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Archaische Jagd

(1 Eintrag)

483 mal angesehen
14.10.2012, 18.16 Uhr

Der Alte, und heute das Ende der Geschichte

Oh ha! Einen ganz heimlichen, sehr alten Bock. Das erste Mal in diesem Revierteil gesehen, woher er auch immer kommen mag. Das ganze Gebäude, sein Verhalten, grad noch Lauscherhoch auf, grau, alt und irgendwie Weise. Zuerst auf 350m. Steht an der Waldkante, mit typischen Randbewuchs, übergehend in handhoch gewachsenen Winterraps. Eigentlich wollte ich nur Kirren. Anpirschen nicht möglich. Zügig voran den ganzen Beritt umschlagen um unter Wind näher zu kommen. Rauf und Runter, der Hund folgsam. Kriechend voran an die Waldkante, den Hund abgelegt. Der Bock steht, schlecht durch den Unterwugs zu erkennen, aber er steht fast wie vor. Langsam voran. Der Dauerregen der voherigen Tage hält den Boden elastisch, kein Rascheln des Laubes, keine knackenden Ästchen, dafür ist langsam auch die Unterhose naß. Weiter ran in Schußposition kommen. Der Bock steht. Ganz vertraut. Noch ist kein Schuß anzutragen. Raus aus Unterwugs! Zuviel Zweige. Ich muß noch 25m rechts hoch raus, hoffentlich hält er das aus. Körpertemperatur und Bodenfeuchte, Brille und Okular beschlagen. Ruhig bleiben und wischen. Jetzt noch den Hang hoch, dann steht er auf 100m. Immer leiser gehts voran. Endlich angekommen, sichern, die letzten zwei Meter bis zur guten Position, jetzt wäre ich gern Rechtsschütze, muß mich rausdrehen in handbreit wassergefüllte Furche, fühlt sich sogar gut an.
Der Bock ist weg.
Ich dreh mich auf den Rücken, freudig lachend, hol den Hund ran und Danke für dieses Erlebnis.
Wissend das er mich will.
So soll es sein.
Wenn ich ihn habe, melde ich mich wieder.
cheers fiedler

15.10.
Morgenansitz.Nix.
So gegen 16h in Revier gefahren, die obligatorische Runde gedreht und dann mit nicht wenig Erregung dorthin wo ich ihn dass erste Mal sah. Durch den Regen am Vormittag immer noch beste Voraussetzungen zur Pirsch. Ich nahm den gleichen Weg wie zuvor. Noch Vorsichtiger, noch Aufmerksamer an die Stelle von der aus ich alles gut Überblicken konnte. Heute mal unter Vermeidung von Matsch und Wasser. Tja, und da stand er dann. Auf gute 150m, leider 10m zuviel, im Nachbarrevier. Auf dem durchgewachsenen Rapsschlag in den Stoppeln. Wie gemalt, keine Regung, kein Äsen. Langsam ging das Licht und eine schwarze Wolkenwand kam bedrohlich näher. Nun komm schon, nun komm schon, nur über den Weg, das Glas lag längst beiseite, schon voll drauf, dreimal überprüft ob ich schon entsichert hab. Herzschlag bis zum Hals. Ruhig bleiben. Plötzlich macht er drei Gänge paralell zum Weg. Bieg ab bieg ab... Dann begann der Wolkenbruch. Komm zieh in den Bestand, hierher hierher. Die Buche bot mir keinen Regenschutz mehr, böiger Wind jetzt dazu. Neinneinnein Ruhe den Elementen. Der Bock steht. Auch wenn er jetzt die zehn Meter gemacht hätte, bei dem Regen niemals. Naß bis auf die Knochen, egal. Langsam zieht er, wie an der Schnur gezogen, über die Kuppe Richtung Mais
und weg. Ich könnte es noch schaffen wenn ich jetzt über den Winterraps renne und in der Bodenvertiefung bleibe. Los! Schön schwerer Boden, der Regen läßt nach, das wird das wird. Und sehe ihn in den Mais ziehen.
Alter Haudegen, ein gutes Leben für dich! Wenn Gott es will sehen wir uns wieder, bis irgendwann. Gern im Mai 2013.
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Kommentare

14.10.2012 19:57 Kija
dann auf ein Neues in 2013
Gruß Kija
14.10.2012 20:22 esau
So schön kann ein "Mißerfolg"sein!
Ich gönn ihn Dir.Die Zeit wird's zeigen!
14.10.2012 20:28 PPJaeger
Er ist nicht umsonst so alt geworden, er wird dir sicher noch so manches abverlangen.
Doch der 15 ist morgen.

Gruß PP
15.10.2012 19:24 hirnfiedler
@ all
Danke für eure Kommentare.
Weidmannsheil, dicke Bäuche - fette Beute!
cheers fiedler
17.10.2012 16:41 esau
hirnfiedler schrieb:
@ all
Danke für eure Kommentare.
Weidmannsheil, dicke Bäuche - fette Beute!
cheers fiedler

Das mach die Jagd aus.
Wir bekommen eben nicht immer alles ,was wir wollen.
Uns wir der gebürende Platz zugewiesen.
Und wir müssen dankbar sein für das ,was Diana, oder wie die auch immer heisst , uns gibt!
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