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701 mal angesehen
24.01.2013, 00.49 Uhr

Warum der Wolf als Feldhüter nicht taugt

So ,da bin ich wieder!
Vor hatte ich ,den Raps vor'm Rotwild zu beschützen,und dabei vielleicht eine der langbeinigen Köstlichkeiten für die Küche zu sichern.
Das Rauchfleisch davon kennt mancher schon.
Kalt war's,ich aber gut eingepackt.
Zuerst kamen zwei äusserst nervöse Rehleins,die schnell wieder das Weite suchten.
Ein paar Hasen hier und da,dann nix.....lange nix.
Das kann doch nicht sein.Gestern stand alles voll mit Rehwild.
Runde zwanzig Stück hat Vater gezählt.
Gegen elf...... Rehwild,weit draussen,daneben Hasen...scheinbar verliebt.
Ich rufe den alten Herrn an.Der ist zu Hause,"....Handball in der Glotze,geht nicht gut....."Hm
Immer noch nix.Ich schlürfe heißen Tee,ein verliebtes Füchslein bellt heiser in der Ferne,eine Eule jagt,erfolgreicher als ich,Mäuse.
Es wird langsam ungemütlich,die Müdigkeit kommt und die Kälte fängt an in die Knochen zu kriechen.
Ich denk: "Das war's ...ab in die Spur!",pelle mich aus meinen Plünnen,verpacke mein Gerödel,mache die Luken dicht und baume ,nachdem ich Rucksack und Knallstock auf'm Buckel hab,ab.
Langsam,immer wieder die taghelle Schneelandschaft abglasend stapfe ich Richtung Hohlweg.
Verdammter Wolf ,grummel ich in mich rein.Wenn er wenigstens die Langbeinigen sauber aus den Raps hielte.
Aber nein ,der Herr wirbelt sie nur immer wieder durcheinander.
So dass sie heute hier, morgen da,zu keiner sicheren Zeit erscheinen.Selbst am Tage waren sie schon draussen.Und "Extrahunger" bekommen sie davon sicher auch.
Ständig sichernd stehts zur Flucht bereit und immer dicht zusammengerudelt,nicht verteilt und gelassen äsend wie früher sind sie .
Zwei versprengte Rehe,einer ein Böcklein im Bast und noch zwei mal ein Hasenpärchen,bekomme ich noch zu sehen, bevor ich den Stoppelhopser erreiche.
Beifahrerseite auf(die andere ist seit Wochen vereist)Gerödel rein ,Fahrertür von innen aufgemacht,ein Blick mit dem Glas in die Runde ,ab geht's.
Ohne Licht fahre ich noch einen Umweg,an der Grenze zu Vaters Pirschbogen entlang.
Und wer trappelt da hektisch auf den Roggen herum,......die langbeinige Gesellschaft!
Wenig amüsiert geben sie nach kurzen Zögern Fersengeld.
Na toll!
Eine Weile schaue ich den Flüchtenden noch hinterher.Dann geben ich meinem braven "Roß" die Sporen.
Und wir zockeln nach Hause.Unterwegs queren noch einige Rehe und ein Fuchs unseren Weg.
Ich werde wohl morgen Später sitzen.
Aber ich bin mir fast sicher..........die veralbern mich wieder!
Doof wie ich bin ,werde ich's aber immer wieder versuchen.
Ich kann nicht anders.

Guten Morgen!
Eben kam Schwägerlein von seiner "Schicht"zum Rapport.
Er saß von 4.00Uhr Morgens an.
Die Bande hat den Raps wieder besucht ,ärgerlich über mein Erscheinen, jedoch einen anderen Zugang zu der Fläche gewählt.
Da sie aber schon vor seinem Auftauchen wieder das Weite gesucht haben,
konnte er nur diesen Umstand feststellen und blieb Schneider.
Heute Abend will er sich mitten ins Feld auf einen niedrigen offenen freistehenden Ansitzbock setzen.Da wird er sehr stillsitzen müssen.
Ich weiß noch nicht ,ob und wie ich mich da eingliedere.
offline

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esau

esau

Alter: 50 Jahre,
aus Mecklenburg von da wo der Wolf wohnt
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Kommentare

24.01.2013 02:00 GlannaMuensterlaender
Hat mit doof nix zu tun
Ich sitz bei uns schon seit Monaten auf Sauen (die letzte siehe Blog) aber es will nicht klappen
Tdem is das WE schon für die schwarzen verplant
Irgendwann kommen sie passen und dann....

Wä r ich auf mich selbst sauer wenn ich ausgerechnet dann nicht da wäre
24.01.2013 08:26 Rapsjaeger
Heute Abend geht´s definitv wieder raus, auch wenn ich eher wieder von einem Schneiderdasein nach der Jagd ausgehe! Aber egal, noch liegt Schnee, das wird nicht mehr lange so sein...
24.01.2013 10:47 Waldlaeufer7x64
Und du bist dir sicher, dass es wegen des Wolfes so ist? Grade Rotwild ist eigentlich recht entspannt, was den Kollegen angeht. Vllt gibt es andere Gründe für das unstete Verhalten?
24.01.2013 11:20 esau
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Und du bist dir sicher, dass es wegen des Wolfes so ist? Grade Rotwild ist eigentlich recht entspannt, was den Kollegen angeht. Vllt gibt es andere Gründe für das unstete Verhalten?

Er ist aktuell gefährtet,immer leicht unter Wind in der Nähe der Rotwildwechsel.
(wie ein Schweißhund)
Daher die Annahme.
Andere Unregelmässigkeiten sind derzeit nicht bestätigt.Wir sitzen fast umschichtig.
Aber auch damit werden wir zurechtkommen(müssen).
24.01.2013 11:34 Waldlaeufer7x64
esau schrieb:
Er ist aktuell gefährtet,immer leicht unter Wind in der Nähe der Rotwildwechsel.
(wie ein Schweißhund)
Daher die Annahme.
Andere Unregelmässigkeiten sind derzeit nicht bestätigt.Wir sitzen fast umschichtig.
Aber auch damit werden wir zurechtkommen(müssen).


Frage nur, weil Forschungen in der Lausitz zB gezeigt haben, dass es das Rotwild nicht die Bohne interessiert, selbst wenn der Wolf 20 min vorher da war, den selben Wechsel benutzt etc. Auch Risse in der Nähe führten zu keinem anderen verhalten. Ein Alttier mit Kalb, das angejagt wurde, ist sogar nur knapp 800 m weg gewechselt und war am nächsten Tag wieder da, die Hirsche blieben teilweise einfach stehen und machten dem Wolf klar, dass es nix zu holen gibt... Aber stimmt, auf neue Verhaltensweisen muss man sich einstellen
24.01.2013 11:40 esau
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Frage nur, weil Forschungen in der Lausitz zB gezeigt haben, dass es das Rotwild nicht die Bohne interessiert, selbst wenn der Wolf 20 min vorher da war, den selben Wechsel benutzt etc. Auch Risse in der Nähe führten zu keinem anderen verhalten. Ein Alttier mit Kalb, das angejagt wurde, ist sogar nur knapp 800 m weg gewechselt und war am nächsten Tag wieder da, die Hirsche blieben teilweise einfach stehen und machten dem Wolf klar, dass es nix zu holen gibt... Aber stimmt, auf neue Verhaltensweisen muss man sich einstellen

...kann gut sein ,dass das Rotwild,welches bisher nur sporadisch ,und dann vermutlich nur mit einem Wolf zu tun hat,auch erst routinierter mit diesen Gesellen werden muss.
24.01.2013 11:42 Waldlaeufer7x64
esau schrieb:
...kann gut sein ,dass das Rotwild,welches bisher nur sporadisch ,und dann vermutlich nur mit einem Wolf zu tun hat,auch erst routinierter mit diesen Gesellen werden muss.


Das kann sein, insofern besteht ja Hoffnung Wird schon!
24.01.2013 12:02 Dackelbiene
esau schrieb:
...kann gut sein ,dass das Rotwild,welches bisher nur sporadisch ,und dann vermutlich nur mit einem Wolf zu tun hat,auch erst routinierter mit diesen Gesellen werden muss.

