Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Fuchsdouplette
598 mal angesehen
06.02.2012, 13.14 Uhr

Füchse ohne Ende

Letzten Freitag stand ich vor der Überlegung es noch einmal an der Schilfkanzel zu probieren oder nicht. Habe die Woche schon 3x dort gesessen und nichts gesehen. Die Schweine konnte ich nicht Fährten im Schnee aber Fuchsfährten waren genug zu sehen, die müssen doch irgendwann kommen, also war klar heute Abend will ich es noch einmal hier versuchen. Um 19:30 Uhr gings los, Rucksack mit Ansitzsack aus dem Auto, Fernglas um, Waffe um und Lodenkotze noch mit, jetzt ging es zur Kanzel. Der Mond stand schon schön am Himmel und der Schnee auf der Wiese lies es fast Tag hell erscheinen. Langsam ging ich den Teerweg entlang bis ich oberhalb der Kanzel stand und über die Wiese zur Kanzel gehen musste. Ein letzter Blick durchs Fernglas ob die Bühne frei ist und was sehe ich da? Ganz unten am Schilf ca. 150m kam ein Fuchs direkt auf mich zu. Ich blieb stehen und schaute zu was er macht, er kam immer näher, den Fang auf dem Boden suchte er hin und her. Als er schon an der Kanzel vorbei war nahm ich das Fernglas runter zog langsam eine Schrotpatrone aus der Tasche und versuchte ganz langsam und leise meinen Drilling zu laden. Kaum hatte ich den Drilling zu bellte weit links hinter mir ein Fuchs. Aha dachte ich die Ranz ist noch im Gange. Da sah ich schon den Fuchs wie von der Tarantel gestochen in die Richtung flitzen. Ich den Drilling hoch mitgefahren und abgedrückt. Der Fuchs überschlug sich rappelte sich auf und versuchte zurück ins Schilf schaffte es aber nicht und blieb liegen. Mensch dachte ich noch, der war aber nah, das waren vieleicht 10-15m weit entfernt wo ich auf den Fuchs geschossen habe. Da ich nicht direkt zu ihm hingehen wollte blieb ich noch ne Weile stehen und steckte mir erst mal eine Ziggi an und wartete. Nach 10 Minuten wollte ich dann zu meiner Beute hin, doch als ich den ersten Schritt in den gefrorenen Schnee steckte sprang der Fuchs auf einmal auf und schleppte sich schwer krank ins Schilf. Ich war so verdutzt das ich ganz vergessen habe den Drilling nachzuladen um noch einmal zu schießen, ich lauschte also dem Fuchs nach. Es war deutlich das knacken der Halme im Schilf zu hören und nach einer Weile war Ruhe. Na toll dachte ich und nu? Dem Fuchs im Dunkeln hinterher ist nicht gut und auf die Kanzel sich nach diesem Krach noch zu setzen hielt ich auch nicht für sinnvoll, also Handy raus und unseren Jagdaufseher angerufen. Nach dem ich ihm die Situation geschildert hatte meinte er ich soll mich ruhig noch auf die Kanzel setzen es ist noch früh, den Fuchs suchen wir morgen im hellen nach. Genau so tat ich es, doch als ich so auf der Kanzel saß gingen mir immer wieder die Gedanken durch den Kopf das es doch unmöglich sei auf so einer Entfernung mit Schrot einen Fuchs nicht zur Strecke zu bringen. Zwei Stunden saß ich nun hier, es war sehr kalt und es tat sich nix. Ne halbe Stunde bleibste noch dachte ich mir als ich links aus dem Fenster eine Bewegung auf mich zu vernahm. Glas hoch.....Fuchs.... schnell war der Drilling im Anschlag und als der Fuchs in Schrotnähe war und verhoffte drückte ich ab. Der Fuchs lag im Knall und ich lud den Drilling nach und stellte ihn wieder in die Kanzelecke. Gerade als ich ihn abgestellte hatte sah ich mit bloßem Auge einen weiteren Fuchs vom Teerweg oben auf mich zu kommen. Das gibt’s doch gar nicht dachte ich und schnell war der Drilling wieder im Anschlag. Der Fuchs schnürte direkt zu dem verendeten Fuchs hin und als er bei ihm war und verhoffte ließ ich zum dritten Mal die Schrotgarbe auf ihre Reise gehen und der Fuchs lag genau neben dem anderen. Das ist mir ja noch nie passiert. Handy raus Jagdaufseher angerufen und ihm das Ereignis geschildert. Wir verabredeten uns am nächsten Morgen um 11 Uhr da er noch einen Termin vorher hatte. Ich packte meine Sachen und ging nach Hause. Am nächsten Morgen war ich pünktlich am verabredeten Termin und mein Jagdaufseher war schon vor Ort er sagte mir ich solle mich auf die andere Seite stellen, wenn der Fuchs noch lebt geht er bestimmt da raus und dann sollte ich schießen. Gesagt getan. Als ich auf der anderen Seite ankam ging er mit seinem Hund dann los, der Hund zog genau dort hin wo der Fuchs im Schilf verschwunden war. Doch dann hörte ich plötzlich lautes Hundejammern und lautes Schreien vom Hundeführer und dann war Stille. "Was ist los" rief ich und die Antwort kam prompt "Der Freckert hat meinen Hund gebissen und ist in Deine Richtung ab" Oh nein dachte ich auch das noch und dann sah ich den Fuchs schwer krank aus dem Schilf flüchten. Ich nahm die Waffe hoch und entsicherte, musste aber noch warten bis das ich
Kugelfang habe und schoss dann mit Schrot auf den Fuchs der dann endlich verendet war.
Der Fuchs war mir aber erst mal egal ich rannte danach zu dem verletzten Hund und unserem Jagdaufseher. Bei ihm angekommen gab er mir direkt Entwarnung: „ Es hat sich alles schlimmer angehört als es war, der Fuchs hat den Hund sofort in die Schnauze gebissen und ist dann ab. Du hast den Fuchs hinten erwischt, auf dieser kurzen Entfernung konnte sich die Grabe noch nicht ausbreiten und weil der Fuchs so schnell gerannt ist hat er dann die volle Garbe hinten abbekommen!“ Genau so ist es gewesen sagte ich Ihm dann gingen wir zum verendeten Fuchs. Der Hund hat den Fuchs nicht mehr los gelassen und bis zum Auto apportiert, habe deshalb ganz vergessen ein Bild zu machen. Die Füchse auf dem Foto sind die zwei vom Vorabend.
Zufrieden dass wir den kranken Fuchs noch bekommen haben packte ich meine Sachen ins Auto,
der Jagdaufseher kam noch zu mir und wünschte mir ein kräftiges Waidmannsheil: „3 Füchse schießt man nicht so oft an einem Abend“ meinte er und verabschiedete sich dann. Und so hatte ein tolles Jagderlebnis noch ein gutes Ende gefunden.
Danke nochmal dem Hund und unserem Jagdaufseher.
Waidmannsheil
Lappes
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

Lappes

Lappes

Alter: 42 Jahre,
aus Föhren
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

06.02.2012 14:01 kampfsau
WMH.Das hatt ich schn mal mit jungfuchsen alle auf einer stelle geschossen
Die Füchse Die auf den Bild hast du die noch umgelegt oder lagen die schon so am anschuss?


Gruß ks
06.02.2012 20:23 niko140292
wmh zu den 2 winterfüchsen !
08.02.2012 10:08 Lappes
kampfsau schrieb:

WMH.Das hatt ich schn mal mit jungfuchsen alle auf einer stelle geschossen
Die Füchse Die auf den Bild hast du die noch umgelegt oder lagen die schon so am anschuss?


Gruß ks

Waidmannsdank! Nein das ist nicht der Anschuss! Die sind so von mir umgelegt worden.
Gruß
Lappes
08.02.2012 10:09 Lappes
niko140292 schrieb:
wmh zu den 2 winterfüchsen !

Waidmannsdank!
10.02.2012 18:31 Koelsch1982
Waidmannsheil,
Mit was für einem Hund habt ihr denn nachgesucht, der sich von einem Fuchs in die Flucht schlagen läßt?
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang