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Die Jagd, mein Leben

Jagdgeschichten (10 Einträge)

"Rapsbock"
537 mal angesehen
15.06.2007, 12.00 Uhr

Meine Begegnung mit dem "Rapsbock"

Es war der 17. Mai 2007, ich habe meinen Freund oberhalb meiner Kanzel an einem Feldweg abgesetzt und habe das Auto mit zu meiner Kanzel genommen. Dieses habe ich unter einer Eiche und hinter Büschen so versteckt, dass das Wild möglichst nichts von seiner Existenz mitbekommt. Also alle sieben Sachen gepackt, und rauf auf die Kanzel. Der Einstieg durch den Boden gestaltete sich etwas schwierig da ich bisher nur Kanzeln mit "außen" liegender Leiter kannte, ich wusste einfach nicht wohin mit mir. Aber auch dieses Problem konnte ich lösen, ich wollte ja versuchen, möglichst leise zu sein. Oben angekommen habe ich mich erst mal eingerichtet, Hauptfenster auf, Fernglas auf die Position und Kamera ausgepackt. Nicht zu vergessen: Handy lautlos! Kurze Zeit später kam eine Ricke links unterhalb von mir aus dem Wald und zog in schnellen Schritten rauf an die Grenze von Wiese und Gerste. Dort äste sie kurze Zeit, um danach wieder im Wald zu verschwinden. Sie war leider zu weit weg, um ein gescheites Foto machen zu können. Über eine Stunde tat sich gar nichts, dann erblickte ich links der Kanzel auf einem Weg einen Hasen. Super denke ich, wenigstens ein Fotomodell. Als der Hase kurz unterhalb der Kanzel ist erblicke ich im Augenwinkel etwas. Moment mal, hat sich da nicht etwas am Waldrand bewegt??? Tatsächlich, da ist doch was. Es ist der "Rapsbock", auf leisen Schalen zieht er vorsichtig aus dem Wald. Da der Hase auf dem Weg etwas höher ist als der Bock im Wald, können sie sich nicht gegenseitig sehen. Als sie sich dann urplötzlich doch erblicken, ist der Tumult groß. Der Bock macht einen riesen Satz vor einen Baumstamm und der Hase macht einen nicht weniger großen Satz. Er hoppelt dann den Weg runter, weg von dem "Störenfried". Der Bock, noch etwas perplex von dem Vorfall, zieht erst einmal in Richtung Raps. Natürlich hatte ich das Fenster auf dieser Seite erwartungsgemäß geschlossen, aber als ich es versuchte zu öffnen, war der Bock so aufmerksam und sicherte ständig in meine Richtung, so dass ich wie angewurzelt mehrere Male innehalten musste. Aber irgendwie habe ich es dann doch geschafft, das Fenster zu öffnen. Kamera raus und los gings. Das normale Fotografieren gelang nicht so gut, Da bei zu starkem Zoom das Bild unscharf und pixelig wurde. Also Fernglas her und einen Selbstversuch gestartet. Kamera an einer Seite angesetzt, Zoom auf ein angenehmes Maß gestellt und losfotografiert. Einige Ergebnisse sieht man in der Fotoabteilung hier, ich denke, die sind zum Teil recht gut gelungen! Ich habe die Zeit wirklich sehr genossen, alleine und gedankenlos in der Natur zu sein. Leider waren scheinbar Sauen unterwegs, da es auf einmal hinter mir im Wald knackte und Rehwild von allen Seiten zu schrecken bekann. DIes steckte auch den "Rapsbock" an, der lauthals bellend und protestierend in den Wald absprang und dort hin und her patroullierte. Er hielt sich über 20 Minuten lang mit seinem Rufkonzert dran, und das andere Rehwild machte gerne fleißig mit! Übrigens erlegte mein Freund an diesem Abend einen Bock, weshalb ich die Kanzel noch im Hellen verlassen musste um ihn abzuholen! Vielleicht hätte ich wenn ich länger sitzen geblieben wäre Sauen gesehen? Wer weiß, aber das ist Jagd und das ist das Erleben der Natur. Ich bin dankbar, diesen schönen Abend erlebt zu haben. Glücklich und zufrieden feierten wir den Bock meines Freundes, und ich versprach mir, den "Rapsbock" nicht zu verraten. Er hat das Recht, die Blattzeit miterleben zu dürfen, denn solche Böcke sieht man nicht alle Tage...
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Anke1607

Anke1607

Alter: 29 Jahre,
aus Kaarst
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