Schwarzwild an der Kirrung. Mir kamen desöfteren einzelne Stücke, welche ich jedoch nicht sauber ansprechen konnte. So blieb der Finger selbstverständlich gerade um keinen Fehlabschuss zu produzieren.

Zum Abschluss noch kurze Statements zu meiner Ausrüstung:

Sauer 202 XT:
Klasse Gewehr, vor allem die Sicherung im Abzugsbügel!!!

Meopta R1 3-12x56 RD:
Sehr gutes Glas für den Tages/Nachtansitz mit guter Randschärfe!!!

Barnes Vor-TX 30-06.:
Bleifreies Geschoss mit guter Trefferwirkung, maximale Fluchtstrecke 25 m

Meopta Meosight II:
Sehr gutes Reflexvisier bei der Jagd auf bewegliches Wild

Bitte keine Diskussion mit/zu anderen Ausrüstungen beginnen!!! Wollte nur meine persönlichen Erfahrungen damit niederschreiben. Es gibt sicherlich bessere Ausrüstungen, keine Frage.

Weiterhin frohe Ostern und viel WmH,
euer Tschimalorer

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Kommentare

01.04.2013 01:59 philipp999
Wmh zu denn ersten Stücken
01.04.2013 16:20 Kampfdackel
weiterhin viel WMH und Gesundheit
KD
01.04.2013 16:48 Dorschkoenig
WMH...
01.04.2013 16:53 schlabbe
Ich denk deine Ausrüstung passt. Waidmannsheil allzeit.
03.04.2013 17:25 colaboy
Sehr schön aufgeschrieben - vieles kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen
Weiterhin guten Anlauf und viel Wai Hei !!!
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