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Jagderlebnisse

(15 Einträge)

Sau am Haken Die Konstruktion Bergehilfe abmontiert
938 mal angesehen
28.03.2012, 15.52 Uhr

Gelungene Generalprobe

Ende letzten Jahres hatte ich endlich meine Idee, für den Heckträger einen Aufsatz zu entwickeln, der beim Bergen von Wild das Heben erleichtert, in Angriff nehmen können. Nach einem Bandscheibenvorfall, der mich für Tage außer Gefecht setzte, wollte ich kein Risiko mehr eingehen.
Vor Weihnachten war der Aufsatz fertig, aber ich musste bis gestern Abend warten, um ihn auszuprobieren.
Gegen Mittag kam ich im Revier an und nachdem ich ausgeladen hatte und alles in der Jagdhütte verstaut war ging es zur obligatorischen Revierkontrollfahrt. Dabei werden die Kirrungen beschickt, bei den Wildkameras die SD- Karten getauscht und noch die Wiesen kontrolliert, was aber bei der derzeitigen Trockenheit nicht kritisch ist. Unterwegs hatte ich noch einen Waldbauer getroffen, der eine Freifläche einzäunte, da dort Weißtannen angepflanzt werden sollen. Er erzählte vier Rehe gesehen zu haben und wo vier sind, sind auch acht und das sei zu viel. Ich versprach ihn, mich um das Problem zu kümmern.
Zurück in der Hütte schaute ich mir die Bilder auf den SD-Karten an und machte mir eine Vesper.
Rehwild scheint wirklich gut vorhanden zu sein, auch waren eine Bache und eine Überläuferrotte im Bild festgehalten. Scheinbar werden die Eicheln weniger und die Sauen ziehen wieder.
Ich beeilte mich, da ich noch bei schönem Sonnenschein draußen sitzen wollte, um Fotos zu machen. Ich setzte mich an eine Waldwiese, hier war die Chance am größten, dass noch bei gutem Licht Rotwild und Rehwild austreten. Um halb acht erschien ein junger Bock, für ein gutes Bild war das Licht aber schon zu schwach. Kaum war er verschwunden, erschienen weitere vier Rehe gegenüber der Kanzel auf einer im letzten Winter eingeschlagenen Fläche. Etwas abseits tauchte ein guter Bock auf, der permanent schreckte. Ein Alttier zog auf die Wiese war aber sehr vorsichtig und äugte stets zurück in den Wald. Leider war das Licht nicht mehr perfekt für gute Fotos. Als die Rehe und das Alttier plötzlich nach links in den Wald verschwanden, wanderte mein Blick durch das Fernglas nach rechts auf der Wiese. Ich war so konzentriert gewesen, dass ich nicht bemerkte, dass eine Rotte Sauen von rechts auf die Wiese gekommen war. Schnell tauschte ich das Fernglas gegen den Bergstutzen aus, das letzte Büchsenlicht musste ausgenutzt werden. Es war eine Überläuferrotte, eine größere Sau oder Frischlinge waren nicht zu sehen. Jetzt musste es schnell gehen, aus irgendeinem Grunde wurde die Rotte unruhig und die ersten verschwanden im Walde. Bei einer Rotte die sich bewegt fällt es mir immer schwer, mich auf eine Sau zu konzentrieren, kaum hat man eine rausgepickt, dann dreht sie einem den Pürzel zu, steht permanent vor oder hinter einer anderen Sau,während rundherum alle anderen frei stehen. Wechselt man dann zur nächsten Sau geht das gleich Spiel von vorne los. Woher wissen die das blos. Der Waldrand kam näher, das Licht wurde schlechter die Sauen unruhiger. Als dann endlich eine gut stand und der Leuchtpunkt kurz hinter dem Blatt stand, brach der Schuss. Sie fiel im Schuss um, ein kurzes Quieken war zu hören. Plötzlich war sie wieder hoch, ich hatte nachgeladen und verfolgte das Geschehen durch das Zielfernrohr. Nach wenigen Schritten stürzte sie wieder um, wieder raffte sie sich auf um den Waldrand zu erreichen. Bevor ich aber ein Ziel fand lag sie schon wieder im Gras, schlegelte noch einmal und dann war wieder Ruhe auf der Waldwiese. Ich packte meine Sachen zusammen und stieg vom Hochsitz. Bevor ich meinen jungen BGS eine erste Bekanntschaft mit einer Sau machen lasse, wollte ich sicher gehen, dass sie tot ist. Ich ging über die Wiese, fand den Anschuß, der durch einen großen Schweißfleck deutlich zu erkennen war, und keine 20 Schritt weiter lag die Sau. Es war ein Überläuferkeiler von ca. 35 kg. Es war keine große Nachsuche aber Frida nahm die Sau sofort an, die Aufgabe war ihr klar.
Jetzt kam der Moment, wo meine Bergekonstruktion sich in der Praxis beweisen musste. Sie war in weniger als fünf Minuten auf dem Heckträger montiert und mit Spanngurten an der Dachreling
festgemacht. Ohne jede Mühe konnte ich die Sau auf dem Heckträger verladen. Das Ding funktionierte perfekt. Über die gelungene Inbetriebnahme habe ich mich genauso gefreut wie über das Keilerchen.

SN
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Spessartnimrod

Spessartnimrod

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Kommentare

28.03.2012 18:06 Schnepfenbart
Ja ja der liebe Rücken,das kenn ich auch.
Waidmanns heil zu dinem Keilerchen.
Paul
28.03.2012 19:14 Kija
Weidmannsheil
28.03.2012 20:41 dikay1
super idee...hut ab...deutsche ingenieurkunst...
28.03.2012 22:27 Spessartnimrod
Schnepfenbart schrieb:
Ja ja der liebe Rücken,das kenn ich auch.
Waidmanns heil zu dinem Keilerchen.
Paul


Waidmannsdank
SN
28.03.2012 22:29 Spessartnimrod
Kija schrieb:
Weidmannsheil


Waidmannsdank, war schon etwas aus der Übung, hätte fast die Probe für die Trichinenbeschau vergessen.
SN
28.03.2012 23:01 Kija
Spessartnimrod schrieb:
Waidmannsdank, war schon etwas aus der Übung, hätte fast die Probe für die Trichinenbeschau vergessen.
SN

29.03.2012 09:06 Spessartnimrod
dikay1 schrieb:
super idee...hut ab...deutsche ingenieurkunst...


Ich hab das mit einem Ingenieur durchgesprochen. Er meinte, toll das machen wir mit Elektromotor mit drahtloser Fernsteuerung und einem Gestell zum Aufbrechen und so weiter. Da habe ich es lieber mit einem bodenständigen Metallbauer gebaut.
Gruß
SN
29.03.2012 12:32 lohrjaeger
Ich hatte mir sowas in der Richtung auch schon mal überlegt....
Aber ich fand´s dann letztlich zu aufwändig.
Was mir sehr geholfen hat ist von heckpack der ablenkbare Korb. da kriegt man auch alleine problemlos die 60kg Sau drauf. Ansonsten fällt schweres Wild bei uns in der Regel nur im Wald an...und da gibt´s dann Bäume und ne Frontseilwinde hab ich eh dabei.
Gruß
Hermann
02.04.2012 22:57 Hasenstab
Gratulation
Habe mir so eine ähnliche Vorrichtung gebaut. Besteht nur aus 2 Rohren 1 senkr. und 1 waager. die ineinander gesteckt werden und einem Flansch der fest mit dem KFZ (Rahmen)verschraubt ist. Funkt. aber nicht bei allen Autos. Vorteil die beiden Rohre hat man immer im Auto dabei. Möchte es nicht mehr missen.
Gruß
03.04.2012 00:24 Spessartnimrod
Kann mir Deine Lösung nicht so richtig vorstellen, aber, wenn es funktioniert, ist es gut.
Gruß
SN
04.04.2012 22:37 Hasenstab
Spessartnimrod schrieb:
Kann mir Deine Lösung nicht so richtig vorstellen, aber, wenn es funktioniert, ist es gut.
Gruß
SN


Kurz im telegrammstil
Flansch mit kurzem Rohrstück wird mit Hecktraverse verschraubt und bleibt immer am KFZ
In das angeflanschte Rohr wird bei Bedarf ein senkrechtes Rohr gesteckt. Dieses Rohr hat am oberen Ende ein T-Stück in welches das Rohr nr. 2 nun waagerecht gesteckt wird. Fertig ist der drehbare Galgen. Wo nman ne kleine Handseilwinde anbringt ist Geschmacksache.
Gruß
06.04.2012 19:25 Rossi
Hasenstab schrieb:
Kurz im telegrammstil
Flansch mit kurzem Rohrstück wird mit Hecktraverse verschraubt und bleibt immer am KFZ
In das angeflanschte Rohr wird bei Bedarf ein senkrechtes Rohr gesteckt. Dieses Rohr hat am oberen Ende ein T-Stück in welches das Rohr nr. 2 nun waagerecht gesteckt wird. Fertig ist der drehbare Galgen. Wo nman ne kleine Handseilwinde anbringt ist Geschmacksache.
Gruß



kann mir das so ungefähr vorstellen, aber kannst du da vll mal ein Bild in dein Album stellen???
09.04.2012 19:27 Hasenstab
HerrRossi schrieb:
kann mir das so ungefähr vorstellen, aber kannst du da vll mal ein Bild in dein Album stellen???


Habs mal hochgeladen
01.11.2012 10:52 Dachsschwarte
Sehr gute Idee!
Wo kann ma dein Konstruckt erwerben!

Thomas
01.11.2012 16:25 Spessartnimrod
Dachsschwarte schrieb:
Sehr gute Idee!
Wo kann ma dein Konstruckt erwerben!

Thomas

Das ist bisher eine Einzelanfertigung, hatte noch keine Zeit und Laune, mich um einen Vertriebspartner zu kümmern.
SN
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