Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Bockjagd im Mai

(1 Eintrag)

1. Bock 2012
323 mal angesehen
02.10.2012, 13.11 Uhr

1. Mai Bock

1. Mai 2012! Seit Wochen stieg meine Vorfreude auf den Jagdbeginn stetig an. Kanzeln und Leitern wurden repariert, Pirschsteige geharkt und kommende Jagderlebnisse in Gedanken und Träumen mehrfach durchgespielt. Nun war es endlich soweit. Rein ins Auto und raus ins Revier. Schon beim Angehen der Kanzel - Rehwild! Haaaa...eine Ricke. Tief durchatmen und weiter. Der junge Birkenbestand, den ich queren musste, begann sich seit ein paar Tagen frühlingshaft heraus zu putzen. Überall sprießten hellgrüne Blätter und auch die Vogelwelt war begeistert. Ein Tratschen und Zetern begleitete mich auf den letzten Metern. Kaum hatte ich mich auf der Kanzel eingerichtet, fesselte ein Rascheln und Schlagen meine Aufmerksamkeit. Von dichter Verjüngung verdeckt, konnte ich nur schemenhaft erahnen, dass sich zwei (wie sich später noch herausstellte) Jährlingsböcke ihr Gehörn "aufpolierten". Unvorstellbar dieses Wechselbad der Gefühle. Adrenalin ins Blut und wieder heraus. Aber die beiden taten mir den Gefallen nicht und kamen nicht näher. Keine Möglichkeit für mich einen Schuss anzutragen, beruhigte ich mich wieder.
Ich genoss den Morgen und plötzlich stand er vor mir. Hinter einer dicken umgefallenen Buche, keine 50 m entfernt, tauchte ein Bock wie aus dem Nichts auf. Unruhevoll, wie mir schien. War er genervt vom ungestümen Gebahren der beiden Halbstarken in direkter Nachbarschaft? Oder hatte er gar Wind von mir bekommen? Keine Zeit, die Gedanken zu Ende zu denken. Der Bock zog unaufhaltsam hinter der Buche entlang und legte nur kurze Pausen zum Sichern ein. Momente seiner Unachtsamkeit nutze ich zum Aufnehmen der Waffe und in Anschlag zu gehen. Noch drei Meter bis zum Ende des Buchenstammes. Noch zwei. Mein Puls hämmerte mir im Ohr. Meine Finger schienen kalt-warme Wechselbäder zu nehmen. Noch einen Meter. Endlich stand er frei. Ich zog mit bis er wieder nervös verhoffte und ließ das 7mm starke Projektil fliegen.
Der Bock stieg auf und flüchtete sich anschließend in die nahe Verjüngung. Ich hatte gerade noch Zeit nachzuladen, konnte aber keinen zweiten Schuss mehr anbringen. Kein Schlegeln, nur Galopp war zu hören. Mist! Ich war mir sicher, gut abgekommen zu sein. Eine blöde Situation. Aufgepumpt mit Adrenalin, das Gefühl alles richtig gemacht zu haben und der Erfolg bleibt aus!!! Mit dieser Stimmung folgten meine Augen der Fluchtrichtung des Bockes. War er eben nicht zwischen den Birken zu sehen? Nein. Doch! Ca. 100 m weiter tat sich ein kleines Sichtfenster zwischen zwei Birken auf. Hier stand mein Bock, wankte etwas und fiel um. Gefühle wieder kehrt, aber zack zack! Durchatmen. Noch ein paar Minuten verharren und das eben erlebte verdauen.
Danach kurze Suche nach dem Bock. Er lag mit seinem Blattschuss friedlich zwischen zwei Birken. Ich setzte mich zu ihm und war glücklich über meinen ersten Bock 2012.
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

Hausbock

Hausbock

Alter: 44 Jahre,
aus *Mecklenburg-Strelitz #Hessen
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

03.10.2012 00:36 swinging_elvis
Fein erzählt... Waidmannsheil!
03.10.2012 18:33 frankenwild
Nette Geschichte. Waidmannsheil!
03.10.2012 22:11 Hausbock
wmd!
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang