Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Bockjagdrätsel im Mai 2012

Reisebericht (1 Eintrag)

372 mal angesehen
21.08.2012, 09.38 Uhr

Bockjagdrätsel im Mai 2012

Bockjagdrätsel im Mai 2012

Dank einiger Sponsoren konnte im Mai das Bockjagdrätsel durchgeführt werden. Das Jagdbüro G. Kahle spendete den Hauptpreis. „Eine Jagdreise nach Polen in die Masuren.“
Nach des Rätsels Lösung, hieß es nur noch warten und eine gehörige Portion Glück. Nach einigen Tagen, ich konnte es kaum fassen lag der Gutschein in meiner Post. Ich war der glückliche Gewinner des Hauptpreises. Nach einem sehr freundlichen Telefonat mit dem Sponsor, entschloß ich mich, meine nichtjagende Ehefrau auf diese einmalige Reise mitzunehmen. Ein passendes Datum war schnell gefunden und was besseres als in der Blattzeit auf den roten Bock zu jagen, gibt es nicht. Am Montag dem 30.07. am späten Vormittag ging es los. Alle Formalitäten waren im Vorfeld erledigt. Da wir für die Reisestrecke knapp 1000 km vor uns hatten, entschlossen wir uns, auf der Fahrt zum Ziel, einen Zwischenstopp einzulegen. Wir übernachteten in einem Hotel in der Nähe von Posznan. Am nächsten Morgen nahmen wir die restlichen Kilometer in Angriff und erreichten gegen 13:00 Uhr das Forsthaus in Stryzina. Herzlich empfing uns Maria, die treue Seele des Hauses. Auch Ihr Sohn Kamil (mein späterer Jagdführer) begrüßte uns herzlich. Schnell war das Zimmer bezogen und ein erster Eindruck vom Forsthaus und der näheren Umgebung eingeholt. Hinter dem Forsthaus befand sich ein Wildschweingehege, in dem sich so einiges Schwarzwild tummelte. Für 17:00 Uhr war die Einführung ins Revier geplant. Pünktlich traf unser Dolmetscher Leschek ein. Nach einer herzlichen Begrüßung und der Planung für die nächsten Jagdtage, wurde noch ein Kontrollschuss auf die Scheibe gefordert. Da ich meine eigene Waffe führte, war es kein Problem die Kugeln sicher ins Ziel zu bringen.
Für 18:00 Uhr war auch dann die erste Ausfahrt mit Ansitz im Revier geplant. Pünktlich stand der Jeep vor der Tür und mein Jagdführer und ich verließen das Jagdhaus. Nach einer Fahrzeit von ca. 20 Minuten mitten durch den Wald stoppte plötzlich das Auto. Kamil gab mir zu verstehen, jetzt geht es los. Zwei aneinander gelegene Grünflächen, getrennt durch einen Heckenstreifen war unser Ziel. Leise wurde der Hochsitz eingenommen, die Waffe geladen und das Gelände abgeglast. Nach 20 Minuten trat der erste Bock auf die Grünflächen. Ein Jährlingsgabler, eindeutig zu jung. Schnell wurde einmal geblattet und der Bock stand zu. Nach einiger Zeit des Äsens zog er in den Bestand zurück. Kurze Zeit später ein anderer Bock, auch zu jung. Gegen 20:00 Uhr stand plötzlich auf der Wiese ein alter Bock. Er präsentierte sich in einer starken körperlichen Verfassung, ein mehrjähriger zurückgesetzter Spießer. Diesen galt es näher an uns heranzuholen. Nach dem Blatten zog er zügig auf uns zu, und so ca. 60 Meter vom Hochsitz entfernt tat er sich nieder. So hatten wir in aller Ruhe Zeit den Bock ganz genau anzusprechen. Ich entschloss mich den Bock zu strecken. Der passt, wenn er aufsteht, sollte ich ihm die Kugel antragen so das eindeutige Zeichen von meinem Jagdführer. Nach ca. 10 Minuten war es soweit, er stand breit und ich ließ die Kugel fliegen. Der Bock zeichnete eindeutig, ging noch ca. 20m Meter und brach zusammen. Nach einer Zigarettenlänge baumten wir ab und begaben uns zu Bock. Kamil gab dem Bock den letzten Bissen, den Inbesitznahmebruch und überreichte mir den Schützenbruch. Der Bock wurde versorgt und nach einer halben Stunde hing er schon in der Kühlkammer. Ein erfolgreicher Jagdtag. Im Forsthaus angekommen gab es von Maria liebevoll zubereitetes Abendbrot. Nichts aber auch gar nichts fehlte, Kaffee, Tee, Krautrouladen, Brot, Wurst, Schinken, alles super angerichtet und geschmacklich exzellent. Für den nächsten Morgen wurde 4:00 Uhrals Startzeit mit Kamil vereinbart. Ich möchte nicht alle Ansitze so ausführlich wiedergeben, wie unseren ersten. In den 3 Tagen, also auf 5 Ansitzen hatten wir, mit der Fahrt durchs Revier geschätzte 70 Stücken Rehwild im Anblick. Ebenso hatten wir Anblick auf mehrere Kaninchen, Hasen, Dachse, Damwild und 2 Stück Rotwild.
Am letzten Abend auf der Heimfahrt zum Forsthaus, stand auf einer Wiese eine Ricke und ein Bock. Kamil stoppte das Fahrzeug und der Bock zeigte sich als ca. 4-jähriger starker 6er mit fast schwarzem Gehörn. Das Fahrzeug wurde leise verlassen, die Waffe geladen, auf der Motorhaube aufgelegt und der Bock lag im Feuer.
Im Forsthaus angekommen, warteten schon der Oberforstrat und Leschek unser Dolmetscher auf uns. Am Jägerstammtisch wurden die Trophäen begutachtet, das Alter geschätzt, das Gehörn gewogen und ins Protokoll eingetragen. Einige Erinnerungsfotos wurden noch gemacht und bis spät in die Nacht gefachsimpelt. Am nächsten Morgen, nach einem reichhaltigem Frühstück, hieß es Abschied nehmen. Drei wunderbare Jagdtage waren leider schon vorüber.
Ich kann mich nur ganz herzlich beim Jagdbüro Kahle für diesen tollen Preis bedanken. Die gesamte Organisation, war bis ins kleinste Detail perfekt. In solch einem gepflegten und wildreichem Revier jagen zu dürfen, ist schon eine super Sache. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Maria, die uns zu jeder Zeit vorzüglich mit allem versorgte, was das Herz begehrte. Ein riesiges Kompliment an Kamil meinem Jagdführer. Er besitzt sehr gute Revierkenntnisse und schnelles und sicheres Ansprechen des Wildes zeichnen diesen Waidmann aus. Dank an alle, die mir diese Jagdreise, zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Winfried Richardt
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

taube54

taube54

Alter: 64 Jahre,
aus
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang