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Aus Jungaltjägers Jagdtagen

Jäger erzählen nur wahre Geschichten (18 Einträge)

882 mal angesehen
17.02.2012, 14.07 Uhr

Ein Wulf im Revier

Ein Wulf war ins Revier gekommen. Weil er so selten war und allein als Höchster hier im Wald von allen großen und kleinen Tieren geachtet, stand er unter dem Schutz des Gesetzes. Auf ihn durfte nicht geschossen werden oder mit hinterhältigen Fallen nachgestellt.
Uns so lebte er unbeobachtet und keiner konnte ihm im Dickicht von Wirtschaft und Kapital entdecken.
Plötzlich aber rauschte es im Blätterwald und es fiel ein Schuss. Ein Jägersmann, ein Bild von einem Heckenschützenl, bekannt für spektakuläre Abschüsse, blutige Aufbrüche und nackte Wahrheiten, hatte blindlings mit frischem, in die leere Hülse eingepressten, Verdacht ins Dunkle geschossen.
Er traf den Wulf mitten im Supf umgeben von eigenartigen Krediten.
Pfui, rief die oberste Jagdbehörde. Angeflickt und laufkrank , ein Wulf, als wenn nicht schon totkranke Griechen, Spanier und Italiener die einst blühenden Eurolandschaften abfressen und in eine karge Schuldensteppe zu verwandeln drohen. Die oberste Jagdbehörde aber drohte den Schützen, sie hätte eine unerlaubte Drückjagd eröffnet und sie werde den Wulf schützen gegen weiteren Beschuss. Der selbst aber, verletzt und wütend sprach von Ferne: „Schießt nicht wieder auf mich, ich werd euch fressen!!! “ und begnügte sich damit seine Wunden zu lecken.
Das aber rief weitere Pressejäger auf den Plan. Das sind solche, die erst einmal blind ins Gebüsch schießen und meinen, irgend etwas wird schon drin stecken. Und siehe da, sie flickten ihn wieder an, den Wulf. Denn er war wohl in jeder Dickung , die ihn kostenlos einen Unterschlupf gewährte zu finden. Die Einschläge kamen immer dichter und um ihn herum spritze der Dreck von merkwürdigen Kartenzahlungen und Sitzplatzveränderungen. Der Wulf aber war schussfest und die oberste Jagdbehörde blieb dabei, auf einen Wulf dürfe nicht geschossen werden, auch der habe seine Berechtigung im Revier, besonders im Staatsforst der an sich schon genügend Probleme mit sich bringt, insbesonders weil die gelben Bäume einzugehen drohen.
Nun war Januar und die Jagdzeit ging ohnehin zu Ende, nun wird er sich erholen können und die Jagdbehörde könne sich wieder anderen Aufgaben widmen und brauchte nicht mehr Hinz und Kunz zu Rechtfertigungen in den Fernsehgarten und Blätterwad schicken.
Doch nun geschah etwas Ungeheuerliches. Man hatte vergessen einen Jungjäger namens Staatsanwalt aufzuklären, dass man auf einen Wulf nicht schießen darf. Und promt dieser brachte dann den Fangschuss an.
Da aber der Wulf schon mehrere vom Presseblei schwarz eingefärbte Flecken auf seinem Schafspelz hatte kam nun auch die oberste Jagdbehörde nicht umhin den Wulfabschuss als Hegeabschuss anzuerkennen.
Weidmannsheil der Demokratie
offline

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Jungaltjaeger

Jungaltjaeger

Alter: 74 Jahre,
aus der Prignitz

Schlagwörter

politik, satire, wolfsjagd

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Kommentare

17.02.2012 16:26 holzbergjaeger77
Sauber
17.02.2012 17:17 Henschi
Klasse ! :)
17.02.2012 18:32 Otterbock
Absolut Top
Sehr gut geschrieben
18.02.2012 02:36 wachtelman
Einfach genial geschrieben
Hab Tränen gelacht.

WEITER SO einfach köstlich

Gruss
Wachtelman
18.02.2012 12:08 Dankwart
Sehr schön geschrieben, wenn auch das Waidmannsheil der Demikratie eher den Pressejägern zu gelten scheint, also der Stimme der Strasse.
Trotzdem, sher amüsant.
Habe die Ehre und
Waidmannsheil
Dankwart
18.02.2012 13:43 Taubenschreck

und nun zur wertung.....
11 von 10 möglichen punkten....
18.02.2012 21:45 Malepartus
Gefällt mir sehr gut
20.02.2012 09:37 Hirschmann
Womit wir wieder beim Thema wären:
Problemwulfe gehören erlegt!
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