Als die Grauen bei uns auftauchten reagierte das Rot- wie auch Damwild mit zusammenrudeln auf dem Feld. Es wurde nur in Richtung Waldkante gesichert ... ich als Jägerlein wurde vom Wild nichtmal beachtet. An einen Schuß war auf das gedrängt stehende Rudel eh nicht zu denken, abgesehen von der Tatsache dass sie eh ängstlich und unsicher waren.
Und jetzt ... sie sind nur mit Sichern in alle Richtungen beschäftigt. Das Äsen läuft wie folgt ab: das Haupt wird schnell gesenkt, ein Büschel Futter abgerupft ... zerkleinert und geschluckt wird mit hoch erhobenem Haupt.
Viel Erfolg für die nächsten tage !
24.01.2013 12:21 7x65R
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Frage nur, weil Forschungen in der Lausitz zB gezeigt haben, dass es das Rotwild nicht die Bohne interessiert, selbst wenn der Wolf 20 min vorher da war, den selben Wechsel benutzt etc. Auch Risse in der Nähe führten zu keinem anderen verhalten. Ein Alttier mit Kalb, das angejagt wurde, ist sogar nur knapp 800 m weg gewechselt und war am nächsten Tag wieder da, die Hirsche blieben teilweise einfach stehen und machten dem Wolf klar, dass es nix zu holen gibt... Aber stimmt, auf neue Verhaltensweisen muss man sich einstellen


Redest du jetzt vom der Telemetriestudie der TU?
Da wäre ich mal nicht so voreilig.
24.01.2013 12:27 Waldlaeufer7x64
7x65R schrieb:
Redest du jetzt vom der Telemetriestudie der TU?
Da wäre ich mal nicht so voreilig.


Voreilig bin ich nicht. Nur, man sollte auch nicht voreilig sein wenn es um neue Verhaltensweisen geht und diese direkt auf den Wolf zurückführen Und nein, nicht nur Die Studie findet ja größtenteils auf dem TÜP statt, insofern muss man auch abwarten, wie sich das in der Kulturlandschaft sozusagen macht...
26.01.2013 15:52 Hawlitschek
Genau so ist die Wirklichkeit!
26.01.2013 19:29 esau
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Voreilig bin ich nicht. Nur, man sollte auch nicht voreilig sein wenn es um neue Verhaltensweisen geht und diese direkt auf den Wolf zurückführen Und nein, nicht nur Die Studie findet ja größtenteils auf dem TÜP statt, insofern muss man auch abwarten, wie sich das in der Kulturlandschaft sozusagen macht...

Passt schon!
Ich bin mir auch noch unsicher was dem Grauen "anzulasten" ist.
Und ich denke es dauert noch eine ganze Weile bis sich alles einspielt ,man mehr weiß.
Bisher war's vermutlich nur einer,der allerdings seit warscheinlich 6Jahren immerwieder hier auftaucht. Bei Mehreren wird es sicher noch mal anders aussehen,
und wenn das Wild routinierter mit den Grauen ist ,auch.
In Bezug auf Abschussplanugen wird man dann allerdings vermutlich beim Jungwild deutliche Einschnitte machen müssen.
26.01.2013 19:32 Waldlaeufer7x64
esau schrieb:
Passt schon!
Ich bin mir auch noch unsicher was dem Grauen "anzulasten" ist.
Und ich denke est Dauert noch eine Ganzeweile bis sich alles einspielt ,man mehr weiß.
Bisher war's vermutlich nur einer,der allerdings seit warscheinlich 6Jahren immerwieder hier auftaucht. Bei mehreren wird es sicher noch mal anders aussehen,
und wenn das Wild routinierter mit den Grauen ist ,auch.
In Bezug auf Abschussplanugen wird man dann allerdings vermutlich beim Jungwild deutliche Einschnitte machen müssen.


Das wird wohl so sein, wobei man natürlich auch nicht weiß wie viele er nun frisst... Warten, beobachten und dann wird man ja sehen Aber schön zusammengefasst! "Gefällt mir"
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