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888 mal angesehen
25.09.2012, 10.57 Uhr

Schreck in der Abendstunde...

Der Mais steht – naja, er steht noch… Schaut man ein paar Reihen hinein, steigt der Anteil liegenden Maises entgegen meinen Wünschen deutlich an. Und das nicht etwa wegen des Wetters.
Das rauhborstige Volk leistet ganze Arbeit. Und der passionierte, der Wildschadensabwehr verpflichtete Weidmann versucht nun, der Lage irgendwie Herr zu werden. Ausgeblieben sind bislang mahnende Anrufe des Landwirts. Aber spätestens beim Häckseln wird das Telefon wiederum seiner Pflicht nachkommen, und den Gesprächsbedarf des Landwirtes an mich in unmissverständlichen Tönen weiterleiten…
Die letzten zwei Wochen waren Mist. Es wird immer früher dunkel, die Rauhborstigen erscheinen nächtlich – doch niemand bekommt sie in Anblick. Auch morgens, bevor es auch nur einen Hauch von Licht gibt, haben die Sauen bereits ihr vernichtendes Nachtwerk abgeschlossen und die schützenden Tageseinstände im Nachbarrevier erreicht.
Aber gestern war Halbmond. Heute schien den ganzen Tag die Sonne. Da war es klar, dass sich heute das gesamte Jägervolk am Mais tummeln würde – dachte ich zumindest. „Das ganze Jägervolk“ reduzierte sich auf drei wackere Weidgesellen, wie sich am längst vereinbarten Treffpunkt später zeigen sollte.
Ich hatte die letzten beiden Tage „meinen“ Maisminischlag – er hatte nur etwa 2 ha – verstärkt kontrolliert. Aber während die Sauen in der letzten Woche so richtig kreativ waren im Mais und ein perfektes Maislabyrinth konstruierten, war seit zwei Tagen Ruhe. Klar, die mochten kein aufkommendes Licht in der Nacht. Aber der Wind schien zu passen, also wollte ich es dennoch dort versuchen.

Am abendlichen Treffpunkt warf ich aber meine Planungen über den Haufen. Einer der beiden Mitjäger berichtete von starker Bewegung auf den Schneisen im großen Schlag und von in den letzten drei Tagen komplett umgedrehten Uferpartien eines Feldsolls im benachbarten Dreiecksschlag.

Also wurden folgerichtig die beiden Schneisen im großen Schlag durch die beiden Mitjäger besetzt, ich zog zum Feldsoll. Und tatsächlich, dort sah es wüst aus. Die Rauhborstigen ließen es sich dort offensichtlich seit ein paar Tagen sehr gut gehen, das Feldsoll war offensichtlich zur Wellness-Oase für Sauen mutiert.
Doch bereits kurz nach Sonnenuntergang folgte Ernüchterung: Mond zog noch zu flach über den Horizont und der sehr hoch gewachsene Mais warf lange Schatten in das kleine Soll. Gegen 21:00 Uhr hatte ich dort keine Chance mehr – Frust pur, weil in der Nähe die Sauen im Mais rumorten…

Also schnell abbaumen, den Mais verlassen und ab zu „meinem“ Mais.

Ernüchterung die Zweite: Als ich ankam, rumorten auch dort bereits Sauen im Mais. Und da sie nicht im Mais gelegen haben, mussten sie also ausnahmsweise bereits früh zugezogen sein… Es folgte Frust die Zweite…

Also rauf auf den Sitz und akustisch orientieren. Etwa 50 Meter hinter Mir knackte es laut und vernehmlich. Der gestern noch stürmische Wind war eingeschlafen, es küselte nur noch ganz schwach – dafür aber laufend aus einer anderen Richtung.

Frust die Dritte… Selbst wenn dieses Stück (ich vermutete einen einzelnen vielleicht Überläuferkeiler, den ich in den letzten zwei Tagen statt der sonst feststellbaren Rotte gefährtet hatte) irgendwo mal das Haupt aus den Mais steckte, der würde bestimmt zu schnell Wind von mir bekommen.

Das vereinzelte aber regelmäßige laute Knacken zog links um mich herum, kam zur Maiskante. Aber so sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte keinen schwarzen Wildkörper an der Maiskante entdecken. Stattdessen zog das Knacken nun zum Standort meines Autos, in dem mein vierbeiniger Verbrecher wartete. Irgendwie erwartete ich bei dem Lärm, den die vermutlich einzelne Sau direkt neben meinem Auto veranstaltete, dass mein Klettenfänger im Auto freidreht… nix, es blieb ruhig. Doch die Sau stolperte förmlich über mein Auto; offensichtlich hatte ich den geplanten Auswechsel versperrt – das Stück drehte laut krachend aber völlig ruhig wieder um und näherte sich mir. Auf Höhe des am Rande des Maisschlages befindlichen Feldsolls begann es nun laut zu platschen und zu Schmatzen. Und es mischten sich Frischlingsgrunzen und –gequike in die akustische Kulisse.
Ängstlich schaute ich nach dem Mond – der war schon wieder auf dem absteigenden Ast, lag nur noch knapp über den Kronen des mir gegenüberliegenden Waldes…

Frust die Vierte… Die Sauen zogen wieder in die Schlagmitte, wie das immer leiser werdende Knacken im Mais anzeigte. Irgendwie war also der Wurm drin… Sie hatten vielleicht doch schon Witterung von mir, das würde mich überhaupt nicht wundern!
Ich lehnte mich zurück, suchte nach Entspannung, war aber immer noch völlig auf die Sauen fixiert und hoffte, dass sie vielleicht doch noch mal anwechselten. Dieser kleine Maisschlag wird im Norden und Osten durch Gärten des benachbarten Dorfes begrenzt. Ich saß auf der Seite, aus der die Sauen wieder herauswechseln sollten, wenn sie wieder zum Wald wollten.
Und nach etwa 10 Minuten stieg das Geknacke im Mais wieder an. Sie näherten sich, allerdings unmittelbar an der Ortschaft. Ich machte einen Probeanschlag, setzte mich in Position und sah nix. Die Luft war so feucht, dass das Zielfernrohr beidseitig beschlagen war. Tempo raus (man ist ja vorbereitet) und schon ging es – für genau eine Minute…

Frust die Fünfte…
Es kam, wie es kommen musste. Ganz am Ende des Ackers, unmittelbar vor einer besetzten Schafkoppel am ersten Gehöft des Dorfes wechselte eine starke Sau aus dem Mais und verhoffte. Unmittelbar nach ihr folgte ein Frischling. Als sie weit genug vom Hof weg waren, suchte ich sie im Zielfernorhr – vergeblich, wieder beschlagen. Also absetzen und säubern: Sauen nicht mehr zu sehen, dafür zu hören: Die Bache blies mitten auf dem Acker und warnte lautstark. Es folgt? Richtig:

Frust die Sechste…
Es kam Bewegung in die im Mais verbliebene Rotte. Sie zogen an der Maiskante lautstark Kontakt haltend direkt auf mich zu und verhofften etwa 5 Meter vor mir unsichtbar im Mais. Und plötzlich explodierte der Mais vor mir. In höchstem Tempo verließen drei starke Sauen und neun weitere recht starke Frischlinge den Mais und jagten auf das freie Feld vor mir, wo offensichtlich die Leitbache immer noch blies und warnte.
An einen Schuss war bei dem Tempo und den Lichtverhältnissen überhaupt nicht zu denken! Der Mond war zwischenzeitlich längst hinter den Bäumen verschwunden. Der Acker vor mir aber war trocken und hell, weshalb ich die Sauen auch mit bloßem Auge noch gut erkennen konnte. Und so fiel mir auf, dass die Rotte auf dem Acker verhoffte. Also, Waffe rum. Mit dem Zielfernrohr gesucht – ah da, die Rotte wie eine dichte Traube. Rechts daneben ein einzelnes Stück. Als es sich breitstellte war ich mir sicher: ein Frischling – rums…Stück liegt.

Während ein weiteres Stück zum Mais zurück spurtete, jagte der Rest der Rotte zum Wald, wo es noch einige Zeit laut krachte.

Ich hatte längst repetiert und blieb mit dem Ziel auf dem liegenden Stück. Doch offensichtlich war es tatsächlich bereits verendet. Die Anspannung fiel langsam ab. Erst jetzt merkte ich, dass ich völlig verspannt gewesen war durch das ewige im Anschlag bleiben. Ich blieb noch einige Minuten sitzen, lauschte nach dem in den Mais zurück geflüchteten Stück, hörte noch das eine oder andere Knacken, ehe auch dort völlige Ruhe einkehrte.

Die Blick durchs Fernglas zum gestreckten Stück: „ Na dat is ja man ´n Lütten…“. Ich war´s zufrieden: ein leichtes Bergen auf der frischen Kultur sollte das ja werden.

