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Keilerchen von Sonntag Nacht.
1487 mal angesehen
21.01.2013, 22.28 Uhr

Und plötzlich stehst du ganz alleine da...

...wenn man nicht noch gute Freunde hätte, die man eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann...

Sonntag. Ich bereite mich seelisch und moralisch auf einen Gammelabend vor. Das Wetter ist danach. Der Wind ist stürmisch und regelmäßig schlagen die Graupelkörner wütend gegen die Terrassenfenster, fegen um die Ecke und türmen sich in der Hofeinfahrt schon wieder zu lästigen Schneewehen auf. Da jagt man keinen Hund vor die Tür. Apropos, Kiro lungert auf seiner Decke rum, räkelt sich dort genauso gelangweilt wie ich auf dem Sofa.
Jagdlich war es in letzter Zeit recht gut. Unverhofft kommt oft. Und das bestätigte sich auf mir fast peinliche Weise in den letzten Wochen mehrfach durch nicht voraussehbare Streckenerfolge bei Sauen. Mein Mitpächter hatte auf einer ehemaligen Maisstoppel gestern Abend aus einer Rotte einen schnicken Frischling abgegriffen. Diese Rotte, die da schon wieder nach den untergepflügten Leckereien brach, hatte schon sehr erfolgreich gearbeitet. Wir kannten sie. Ursprünglich waren es mal 12 Sauen. Nun sind es noch 4, die aber immer wieder auftauchen.
Die Kaffeetasse habe ich gerade gelehrt, als das Telefon mich zwingt, meinen saugemütlichen Kessel zu verlassen. Nach dem gestrigen Jagderfolg meines Mitpächters waren noch in der gleichen Nacht Sauen auf dem Acker, er hatte sie vormittags gefährtet, die wenig erfreulichen Arbeitserfolge der Schwarzkittel in Augenschein genommen.
Also nix mit gemütlichem Abend...
Die Fahrt in´s Revier ist alles andere als gemütlich. Die Straßen sind stellenweise bereits erheblich verweht. Und das dürfte sich in den nächsten Stunden noch steigern, das ist mir durchaus bewusst...

Zunächst suche ich mir einen Standort mit meinem Auto in unmittelbarer Nähe der kleinen Siedlung am Südwestzipfel des Feldes. Tee habe ich mir wohlweißlich gemacht. Darauf schwöre ich an kalten Ansitzabenden. Der Wind weht sehr steif aus Ost, peitscht auch hier immer wieder die Schneeflocken und Graupelkörner gegen die Autoscheiben. Ein Ansitz auf einem der offenen Sitze fällt heute hier definitiv aus. Ich beschließe, im Auto auszuharren und immer mal wieder eine kleine Runde an der Feldkante zu drehen.

Die Sauen haben örtlich geradezu Stellungslöcher ausgebuddelt. Das hatte ich in den letzten Tagen schon gesehen. Von diesen Stellungslöchern war aber nun nichts mehr zu erkennen. Ein erster Blick durchs Fernglas bringt gähnende Leere auf dem Feld. Na gut, Fenster wieder hoch, Radio leise an und warten.

Die Zeit verrinnt nur langsam. Mein regelmäßiges Ableuchten des etwa 40 ha großen Schlages bringt abwechselnd mal massives Schneetreiben, wenn der ohnehin stürmische Wind vor neuerlichen Schneeschauern stark auffrischte und eine leuchtend helle Ackerfläche: geschlossene Schneedecke und zuzsätzlich das Licht des Halbmondes und der Dorfbeleuchtung, die von den tiefhängenden Wolken reflektiert wird. Das Auto wackelt bei den Sturmböen immer wieder massiv und ich frage mich mehrfach, was zum Henker ich hier eigentlich suche...

Kiro lungert im Kofferraum und gibt sich dem Schönheitsschlaf hin - Recht hat er! Aber ich selbst kann nicht dösen, das Gerappel am Auto, das nervige Pfeifen des Windes und immer wieder aufkommende Klackern der Graupelkörner nerven einfach zu sehr.
Also, wieder raus und ein Stück an der Feldkante lang. Aber nur soweit, dass der Wind mir nicht einen Strich durch die Ansitzpläne macht. Aber der Wind hat von Ost auf Südost gedreht. Das passt hier nun nicht mehr, weil meine Witterung dann den vermuteten Wechsel der Sauen zum Schlag kreuzen könnte.
Ich entschließe mich zum Standortwechsel, starte das Auto und fahre langsam zur gegenüberliegenden Ackerseite, stelle mich dort mit dem Auto frei auf den Weg und warte. Vor mir rechts ein Waldeck, hinter mir rechts ein weiteres Waldeck. Der Wind pfeift hier zwischendurch und ich hoffe, dass die Sauen nun aus einem der Waldecken auf den links des Weges liegenden Schlag wechseln würden...

Einmal mehr leuchte ich mit dem Fernglas des Feld ab. Aha, da ein schwarzer Fleck, direkt an einem Strommasten. Wo der hergekommen ist, habe ich nicht mitbekommen. Ich beobachte das Stück. Vom Habitus her muss es ein stärkeres Einzelstück - vielleicht ein Keiler - sein, weit und breit zeigen sich keine weitere schwarze Flecken, die auf eine Rotte hinweisen würden. Ich komme gar nicht auf die Idee, mich um ein Einzelstück zu kümmern, krame stattdessen mein Handy raus und schreibe meinem Mitpächter eine SMS: "starkes einzelnes Stück Schwarzwild auf dem Acker". Die Antwort kommt prompt. Und sie ist kurz und bündig: Schießen!
Ich verstehe ja seinen Ärger über den mittlerweile erheblichen Wildschaden auf dem Schlag. Aber der vermutliche Keiler wird nicht das Problem sein... Ich warte auf die Rotte.

Die aber pfeift sich eins. Ich habe Zeit, den Keiler zu beobachten und tu dies ausgiebig. Dabei verschwindet er immer wieder im über den Acker treibenden Schnee. Irgendwann, nachdem nichts weiter auf dem Schlag passiert, beschließe ich dann doch, mir das Stück wenigstens näher anzusehen. Also raus, Waffe mitgenommen und Sau angehen. Mein Schneezeugs habe ich längst an und so vertraue ich dessen Wirkung, während ich schnurstracks auf den Schwarzkittel zugehe.
Ein Blick durchs Fernglas zeigt wenig später die typischen Konturen eines Keilers. Aber er scheint gar nicht mehr so gewaltig, wie ich vorher gedacht habe. Einem kurzen Überlegen folgt schließlich der Entschluss, mein Glück zu versuchen. Doch von hier aus wird das nichts. Ich muss wieder zum Dorf rüber und ihn von dort angehen.
Wenig später stehe ich mit dem Auto wieder am Dorf, schultere den Repetierer und stapfe auf´s Feld. Der Wind kommt mir von halb rechts und wenig später entdecke ich den schwarzen Fleck wieder auf dem Acker. Er ist seit geraumer Zeit mit der Herstellung eines Stellungsloches beschäftigt. Ich sehe ihn spitz von hinten.
Unter meinen Sohlen krachen gefrorene Erdklumpen. Ich muss mir vorsichtig den Weg zum Stück suchen und nähere mich nur langsam. Gerade, als sich das Stück ein wenig breit stellt, kommt wieder stürmischer Wind auf. Der einsetzende Schneefall sowie der wieder in Bewegung kommende schon auf dem Acker liegende Schnee quälen mich jetzt gewaltig, peitschen mir in´s Gesicht, nehmen mir die Sicht...
Ich bleibe stehen, will nicht Gefahr laufen bei den jetzt extrem schlechten Sichtbedingungen auf den Schwarzkittel aufzulaufen und ihn so zu vergrämen. Nach einer gefühlten Ewigkeit lassen Sturm und Schneefall deutlich nach. Die Sicht bessert sich - das Stück aber ist nicht mehr zu sehen, wo es vorher stand. Nur Augenblicke später entdecke ich es, wie es weiter rechts Richtung Wald zieht. Ich versuche ran zu kommen, werde schneller. Doch auch die Wutz legt einen deutlichen Zahn zu. Ich verharre, warte, was nun passiert.
Der Rauhborstige trollt zu einem Feldsoll mit ein paar Sträuchern und beginnt dort zu brechen. Also weiter ran, aber vorsichtig...
Erneut komt Schneesturm auf, nimmt mir die Sicht. Die Hände werden eiskalt, frieren doch schon sehr. Die Stirn schmerzt. Die Wangen müssen schon rot leuchten - sind sie es, die die Wutz trotz bescheidener Sicht wieder auf die Läufe gebracht haben? Ich weiß es nicht. Als die Schneewand sich lichtet, ist er schon wieder weiter gezogen, erreicht die schmale Straße, die vor der nächsten Siedlung die Feldflur kreuzt. Von der ehemaligen Maisstoppel sind wir längst runter. Ich dampfe aus allen Poren, komme aber einfach nicht näher an das Stück heran.
Das Keilerchen verharrt vor der Straße. Ich schöpfe Hoffnung, umgehe ein weiteres gehölzbewachsenes Feldsoll, um mich mit meinen weißen Klamotten vor dem dunklen Gehölz nicht zu verraten. Als ich aber herum bin, ist das Stück verschwunden. Ich leuchte vielfach den gesamten Acker um mich herum ab, aber er bleibt verschwunden. Enttäuschung macht sich breit, riesige Enttäuschung...!!!
Erst jetzt merke ich, wie mir dieses Schweinewetter zugesetzt hat. Am Körper schwitze ich, an den Händen und im Gesicht friere ich wegen des eisigen Sturmes. Im Nacken hat sich jede Menge Schnee gesammelt, der jetzt taut und mir auch noch den Rücken runterläuft.
Noch immer stehe ich enttäuscht auf dem Acker, bis mir auch am Körper wieder die Kälte hochkriecht. Irgendwann entschließe ich mich, wütend über mein Unvermögen (ich bin mir jetzt sicher, dass er mich trotz passenden Windes und Schneeklamotten mitbekommen hat) den Ansitz abzubrechen, zum Auto zu gehen und nach Hause zu fahren...
Also mache ich auf dem Hacken kehrt und leuchte noch mal das Feld vor mir ab. Trotz günstiger Sicht ist das Dorf, an dem mein Auto steht erschreckend weit weg. Und plötzlich spüre ich, dass ich nach der Tour total fertig, erschöpft und matt bin.

Gleichzeitig durchfährt mich ein Stich, vielleicht 150m vor mir steht ein Schwarzkittel, steht der Schwarzkittel. Und er setzt sich in Bewegung, trollt Richtung meines Autos. Sofort schöpfe ich Hoffnung, folge ihm so zügig wie möglich. Der Wind kommt direkt von vorn. Er kann also keine Witterung bekommen. Dafür bekomme ich seine Witterung. Immer und immer wieder. Es riecht nach Sau, nicht aber nach rauschigem Stück, nicht ansatzweise. Und jetzt bin ich wild entschlossen: den will ich jetzt doch noch haben. Immer wieder unterbreche ich meine Schritte, hebe das Fernglas. Und es ist, als ob er wieder zu seinem Stellungsloch will, er strebt direkt wieder auf einen Strommast zu, deutlich schneller als ich sein kann. Am Masten selbst beginnt er wieder zu wühlen und ich habe endlich Gelegenheit, näher heranzukommen. Ich zwinge mich, mich nicht zu verausgaben, ahne ich doch, dass das Schießen bei dem Wind und auf freiem Acker auch nicht das leichteste ist, nach so einer Tour...
Aber kaum bin ich auf brauchbare Entfernung heran, setzt er sich wieder in Bewegung. Soll ich in dem Keiler wirklich meinen Meister finden...?
Die Verzweiflung ist sehr nah, aber einen Versuch wage ich noch.

Der Schwarzkittel kontrolliert erneut ein Erdloch, dass er oder seine Artgenossen bereits in früheren Nächten geschaffen haben. Und hier steigert er sich richtig rein. Ich komme bis zu dem Masten, an dem er eben noch wühlte. Und hier muss ich erst mal durchatmen, wage einen Probeanschlag und stelle fest, dass ich noch zu weit weg sein muss.
Also langsam, ganz langsam näher ran! Bei jedem Schritt knirschen gefrorene Erdkrumen. Aber der starke Wind blockt die Geräusche zum Stück hin wohl ab, ich komme langsam näher...
Jetzt! Jetzt muss es klappen!!! Ich knie ab, gehe in den Anschlag, habe den Leuchtpunkt längst an und spanne die Waffe...
Das Stück sehe ich wieder spitz von hinten. Es fliegt Erdreich aus dem Loch. Ich setze die Waffe wieder ab, warte, dass er sich breit stellen möge. Aber noch tut er mir den Gefallen nicht.

Ich flehe ihn innerlich an, mir endlich den Gefallen zu tun, weil mir sonst die Finger abfallen würden! Er straft mich mit Nichtachtung. Dann! Langsam, gaaaannnzzz langsam stelllt er sich breit. Ich schätze die Entfernung auf etwa 50 Meter. Und wie er nun so scheibenbreit steht, wird mir klar, der Finger geht nur krumm, wenn ich absolut ruhig drauf stehe. Den will ich nicht nachsuchen müssen...

Als der Wind endlich für einen Moment abflaut und nicht mehr so wild an der Waffe rüttelt, schicke ich die Kugel auf Reisen, die ihn an Ort und Stelle bannt... Sofort habe ich repetiert, stehe mit dem Ziel auf dem Wildkörper und warte, ob er noch hochkommt, bereit, sofort zu reagieren...
Doch nach einem kurzen Schlegeln weicht das Leben aus dem Wildkörper...

Jetzt, jetzt fällt die gesamte Spannung nach und nach von mir ab. Jetzt erst merke ich, wie mich diese Tour mitgenommen hat. Sage und schreibe zwei Stunden lang habe ich versucht, ihn zu bekommen. Ein Blick zur Uhr zeigt mir 23:10 an... Ich setze mich erst einmal auf den Acker, muss eine Weile tief durchatmen, das Geschehene realisieren...
Irgendwann, als ich vom Schwitzen wieder zum Frieren zu wechseln beginne, stehe ich auf. Jeder Schritt fällt mir extrem schwer. Ich habe Durst, Hunger und bin einfach nur kraftlos.
Gewohnheitsmäßig kontrolliere ich auf dem Weg zum Stück die von mir geschätzte Entfernung - und muss entsetzt feststellen, dass ich mich total vertan habe. Statt der geschätzten 50 Meter sind es tatsächlich knapp 100 Meter. Und dementsprechend korrigiert sich auch meine Erwartung zur Stärke des Stückes, dass irgendwann vor mir liegt...

Ich kann es nicht glauben, obwohl ich es mit eigenen Augen sehe. Die Schwarzwildprofis werden das vielleicht anders sehen. Aber für mich, der ich trotz nicht unerheblicher Schwarzwildstrecke in den letzten knapp 20 Jagdjahren noch nie einen älteren Keiler erlegt habe, liegt da ein Monster... Es mag an meiner körperlichen Mitgenommenheit nach der Aktion liegen. Aber ich bin nicht in der Lage, das Stück auch nur einen Meter zu ziehen. Und mein Auto kann auf maximal 250 Meter herankommen...

Meine ersten Anrufversuche scheitern und ich beginne schon zu verzweifeln, frage mich dazu noch, ob ich nach dem stundenlang anhaltenden Schneetreiben überhaupt noch hier wegkomme. Irgendwann aber habe ich Hilfe und zu dritt bugsieren wird den Keiler auf den Pickup...

Erst um zwei Uhr bin ich endlich zu Hause...

Ich habe mich in meinem ganzen Jägerdasein noch nicht so für ein Stück Schwarzwild verausgabt, wirklich bis an den Rand des körperlichen Zusammenbruchs gerackert, um so ein Biest zu bekommen - Ich würde es immer wieder tun (jetz, wo ich mich von den Strapazen erholt habe... ).

Übrigens, auch beim Versorgen keine Anzeichen dafür, dass der Keiler rauschig wäre, so wie ich es, als ich am Strommasten in dem lange von ihm traktierten Loch auch wahrgenommen habe...

Noch kann ich nicht sagen, wie alt genau er ist, wie schwer.
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Rapsjaeger

Rapsjaeger

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Kommentare

21.01.2013 22:36 Waldlaeufer7x64
Toll geschrieben! War gestern Nacht auch draußen, weil wir hier nen starken Keiler gefährtet haben. Kann das mit dem Wetter sehr gut nachempfinden. Wenn man das Gefühl hat man kann den Zeigefinger nicht mehr krümmen, das ist schon was WMH! Das ist Jagd!
21.01.2013 22:48 esau
Irgendwann,meist dann ,wenn Du nicht damit rechnest,dann ist er da ,dein Keiler!
Weidmannsheil mein Lieber!
Ich sage immer ,Keiler kann man nicht verdienen,die treffen dich wie ein Dachziegel.
Aber ich glaube Du hast ihn dir verdient.
21.01.2013 22:50 Rapsjaeger
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Toll geschrieben! War gestern Nacht auch draußen, weil wir hier nen starken Keiler gefährtet haben. Kann das mit dem Wetter sehr gut nachempfinden. Wenn man das Gefühl hat man kann den Zeigefinger nicht mehr krümmen, das ist schon was WMH! Das ist Jagd!


Weidmanns Dank! Auch wenn es nicht immer ohne Kirrung geht, jagdlich interessant ist nur so etwas....!
21.01.2013 22:51 Rapsjaeger
esau schrieb:
Irgendwann,meist dann ,wenn Du nicht damit rechnest,dann ist er da ,dein Keiler!
Weidmannsheil mein Lieber!
Ich sage immer ,Keiler kann man nicht verdienen,die treffen dich wie ein Dachziegel.
Aber ich glaube Du hast ihn dir verdient.


Den Jungen kennen wir schon den ganzen Winter, zog schon seit Wochen seine Fährte, Scherte sich nie um irgendeine Kirrung - jetzt weiß ich warum: der legte Werte auf große Löcher im Acker...

Weidmanns Dank!
21.01.2013 22:58 Waldlaeufer7x64
Rapsjaeger schrieb:
Den Jungen kennen wir schon den ganzen Winter, zog schon seit Wochen seine Fährte, Scherte sich nie um irgendeine Kirrung - jetzt weiß ich warum: der legte Werte auf große Löcher im Acker...

Weidmanns Dank!



Das ist witzig, den hier fährten wir seit 2 Wochen, nimmt immer die gleichen Wechsel, aber wann ist die Frage Und geht nie durch den bewaldeten Hang, sondern immer übers offene Feld. Das ist schon ne Herausforderung
21.01.2013 22:59 esau
Rapsjaeger schrieb:
Den Jungen kennen wir schon den ganzen Winter, zog schon seit Wochen seine Fährte, Scherte sich nie um irgendeine Kirrung - jetzt weiß ich warum: der legte Werte auf große Löcher im Acker...

Weidmanns Dank!


Macht Schinken und Mettwurst draus!
Zum Verkaufen ist der zu Schade,meist gibt's zu wenig Geld dafür.
22.01.2013 00:05 GlannaMuensterlaender
Waidmannsheil
Klasse geschrieben
22.01.2013 06:54 Rapsjaeger
Waldlaeufer7x64 schrieb:
Das ist witzig, den hier fährten wir seit 2 Wochen, nimmt immer die gleichen Wechsel, aber wann ist die Frage Und geht nie durch den bewaldeten Hang, sondern immer übers offene Feld. Das ist schon ne Herausforderung


Der hat es ähnlich gemacht. Den Wald hat er nur sporadisch aufgesucht. Daher auch keine Kirrungsbesuche. Aber er hat nachweislich mehrere benachbarte Jagdreviere patroulliert, meist über die großen Feldschläge, die er sogar bei hellstem Mondlicht angenommen hat.
22.01.2013 06:55 Rapsjaeger
esau schrieb:
Macht Schinken und Mettwurst draus!
Zum Verkaufen ist der zu Schade,meist gibt's zu wenig Geld dafür.


Aber! Termin für den Fleischer steht schon. Morgen wird er abgeschwartet und dann gehts zum Fleischer... Schinken und Salami - darauf freue ich mich jetzt schon riesig...!
22.01.2013 06:57 Rapsjaeger
GlannaMuensterlaender schrieb:
Waidmannsheil
Klasse geschrieben


Weidmanns Dank!

Für mich ist das Niederschreiben der Geschichte quasi ein nachträgliches Genießen der Anstrengungen, der Wechselbäder der Gefühle. Also alles, wozu du in der situation nicht kommst, weil der Adrenalinspiegel so hochgepusht ist...
22.01.2013 07:09 Kija
es gibt Kaiserwetter und Sauwetter - das Keilerwetter gibt es nun auch. Weidmannsheil
Gruß Kija
22.01.2013 07:11 Rapsjaeger
Kija schrieb:
es gibt Kaiserwetter und Sauwetter - das Keilerwetter gibt es nun auch. Weidmannsheil
Gruß Kija


Weidmanns Dank! Ja, wenn ich an dem Abend auch massiv geschafft war nach der Keilerrunde, heute finde ich das Erlebnis einfach nur genial, gerade wegen des Wetters...!
22.01.2013 07:15 Kija
Rapsjaeger schrieb:
Weidmanns Dank! Ja, wenn ich an dem Abend auch massiv geschafft war nach der Keilerrunde, heute finde ich das Erlebnis einfach nur genial, gerade wegen des Wetters...!

so ist das wirklich Jagd, nicht so wie aus der beheizten Axxbreitsitztotschießkiste. UND: gut dass du es aufgeschrieben hast - sonst würde Opa später nur wieder sein Jägerlatein loslassen
Gruß Kija
22.01.2013 10:49 Dackelbiene
Weidmannsheil zum Schneemann
Seeehr anschaulich geschrieben ... man friert jede Minute (wieder) mit

LG
22.01.2013 11:04 Rapsjaeger
Dackelbiene schrieb:
Weidmannsheil zum Schneemann
Seeehr anschaulich geschrieben ... man friert jede Minute (wieder) mit

LG

Weidmanns Dank! Ich habe dann um 2 Uhr nachts zu Hause auch erst mal den Tee geschlürft, den ich den ganzen Abend im Auto hatte...
22.01.2013 11:15 WiednerDerSteirer

... eine wahnsinns geschichte und leistung
kräftiges weidmannsheil
22.01.2013 11:36 swinging_elvis
Ein donnerndes Waidmannsheil! Sauber! El
22.01.2013 12:29 kampfsau
Dickes WHM!!!

Lass mal hören wie Schwer und Alt er war.
22.01.2013 12:51 Stephan83
Waidmannsheil!


Gruß Stephan
22.01.2013 14:09 Rapsjaeger
WiednerDerSteirer schrieb:

... eine wahnsinns geschichte und leistung
kräftiges weidmannsheil

Weidmanns Dank! Anstrengung hin oder her. Das Erlebnis wirkt von Stunde zu Stunde besser nach...
22.01.2013 14:10 Rapsjaeger
swinging_elvis schrieb:
Ein donnerndes Waidmannsheil! Sauber! El

Weidmanns Dank!
22.01.2013 14:11 Rapsjaeger
kampfsau schrieb:
Dickes WHM!!!

Lass mal hören wie Schwer und Alt er war.


Weidmanns Dank!

Das werden wir morgen besser abschätzen können. Der hängt beim Kumpel in der Kühlung und wartet dort auf mich...
22.01.2013 14:31 kampfsau
Rapsjaeger schrieb:
Weidmanns Dank!

Das werden wir morgen besser abschätzen können. Der hängt beim Kumpel in der Kühlung und wartet dort auf mich...



Ja, ich binn gespannd!!
22.01.2013 15:32 Menthos
Sehr sehr schön geschrieben..
ECHTE JAGD!

WH
22.01.2013 17:42 Waldemse
Wahnsinn was für eine Klasse Geschichte,
Horrido und Wmh zu dem Keiler!
Waldemse
22.01.2013 18:35 nikhohunter
Super Geschichte! Waidmannsheil, den hast du dir ja richtig erarbeiten müssen :D
22.01.2013 18:40 RhoenerKauz
Waihai Rapsjäger, äh Maisstoppeljäger..
Wie schwer war er denn?
Ich geh jetzt rauß...
22.01.2013 19:52 Rapsjaeger
Menthos schrieb:
Sehr sehr schön geschrieben..
ECHTE JAGD!

