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In der Abendsonne ist die Erin...

Mein stärkster europaischer Elch. (4 Einträge)

Jetzt ist der Brunftplatz verwaist....... Soweit die braune Heide reicht..... Mein Hirschlein 2012
749 mal angesehen
23.10.2012, 18.55 Uhr

Erinnerungen an die Rotwildbrunft 2012

Vorab...ich habe die Jagd zu dieser Brunft lange geplant und genossen wie kaum ein Jäger.Gleichzeitig konnte ich in 3 Revieren jagen und viel Rotwild sehen.
Gleich zum Beginn der Brunft kam mir abends ein schwacher Rotspießer, der flott über den Brunftplatz wechselte. Erst am linken Rand der Wildwiese konnte ich ihn mit einem kurzen Ruf zum Verhoffen veranlassen. Er hielt aber nicht lange aus und wechselte auf die Gegenseite. Die Zeit reichte gerade aus um den Ruf mit der Büchse zu tauschen. In der Bewegung trug ich ihm eine 30 - 06, mit dem Möllerschen Messinggeschoß an. Das Geschoß warf ihn im Knall um aber genauso schnell war er wieder auf den Läufen und stellte sich hinter eine Randkiefer. Ein Nachschießen erschien mir unmöglich, da ich nur das ganz tiefe Haupt sehen konnte. Durch das Doppelglas konnte ich erkennen, dass das Hirschlein heftig pumpte. Längst lag ich wieder hinter der Büchse und wartete, dass der Hirsch einen Schritt nach vorn machen würde oder ins Wundbett ging. Eigentlich war ich mir sehr sicher gut abgekommen zu sein. Der Hirsch tat mir den Gefallen aber nicht. Er zeigte mir die Keulen und verschwand hinter den Zweigen der tiefhängenden Kiefern und Fichten. Im Laufe der Jägerjahre habe ich kein Hirschfieber mehr
aber an diesem Abend schüttelte es mich doch mächtig durch. Schon wollte ich mit meiner kleinen Hündin den Anschuß suchen - aber warum? Der Hirsch hatte die Kugel und brauchte jetzt eigentlich nur Ruhe um krank zu werden - und dabei wollte ich ihn mit meinem wölfischen Gehilfen am Riehmen nicht stören. Es wurde trotzdem eine unruhige Nacht, mit Selbstvorwürfen usw.Jeder ist für seinen Schuß selbst verantwortlich.
Am nächsten Morgen war ich mit meiner Hündin, beim guten Büchsenlicht, am Anschuß. Deutlich war die Stelle zu sehen an der meine Kugel den Hirsch ins Gras warf. Pirschzeichen waren, trotz Brille auf der Nase und eifrigen Suchens , nicht zu finden. Auch der Hund verwies nichts, folgte aber
der Wundfährte eifrig. Hinter der Kiefer hoffte ich auf reichlich Tropfstellen, wurde aber entäuscht. Nichts aber auch garnichts deutete daraufhin, dass dort ein krankes Stück Rotwild über mehrere Minuten gestanden hatte.
Also machte ich der Hündin den Riehmen lang und ließ sie suchen. Zielstrebig
arbeitete sie die Fährte durch die Dickung und an einem dahinter liegenden Graben entlang. Verleitfährten waren reichlich vorhanden, welche die Kleine kurz links und rechts untersuchte aber immer wieder zur Fährte ging. Dann kam eine ganze scharfe Linkskurve und Schweiß, wie mit der Gießkanne ausgeschüttet. Nach 30m war die Kleine am Stück. Der Spießer hatte die Kugel Zehn tief erhalten. Sie hatte die Herzspitze durchschlagen und war auf der anderen Seite des Wildkörpers ausgetreten.
Ähnliche Erfahrungen habe ich mit dem MJG von Möller auf zwei weitere Rotspießer gemacht, welche die Kugel mitten auf der Zehn hatten.
Fluchtstrecken bis 50m und mehr.
Dann folgte ich der Einladung eines lieben Freundes, welcher ein wunderbares Rotwildrevier sein Eigen nennen darf und übernahm die Betreuung und Führung zweier Jagdgäste, die nach Möglichkeit einen reifen Hirsch erlegen sollten. Das Revier wird durch einen Berufsjäger betreut, der sich aber , eigenartiger Weise, nicht so sehr mit Rotwild beschäftigt. Über die Jahre sind wir gut miteinander bekannt und wissen was wir von einander zu halten haben. Gleich am ersten Nachmittag wies er mich in die Reviergegebenheiten und Veränderungen, die es seit dem letzten Jahr
gegeben hatte, ein. Gleich abends saß ich an einer hoffnungsträchtigen Stelle im Revier an und hörte mehrere Hirsche mit guten Stimmen, mit denen ich mich auch längere Zeit unterhalten konnte. Meinem Ruf folgten
8 Stücken Kahlwild, welches von einem guten Achter getrieben wurden.
Den hatte ich eigentlich frei, schonte ihn aber, weil ich nicht vor den Jagdgästen mein "Weidmannsheil" herausfordern wollte. An diesem Abend stand mir auch noch ein Muffelwidder zu, den ich ebenfalls pardonierte.
In der Nacht kam der Jagdherr und besprach mit mir die vor uns stehende Jagdwoche. Dabei erfuhr ich, dass die Hirsche der AK3, bei und die
5 bis 9-Jährigen schon erfüllt waren. Da in dem gesegneten Rotwildrevier
Erntehirsche genauso rar sind wie anderswo, machte ich mir meine Gedanken. "Versuch dein Bestes" waren die Worte des Freundes.
Wir tranken noch beim Sternenlicht unser Bier vor der Jagdhütte und hörten die Hirsch links und rechts rufen. Was für eine Stimmung?
Am nächsten Morgen saßen wir beide gemeinsam an. Der Wald dröhnte
vom Rufen der Brunfthirsche. In der Morgendämmerung schichte ich einen zaghaften Ruf eines suchenden Hirsches in den Himmel und bekam sofort Antwort aus der nahen Dickung. Jetzt galt es aufzupassen. Vorsichtshalber ging der Jagdherr schon in den Anschlag. Drei Stücken Kahlwild wurden von einem 14-Ender über die Wildwiese getrieben und stellten sich am Gegenhang ein. Mit dem "Mahnen" eines Tieres zog ich den Hirsch bis fast vor unseren Sitz. Der Hirsch suchte uns. Was für ein Erlebnis?
Doch es war ein mttelalter Hirsch, der seine Zukunft noch vor sich hatte.
Langsam folgte er mürrisch brummend seinem kleinen Rudel.
Inzwischen war es Tag geworden und in einer nicht einsehbaren Senke tobte ein Brunftkampf, wie man ihn selten hört. Ein Hirsch mit einer Stimme, die einer Dampflok gleich kam, hatte zu tun etwa zwei bis drei Nebenbuhler abzuwehren. Was für ein Konzert und was für ein Naturereignis? Wem an so einem Brunftmorgen das roter Jägerherz nicht
schlägt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren. Dem Jagdherren jedenfalls
schüttelte es kräftig durch. Gegen 9.00 Uhr zog langsam Ruhe auf dem Brunftplatz ein und später kam der Platzhirsch uns mit seinem Harem entgegen gezogen. Ich sagte nur:"Fertig machen." Der Hirsch hatte ein gewaltiges 16-Ender-Geweih und einen reckenhaften Wildkörper, doch leider noch nicht das Zielalter erreicht. Der Jagdherr schonte ihn und ließ den Finger gerade.
An diesem Tage kamen die beiden Jagdgäste und der Jagdherr mußte wieder in die große Stadt. Nach ausgiebigen Beschnuppern wußte ich, dass beides langjährige Jäger waren, die schon in Afrika und Kanada ihre Strecken gemacht hatten und in einem besonderen Verhältnis zum Jagdherren standen. Ich führte beide im Wechsel und versuchte mein Bestes. Gleich am ersten Abend folgte meinem Ruf ein überreifer Hirsch vom 12 bis 14. Kopf, der in der rechten Stange Augsprosse, Eissprosse, Mittelsprosse und eine vierendige Krone trug. Die linke Stange hatte nur eine Augsprosse und einen langen säbelartigen Spieß. Trotz der Abnormität zeigte die Trophäe eine enorme Wucht und eine wunderbare dunkle Färbung, mit reichlicher Perlung. Ich brauchte den Jagdgast nicht erst lange überreden. Er war der gleichen Auffassung wie ich: Ein Hirsch muß alt sein".
Sauber trug er ihn seine Kugel an und abends saßen wir beim Kerzenschein
um das mit Eichenlaub umkränzte Haupt und schätzten uns glücklich, dass Diana uns förmlich diesen Hirsch in den Schoß geworfen hatte.
An den folgenden Tagen führte ich den zweiten Jagdgast und konnte viele Hirsche und noch mehr Kahlwild sehen.
(Fortsetzung folgt)
Ich konnte ihm Spießer, Sechser und Achter vorführen, doch leider wurde er immer nicht rechtzeitig fertig. Natürlich war mir bewußt, dass er gern einen reifen Hirsch erbeuten wollte und nicht so einen Schneider. Hirsche der AK3, die dem Revier entnommen hätten werden können, sahen wir
genug. Doch diese waren ja nicht mehr frei. Ein Besuch beim zuständigen Revierförster brachte mir die Bestätigung, dass nur ein reifer Hirsch im Revier sein soll. Ausgerechnet diesen sah ich in einem Gatter stehen und als ich ihn dem Gast zeigen wollte, war er schon wieder verschwunden. Der Gast hatte auch völlig falsche Vorstellungen vom Einsatz des Hirschrufes und forderte mich auf mal in diese und mal in jene Richtung zu rufen. Mit dem Ruf zu jagen setzt voraus, dass man sich in die jeweilige Situation hinein versetzen kann, in welcher sich ein rufender Hirsch gerade befindet. Der Alte stand mit einem Tier in einem Buchengatter und brunftete heimlich vor sich hin. Warum sollte er zu mir kommen? Genauso der Platzhirsch mit der gewaltigen Stimme. Er hatte 8 Stücken Kahlwild bei sich und hatte bis in die Vormittagsstunden zu tun seine 2 oder 3 Beihirsche auf Abstand zu halten.
So ein Hirsch verläßt seinen Brunftplatz nicht um einen rufenden Hirsch entgegen zu ziehen. Also Angehen, mit dem Ruf in der Hand. Dieses war uns leider vom Jagdherren untersagt. Wir durften nur ansitzen. Diese 5 Tage waren nervenaufreibend. Wir sahen viel und hatten die Hirsche auch immer recht nah - aber nie den Richtigen. Am letzten Morgen erlebten wir
ein gewaltiges Brunftkonzert in allen Revierteilen. Die Hochbrunft war voll im Gange und wir beschlossen lange auszuhalten. Wieder zog ein Sechser und später ein ungerader Zehner in den Tageseinstand zurück. Plötzlich sah ich ein riesiges Geweih auf uns zu geschaukelt kommen. "Fertig machen!" raunte ich dem Gast zu. Im allerletzten Moment erkannte ich den 16-Ender, welchen der Jagdherr geschont hatte. Das hätte schief gehen können, denn der Jagdgast war ganz kurz vor dem Schuß. Der Hirsch suchte uns und ging dann in die nahe Suhle. Was für ein Anblick? Leider konnte ich diesen Hirsch nicht frei geben, was der Jagdgast absolut nicht verstehen konnte. Er versuchte den Jagdherren per Handy zu erreichen, was nicht gelang. Seine Nerven lagen absolut blank. Doch ich mußte hart bleiben, weil der Hirsch das Zielalter noch nicht erreicht hatte und weil ihn der Jagdherr
hatte ziehen lassen. Als ich auch noch einen Forkelstich an der linken Keule entdeckte, wurde der Jagdgast ziehmlich unsachlich. Mir war absolut bewußt, dass zwischen uns ein ganz bestimmter Standesunterschied bestand, doch auf der Jagd bin ich nicht bereit zu "knicksen".
Inzwischen ging der Hirsch aus der Suhle und zog brummelnd in die Douglasiendickung, seinem Tageseinstand. Einige Minuten später fiel in der Ferne ein Schuß und der Jagdgast meinte, dass der andere Jagdgast jetzt den 16-Ender erlegt hätte. Zu meinem Glück bestätigte dies sich nicht.
Wohl zog der Hirsch an dessen Sitz vorbei, wurde aber eindeutig als Hirsch vom 8. oder 9. Kopf angesprochen und geschont. Meine Ehre war wieder hergestellt. Aber so ist eben die Jagd.
Abends stand ich wieder auf unserer Hausterasse und hörte die Hirsche im angrenzenden Forst rufen. Schon plante ich die kommenden Jagdtage im heimischen Revier. Da rief mich der Jagdherr an und bedankte sich für meinen Einsatz. "Du hast alles richtig gemacht und ich hätte mich sehr geärgert wenn der 16-Ender auf der Strecke gelegen hätte. Fahr nochmal in mein Revier und schieß dir jetzt deinen Hirsch. Zieh in die Jagdhütte. Der Kühlschrank ist voll und Du bist ganz allein im Revier," waren seine Worte.
Das war Balsam für meine Ohren. Mit meinen beiden DJT war ich am übernächsten Tag wieder in dem wunderbaren Hirschrevier, in dem nachts die Wölfe heulen. Der Berufsjäger wies mich in einem Revierzipfel ein, wo links die Heide blühte und rechts ein riesiges Maisfeld für Aufregung sorgte.
Es war Vollmond und ich hatte vor lange auszuhalten. Die Hirsche verschwiegen diesen Abend. Dafür sah ich mehrfach Kahlwild Richtung Mais ziehen. Gegen 23.30 Uhr knallte es dort mehrfach und dann leuchteten die Taschenlampen und die Autoscheinwerfer flammten auf. Dort brauchte ich
am kommenden Morgen nicht ansitzen. Wie ich von dem Berufsjäger erfuhr, waren an diesem Tage 17 ausländische Jäger eingeflogen und rund um den Maisschlag angesetzt wurden. Tatsache war, dass dort um Mitternacht ein Rothirsch und ein Alttier zur Strecke kamen.
Am nächsten Morgen konnte ich wieder die Hirsche hören und ich stimmte mich in dieses Konzert ein. Die hohe Zeit war wohl vorbei, denn bald zog Stille im Revier ein. Gegen 8.00 Uhr vernahm ich das ganz leise Grollen meiner kleinen DJT-Hündin, die im Kanzeleinstieg lag. Und richtig - sie hatte vor mir das Heranziehen eines Hirsches mitbekommen. Der Hirsch verhoffte kurz auf einem Gestellweg und ich konnte ihn als geringen Achter der AK2 ansprechen. Aber dann war der Hirsch auch schon ins Feindliche übergewechselt. Da konnte nur der Ruf helfen. Der Hirsch reagierte sofort und kam mir flott entgegen. Jetzt war er wieder über die Grenze und ich machte mich schußfertig. Mit dabei hatte ich dieses mal meine gute, alte Mannlicher im Kal. 30 - 06 und dem H-Mantelgeschoß. Als ich nochmals durch das Doppelglas sah, erkannte ich links eine Krone. Verdammt!
Ich schreckte den Hirsch kurz an und brachte ihn zu einem kurzen Verhoffen. Das reichte zum Ansprechen. Der Hirsch hatte einseitig eine
sehr unedle Krone (Fischbauch). Der paßte. In der Bewegung konnte ich ihm die Kugel antragen. Er zeichnete auf den Schuß und machte noch wenige torkelnde Schritte, ehe er einfach umfiel. Die H-Mantel hatte mal wieder ganze Arbeit geleistet.
Meine beiden Hunde waren nicht mehr zu bremmsen und drückten die Freude auf ihre Art aus. Nach der roten Arbeit ließ ich es mir nicht nehmen
das Jagdhorn aus dem Rucksack zu kramen und "Hirsch tot" in den Morgen
zu schmettern.
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Gangloff

Gangloff

Alter: 71 Jahre,
aus Oranienburg

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Kommentare

23.10.2012 19:13 BigAnimalCinema
Waidmannsheil !
So etwas will ich auch noch mal erleben !!!!
Die ersten zeilen lassen mich an meine Rotspießer zurückdenken der ähnlich zeichnete und auch nicht zu beschießen hinter einer Kiefer verharrte und wankte.
23.10.2012 20:06 flotthund
Weidmannsheil. Das zweite Bild sieht ja bißchen nach Tangersdorfer Heide aus.
23.10.2012 22:22 Rapsjaeger
Weidmanns Heil!
"Wem an so einem Brunftmorgen das roter Jägerherz nicht schlägt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren." - Mehr muss man eigentlich nicht sagen.
Obwohl ich jagdlich eigentlich im Rotwildgebiet groß wurde, habe ich viele Jahre nicht mehr mitten im Brunftgeschehen gesessen. In diesem Herbst war es wieder so weit. Auch wenn ich da jagdlich nicht aktiv war, nur akustisch dem Treiben folgte, weckte dieses Erlebnis all die Erinnerungen an meine Kindheit, wenn ich mit meinem Bruder und meinem Vater draußen war. Und ja: Wem an so einem Brunftmorgen das rote Jägerherz nicht schlägt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren."

Gruß
Rapsjaeger

edit meint noch: lass uns nicht so lange warten...
24.10.2012 08:37 swinging_elvis
Starke Geschichte... Hast ein tolles Jägerleben, dass ich Dir von Herzen gönne... Kannst mich ja auch mal führen... Waidmannsheil. El
24.10.2012 08:45 Dackelbiene
Moin Rüdiger,
wie immer ist man bei dir förmlich dabei ... bitte berichte weiter!!!
Weidmannsheil zu den Hirschlein !

Viele Grüsse
Sabine
24.10.2012 08:52 platzi
Gut erzählt....
Lass uns auf die Fortsetzung nciht zu lang warten.
Mach dann aber einen neuen Blog auf, sonst kann mans leicht übersehen, dass es weitergeht....
(Schon passiert)!

Grüße

Diether

Und Weidmannsheil natürlich
24.10.2012 09:26 Hesse
Hallo Rüdiger,
endlich kommt dein Bericht, auf den ich mit Spannung gewartet habe. Danke !
Brunft und Hirschjagd, mit aber auch ohne Erfolg, ist immer ein großartiges Erlebnis. Hoffentlich bleibt es uns noch lange so erhalten. Ich bin da Optimist.
Viele Grüße + Weidmannsheil
Peter
24.10.2012 09:50 Hirschmann
Ein herzliches Weidmannsheil! Und vielen Dank für den Bericht. Es freut mich zu wissen, dass auch andere noch den Hirschruf ausüben und offenbar richtig beherrschen. Ich muss zugeben, ich bin in den letzten Jahren über die "Übungsphase" noch nicht sehr weit hinausgekommen. Meist stehen nur die jüngeren Hirsche zu (die lassen sich offenbar leichter "verarschen"), bei den älteren klappt es bei mir eher selten. Und wirklich reife Hirsche habe ich noch nie aus den Dickungen gebracht.
Gruß
HM
24.10.2012 10:41 Gangloff
Hirschmann schrieb:
Ein herzliches Weidmannsheil! Und vielen Dank für den Bericht. Es freut mich zu wissen, dass auch andere noch den Hirschruf ausüben und offenbar richtig beherrschen. Ich muss zugeben, ich bin in den letzten Jahren über die "Übungsphase" noch nicht sehr weit hinausgekommen. Meist stehen nur die jüngeren Hirsche zu (die lassen sich offenbar leichter "verarschen"), bei den älteren klappt es bei mir eher selten. Und wirklich reife Hirsche habe ich noch nie aus den Dickungen gebracht.
Gruß
HM


Wie ich im zweiten Teil meines Berichtes geschrieben habe, kommt es darauf an, dass man sich in die Situation hinein versetzen kann, in der sich der jeweilige Hirsch gerade befindet.
Ich bekomme auch nicht jeden Hirsch heran - aber einige.Kommt er nicht, kann man ihn mit dem Ruf angehen, wenn der Wind und die Umstände es erlauben.
24.10.2012 10:52 WiednerDerSteirer

... großartige Geschichte...pures Jaga..erleben
....zeigt mir, was noch alles in so einem Jagaleben kommen kann!
Anerkennentes WH
24.10.2012 16:34 Alpiae
Dackelbiene schrieb:
Moin Rüdiger,
wie immer ist man bei dir förmlich dabei ... bitte berichte weiter!!!
Weidmannsheil zu den Hirschlein !

Viele Grüsse
Sabine

Hallo Biene
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund !!!!
Ich war auch dabei !!! Wäre es gern einmal, um aus seinem Erfahrungsschatz zu lernen !!!
Vielen Dank für die fesselnde Geschichte , Rüdiger !!!!
Andreas
24.10.2012 21:09 Gangloff
Hesse schrieb:
Hallo Rüdiger,
endlich kommt dein Bericht, auf den ich mit Spannung gewartet habe. Danke !
Brunft und Hirschjagd, mit aber auch ohne Erfolg, ist immer ein großartiges Erlebnis. Hoffentlich bleibt es uns noch lange so erhalten. Ich bin da Optimist.
Viele Grüße + Weidmannsheil
Peter


Hallo Peter,
ich bin ja seit dem 01.09. Pensionär, nicht im Ruhestand. Den September und die Hirschjagd habe ich entsprechend voraus geplant. Das war auch nötig, da ich gleichzeitig in 3 Revieren gejagt habe. Umso erfreulicher war auch meine Strecke. Wenn man so richtig Zeit für eine Sache hat, kann man sie auch sehr intensiv erleben. Ich bin noch sehr von dem Brunftgeschehen und den gesehenen Hirschen beeindruckt - denn ich war mit allen Sinnen hautnah dran.

Beste Grüße
Rüdiger
25.10.2012 09:34 nuhata
Waidmannsheil!!!
Eine sehr schöne Geschichte die wieder einmal deine Erfahrung und Jagdintelligenz zum Ausdruck bringt! Ehrlich beeindruckend!!

Nochmals ein kräftiges Waidmannsheil!

Gruß Stefan
25.10.2012 09:40 Gangloff
nuhata schrieb:
Waidmannsheil!!!
Eine sehr schöne Geschichte die wieder einmal deine Erfahrung und Jagdintelligenz zum Ausdruck bringt! Ehrlich beeindruckend!!

Nochmals ein kräftiges Waidmannsheil!

Gruß Stefan

Danke, danke..

Rüdiger
25.10.2012 10:55 Gangloff
Rapsjaeger schrieb:
Weidmanns Heil!
"Wem an so einem Brunftmorgen das roter Jägerherz nicht schlägt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren." - Mehr muss man eigentlich nicht sagen.
Obwohl ich jagdlich eigentlich im Rotwildgebiet groß wurde, habe ich viele Jahre nicht mehr mitten im Brunftgeschehen gesessen. In diesem Herbst war es wieder so weit. Auch wenn ich da jagdlich nicht aktiv war, nur akustisch dem Treiben folgte, weckte dieses Erlebnis all die Erinnerungen an meine Kindheit, wenn ich mit meinem Bruder und meinem Vater draußen war. Und ja: Wem an so einem Brunftmorgen das rote Jägerherz nicht schlägt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren."

Gruß
Rapsjaeger

edit meint noch: lass uns nicht so lange warten...


Kommst Du nicht von der größten Insel Deutschlands - wo die stärksten Hirsche wachsen?
25.10.2012 21:40 Rapsjaeger
Gangloff schrieb:
Kommst Du nicht von der größten Insel Deutschlands - wo die stärksten Hirsche wachsen?


Ja, stimmt. Aber die Brunft läuft weit außerhalb meines Jagdreviers ab. Im eigenen Revier ansitzend bekomme ich nur ganz selten mal was vom Brunftgeschehen mit. Sie sind in der Feiste da und nach der Brunft irgendwann auch sporadisch. Natürlich verfolge ich das Geschehen auch ein wenig an zwei Brunftplätzen, aber eben nicht als Jäger. Und wenn ich mich auch immer wieder am Geschehen erfreue, wenn vor mir die Kraniche am Schlafplatz einfallen derweil hinter mir das Konzert der Hirsche stattfindet - es ist nicht das Gleiche wie das, was ich als Jäger im (idealerweise eigenen) Revier empfinde, die Büchse in Reichweite, alle Sinne einzig auf´s Rotwild fixiert, fiebernd und von einem Gefühlsausbruch zum nächsten zitternd...

Das war in diesem Herbst bei meinem Bruder anders. Zwar hat es letztlich nicht geklappt mit einem Hirsch, aber allein zu wissen, dass man könnte, macht das Ganze zu einem ganz anderen Erlebnis...
27.10.2012 16:51 Gangloff
Rapsjaeger schrieb:
Ja, stimmt. Aber die Brunft läuft weit außerhalb meines Jagdreviers ab. Im eigenen Revier ansitzend bekomme ich nur ganz selten mal was vom Brunftgeschehen mit. Sie sind in der Feiste da und nach der Brunft irgendwann auch sporadisch. Natürlich verfolge ich das Geschehen auch ein wenig an zwei Brunftplätzen, aber eben nicht als Jäger. Und wenn ich mich auch immer wieder am Geschehen erfreue, wenn vor mir die Kraniche am Schlafplatz einfallen derweil hinter mir das Konzert der Hirsche stattfindet - es ist nicht das Gleiche wie das, was ich als Jäger im (idealerweise eigenen) Revier empfinde, die Büchse in Reichweite, alle Sinne einzig auf´s Rotwild fixiert, fiebernd und von einem Gefühlsausbruch zum nächsten zitternd...

Das war in diesem Herbst bei meinem Bruder anders. Zwar hat es letztlich nicht geklappt mit einem Hirsch, aber allein zu wissen, dass man könnte, macht das Ganze zu einem ganz anderen Erlebnis...


Gestern war eine kleine aber sehr feine Drückjagd im dem gesegten Revier.
Frei gegeben waren nur Rotwild Speißer und Sechse, kein Kahlwild, Sauen, außer führenden Bachen alles, Ricken und Kitze sowie Raubwild - keine Wölfe. Auf der Strtecke lagen 3 Stücken Rotwild, 4 Sauen und 7 Stücken Rehwild.
Alles sauber erlegt.
Die Nachbarn hatten auch DJ. Wir haben genau 151 Schüsse gezählt. Darunter viele Fünferserien. Auf der Strecke lagen nicht mehr Stücke als bei uns.
Ein mir bekannter Jäger, der im angrenzenden BuFo jagt, berichtete mir, wie die Wölfe den Brunftplatz umkreisten.
31.10.2012 10:50 WalkerTX
Besten Dank für diesen stimmungsvollen Bericht - es gibt viel zu wenig Jäger, die so etwas erleben dürfen und sich anschließend auch noch die Zeit nehmen, darüber zu berichten. Waidmannsheil zum Abschusshirsch und weiter so!

Walker
31.10.2012 20:25 Gangloff
WalkerTX schrieb:
Besten Dank für diesen stimmungsvollen Bericht - es gibt viel zu wenig Jäger, die so etwas erleben dürfen und sich anschließend auch noch die Zeit nehmen, darüber zu berichten. Waidmannsheil zum Abschusshirsch und weiter so!

Walker


Ich gebe mir ganz große Mühe.
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