Aber es folgte? Richtig:

Frust die Siebte:

Als ich zum Stück ging, wuchs selbiges in exponentieller Weise zu dem Maß, mit dem sich die Entfernung zum Stück verringerte. Das, was da nun wirklich vor mir lag, empfand ich in dem Moment als Monstersau. Mir lief es kalt den Rücken runter. Ich Idiot! Wie konnte ich mich so vertun? Ich hätte mich ohrfeigen können, die Waffe in den Mais schmeißen können…

Aber tot ist bekanntlich tot. Ich stand wie benommen vor dem Stück. Konnte zunächst kaum einen klaren Gedanken fassen. Hatte ich hier tatsächlich eine führende Bache umgenietet…? Mir war schlecht.
Keine Frage, die Frischlinge hatten eine Bache nicht mehr nötig, defintiv nicht. Aber: Wenn ich eine solche Rotte vor mir habe, will ich einen Frischling – und nix anderes… Und wenn ich einen Frischling beschieße, kann da nur ein Frischling liegen – völlig egal, ob es für die verbleibenden Frischlinge egal ist.

Selbst die Feststellung, dass das Stück tatsächlich eine Überläuferbache ist, das Gesäuge ganz sicher noch nicht aktiv war, sie also auch definitiv nicht führte, war da nur ein schwacher Trost.

Damit nicht genug. Es folgte, quasi als Strafe:

Frust die Achte:
Wie das Biest jetzt bergen? Klar, anfassen und zum Auto ziehen. Ich kurve nicht über frische Kulturen. Wer dicke Sauen schießen kann, muss sie auch bergen können. Nur gut, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, dass meine Wildwaage später zu Hause über 80 kg zeigen würde. Ohne zu murren (wen hätte ich dort gegen 23:30 Uhr auch anmurren sollen…?)zog ich also das Stück zum Auto: 300 Meter vom Erlegungsort, brach es dort auf. Das ging noch. Aber das Biest in das Auto zu bekommen, das war eine echte Herausforderung für mich, der ich schon dreimal überlegen muss, wie ich einen 25kg-Maissack anhebe, ohne meine Bandscheiben aus den Fugen zu werfen. Irgendwann aber hatte ich es irgendwie geschafft.
Mit Schrecken dachte ich daran, dass um 5:15 Uhr der Wecker klingeln würde, als ich gegen zwei Uhr in´s Bett fiel.
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Rapsjaeger

Rapsjaeger

Alter: 51 Jahre,
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Kommentare

25.09.2012 12:31 IGOR82
WMH!!!
25.09.2012 12:42 Dackelbiene
Grins ... sehr schön ! Und Weidmannsheil !!!
Mit dem Licht ist das so ein "Spaß". Hatte vor wenigen Tagen die Sauen auf 5m vor ... keine Chance. Sie standen unten an der moorigen Grabenböschung. Die Ringe im Wasser sah ich laufen ... der Rest hüllte sich in einheitliche Schwärze ... bis auf die entspannte Geräuschkulisse. Wellness halt .
25.09.2012 13:02 Hunter123
gut geschrieben..:)
wmh.;)

Hunter123
25.09.2012 13:18 Luchs
Ja aber so ist nun mal Sauenjagd. Wirklich nicht einfach. Aber gratuliere zu deiner Ausdauer und natürlich Waidmannsheil.
Nach dem Schuss ist meist Schwerstarbeit angesagt, warum soll es dir besser gehen.
So merkt man sich das besser.

Grüße
25.09.2012 14:33 Rapsjaeger
Dackelbiene schrieb:
Grins ... sehr schön ! Und Weidmannsheil !!!
Mit dem Licht ist das so ein "Spaß". Hatte vor wenigen Tagen die Sauen auf 5m vor ... keine Chance. Sie standen unten an der moorigen Grabenböschung. Die Ringe im Wasser sah ich laufen ... der Rest hüllte sich in einheitliche Schwärze ... bis auf die entspannte Geräuschkulisse. Wellness halt .

Weidmanns Dank! Aber diese Pappnasen haben schon Nerven gekostet. Da werde ich mich wohl auch nicht dran gewöhnen - Sauenjagd bleibt aufregend!

Und: Man kann sich immer darum bemühen, das "richtige" Stück zu erwischen. Manchmal aber irrt man sich eben doch ein wenig...
25.09.2012 14:35 Rapsjaeger
Luchs schrieb:
Ja aber so ist nun mal Sauenjagd. Wirklich nicht einfach. Aber gratuliere zu deiner Ausdauer und natürlich Waidmannsheil.
Nach dem Schuss ist meist Schwerstarbeit angesagt, warum soll es dir besser gehen.
So merkt man sich das besser.

Grüße

Weidmanns Dank! Aber mit der Ausdauer war´s ja nicht so schlimm. Ich bin schon deutlich länger hinter Sauen hergepirscht, ehe ich eines Schwarzkittels habhaft werden konnte...
25.09.2012 16:54 Waldemse
Klasse Geschichte, so muß jagen sein.
Ein kräftiges Wmh
25.09.2012 16:57 Rapsjaeger
Waldemse schrieb:
Klasse Geschichte, so muß jagen sein.
Ein kräftiges Wmh


Weidmanns Dank!
25.09.2012 17:34 Musang
Na , dickes WmH...Jung, nu kannstt Du aber "Frustessen" machen, so oft wie es an dem , klasse beschriebenen Abend, warst
Muß das in Deinem Kopf gearbeitet und geflucht haben..auf den Dussel, der im Mais rumkriecht, statt schlaue Bücher zum MitredenKönnen, liest
Hat es Dein Kreuz einigermaßen überstanden ???
GlG
auf die Insel...die immer in wunderbarer Erinnerung bleib
25.09.2012 20:12 esau
Weimannsheil ! ....
Du Sauengeplagter!
Ich kann das gut nachvollziehen(alles ).
Die grössere Fläche bin ich los.(...5 Sauen beim Hächseln)
Die Kleinere/das "Sorgenkind" noch nicht.
Aber es scheint, ich hab das Wohlwollen der Bauers.Selbiger nahm unsere Anstrengungen recht positiv zur Kenntnis(...kein Wort zum Schaden ,ausser der Bemerkung ,dass wir ja nun Schussfeld hätten ).toi toi toi.
Bleib Tapfer!
25.09.2012 20:35 PPJaeger
Waidmannsheil zu deinem "Frischling" , nicht bös gemeint, wer soviel Frust erträgt soll auch dicke Beute machen.
Und die kleinen sind ja auch noch da, für entspannte Jagdtage.
Waihei
PP
25.09.2012 21:12 Rapsjaeger
Musang schrieb:
Na , dickes WmH...Jung, nu kannstt Du aber "Frustessen" machen, so oft wie es an dem , klasse beschriebenen Abend, warst
Muß das in Deinem Kopf gearbeitet und geflucht haben..auf den Dussel, der im Mais rumkriecht, statt schlaue Bücher zum MitredenKönnen, liest
Hat es Dein Kreuz einigermaßen überstanden ???
GlG
auf die Insel...die immer in wunderbarer Erinnerung bleib


Weidmanns Dank!

Aber ehrlich, so gern ich auch schlaue Bücher lese, einen Jagdabend, selbst wenn er so verläuft, ziehe ich allemal vor...
25.09.2012 21:18 Rapsjaeger
esau schrieb:
Weimannsheil ! ....
Du Sauengeplagter!
Ich kann das gut nachvollziehen(alles ).
Die grössere Fläche bin ich los.(...5 Sauen beim Hächseln)
Die Kleinere/das "Sorgenkind" noch nicht.
Aber es scheint, ich hab das Wohlwollen der Bauers.Selbiger nahm unsere Anstrengungen recht positiv zur Kenntnis(...kein Wort zum Schaden ,ausser der Bemerkung ,dass wir ja nun Schussfeld hätten ).toi toi toi.
Bleib Tapfer!


Naja, es ist wie immer: ich habe nun drei erwischt am Mais, sonst ist bislang keine gefallen... Ist ja sicher nicht leicht, da erfolgreich zu sein. Aber da muss man eben auch seine Strategien überdenken. Die anderen sitzen ständig draußen, auch wenn der gesunde Menschenverstand sagt: Blödsinn. Und wundern sich, dass die Sauen nicht mal rausgucken. Würde ich aber auch nicht an deren Stelle, wenn der Wind mir die gefahrverheißende Witterung zu mir getragen wird.

Ich geh nicht so oft abends raus (zumindest nicht täglich) - immer erst, wenn die Sauen tatsächlich mal rauswechseln und ich das beim Abfährten am Tage bestätigen kann...

Aber ich fährte täglich ab...
25.09.2012 21:21 Rapsjaeger
PPJaeger schrieb:
Waidmannsheil zu deinem "Frischling" , nicht bös gemeint, wer soviel Frust erträgt soll auch dicke Beute machen.
Und die kleinen sind ja auch noch da, für entspannte Jagdtage.
Waihei
PP


Weidmanns Dank! Nun ist erst mal wieder Ruhe. Die Sauen habe ich ja erst auf dem Acker beschosssen. Da siund sie zum Wald getürmt. Die bleiben erst mal ein paar Tage weg.

Aber wenn es wieder losgeht, bin ich sicher wieder zur Stelle... Und wenn ich wieder ein wenig mehr Planungssicherheit habe, melde ich mich. Versprochen. Im Moment springe ich immer nur kurzfristig...
25.09.2012 21:27 esau
Rapsjaeger schrieb:
Naja, es ist wie immer: ich habe nun drei erwischt am Mais, sonst ist bislang keine gefallen... Ist ja sicher nicht leicht, da erfolgreich zu sein. Aber da muss man eben auch seine Strategien überdenken. Die anderen sitzen ständig draußen, auch wenn der gesunde Menschenverstand sagt: Blödsinn. Und wundern sich, dass die Sauen nicht mal rausgucken. Würde ich aber auch nicht an deren Stelle, wenn der Wind mir die gefahrverheißende Witterung zu mir getragen wird.

Ich geh nicht so oft abends raus (zumindest nicht täglich) - immer erst, wenn die Sauen tatsächlich mal rauswechseln und ich das beim Abfährten am Tage bestätigen kann...

Aber ich fährte täglich ab...


Danach mussten wir täglich äh... nächtlich raus.
Denn tags sind sie im kleinen Stück nicht drinnen,aber jede Nacht.
Und durch den Mitpächter ,der dummerweise die führende Bache umräufelte ,haben wir eine Frilirotte mehr.
Abe nächste ..übernächste Woche fällt auch dieses Stück.
Rotwild beehrt und dort auch.
Morgen hilft ein Freund. (er soll sich sein "Geburtstagsstück" selbst holen. )
26.09.2012 06:57 Rapsjaeger
esau schrieb:
Danach mussten wir täglich äh... nächtlich raus.
Denn tags sind sie im kleinen Stück nicht drinnen,aber jede Nacht.
Und durch den Mitpächter ,der dummerweise die führende Bache umräufelte ,haben wir eine Frilirotte mehr.
Abe nächste ..übernächste Woche fällt auch dieses Stück.
Rotwild beehrt und dort auch.
Morgen hilft ein Freund. (er soll sich sein "Geburtstagsstück" selbst holen. )


Ja, unser Mais wird wohl auch noch 14 Tage stehen. Wenn ich dann vom Urlaub zurück bin, geht´s an´s Häckseln. Mal sehen, ob da noch was geht.

Du kannst Geburtstagsgeschenke machen...!
26.09.2012 07:38 esau
Rapsjaeger schrieb:
Ja, unser Mais wird wohl auch noch 14 Tage stehen. Wenn ich dann vom Urlaub zurück bin, geht´s an´s Häckseln. Mal sehen, ob da noch was geht.

Du kannst Geburtstagsgeschenke machen...!

26.09.2012 10:36 Hirschmann
Weidmannsheil!
Die Sache mit der Größe passiert. Gerade bei schlechtem Licht und solchem aufgebauten Frust. 80kg ist schon ´ne Hausnummer, wobei ich mich jetzt frage (und das ist nicht böse gemeint), wie Du 100% sicher sein kannst, dass die ÜLB nicht geführt hat (§22 ist m.M.n. außen vor, weil nicht mehr abhängig...). Die Striche bilden sich schnell nach dem "Abstillen" zurück und auch das Gewebe ist nach ein, zwei Wochen kaum mehr von dem nichtführender Stücke zu unterscheiden.

Gruß!

HM
26.09.2012 11:58 Rapsjaeger
Hirschmann schrieb:
Weidmannsheil!
Die Sache mit der Größe passiert. Gerade bei schlechtem Licht und solchem aufgebauten Frust. 80kg ist schon ´ne Hausnummer, wobei ich mich jetzt frage (und das ist nicht böse gemeint), wie Du 100% sicher sein kannst, dass die ÜLB nicht geführt hat (§22 ist m.M.n. außen vor, weil nicht mehr abhängig...). Die Striche bilden sich schnell nach dem "Abstillen" zurück und auch das Gewebe ist nach ein, zwei Wochen kaum mehr von dem nichtführender Stücke zu unterscheiden.

Gruß!

HM


Moin Hirschmann,

zunächst Weidmanns Dank. Zu den Strichen so viel: bei tatsächlich älteren Bachen, die sicher schon geführt haben, habe ich bisher immer Zitzen vorgefunden, die so etwa 1 cm lang waren (mal mehr oder weniger, aber eben immer deutlich aus der Bauchdecke quasi herausstehend - ähm hängend... ). Bei der Überläuferbache aber waren sie fast nicht zu finden, nicht weiter ausgeprägt als bei einer Frischlingsbache von 20 kilo, die ich vor zwei Wochen erlegte, wo gerade mal Stecknadelköpfe zu sehen und zu fühlen sind.

Aber wenn du andere Erfahrungen hast, korrigiere ich mich gern...

Gruß

Rapsjaeger
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