WH


Weidmanns Dank! Ich genieße ja jeden Jagdtag, egal, was rauskommt. Aber der war (aus heutiger Sicht) wirklich mein schönster, wenn auch mit Abstand anstrengenster...
22.01.2013 19:53 Rapsjaeger
Waldemse schrieb:
Wahnsinn was für eine Klasse Geschichte,
Horrido und Wmh zu dem Keiler!
Waldemse


Wahnsinn trifft´s ganz gut...
Weidmanns Dank!
22.01.2013 19:54 Rapsjaeger
nikhohunter schrieb:
Super Geschichte! Waidmannsheil, den hast du dir ja richtig erarbeiten müssen :D


Weidmanns Dank!
22.01.2013 19:55 Rapsjaeger
RhoenerKauz schrieb:
Waihai Rapsjäger, äh Maisstoppeljäger..
Wie schwer war er denn?
Ich geh jetzt rauß...


Weidmanns Dank! Kilo sage ich morgen an. Und wir gucken auch noch mal nach dem Alter. Im Moment würde ich 5 Jahre schätzen...
22.01.2013 21:05 Musang
Ganz packend erzählt
Man zittert und schwitzt förmlich mit.
Nun weißt Du bestimmt bald auch, woher das Wort "sauschwer" und "Arbeitsschwein" herkommt, und wieviele Kilo das sind
Dickes WmH zum Keiler
GlG auf die sturmumtoste Insel
22.01.2013 21:13 Rapsjaeger
Musang schrieb:
Ganz packend erzählt
Man zittert und schwitzt förmlich mit.
Nun weißt Du bestimmt bald auch, woher das Wort "sauschwer" und "Arbeitsschwein" herkommt, und wieviele Kilo das sind
Dickes WmH zum Keiler
GlG auf die sturmumtoste Insel


Weidmanns Dank! Ja, Arbeitsschwein trifft es echt, das macht die Sache aber auch so besonders....

Viele Grüße von der Inse, wo es immer noch recht windig war heute...
23.01.2013 10:45 sau_hund
der Pürzel spricht Bände........ WMH
23.01.2013 13:39 Rapsjaeger
sau_hund schrieb:
der Pürzel spricht Bände........ WMH


Weidmanns Dank!
23.01.2013 18:02 kampfsau
Und steht das gewicht schon fest??????
24.01.2013 08:14 Rapsjaeger
kampfsau schrieb:
Und steht das gewicht schon fest??????


Jas, es steht fest und liegt deutlich unter der Schätzung meines Mitjägers und mir - 85 kg. Er ist total abgerauscht gewesen, hat so gut wie nix Weißes mehr drauf und eine alte Verletzung am linken Vorderlauf (wohl Unfall) die zu einer Laufverkürzung geführt hat. Die habe ich erst für voll genommen, als wir ihn gestern abgeschwartet haben.

Die Waffen haben wir noch nicht präpariert. Aber die sind recht kurz, dafür aber an der Basis sehr breit. Als keilerunerfahrener Jäger sage ich (nach Hinweis meines Mitjägers mal vorsichtig) 5-6 Jahre, lasse das aber noch mal prüfen...
24.01.2013 14:16 kampfsau
Ok,

Noch mals dickes Wmh
24.01.2013 21:08 Forstling
WMH, toll geschrieben
24.01.2013 21:34 Rapsjaeger
Forstling schrieb:
WMH, toll geschrieben

Weidmanns Dank!
25.01.2013 14:24 kopovx2
Waidmannsheil tolle geschichte weiter so!!!
26.01.2013 05:55 Roma1006
War toll zu lesen, hätten noch ein paar Seiten mehr sein können. Meine Hochachtung vor dem tollen Schreibstil ! Und natütlich ein kräftiges Weidmannsheil.
26.01.2013 16:09 Rapsjaeger
Roma1006 schrieb:
War toll zu lesen, hätten noch ein paar Seiten mehr sein können. Meine Hochachtung vor dem tollen Schreibstil ! Und natütlich ein kräftiges Weidmannsheil.


Weidmanns Dank! Und danke für das Lob...
26.01.2013 16:11 Rapsjaeger
kopovx2 schrieb:
Waidmannsheil tolle geschichte weiter so!!!


Weidmanns Dank!
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