Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Ein Drückjagdtag

Was alles so passieren kann. (2 Einträge)

Paul
2173 mal angesehen
12.01.2012, 23.12 Uhr

Drückjagd im Wolfsgebiet. Mit fatalen Folgen.......

Der 10.12.11. Die Drückjagd bei einem sehr guten Freund stand an. Ich hatte mich schon lange auf diese Jagd gefreut. Also gings morgens mit Sack und Pack los. Mit dabei mein Kumpel Thilo und seine beiden Deutsch-Drahthaar Thea und Paul. Thea eine 8-jährige erfahren Hündin und Paul ein 1,5 jähriger Rüde. Wir hatten es schon seit längerem so gemacht, dass ich immer die Hündin nahm und Thilo den jungen Rüden. Das klappte bei den Jagden immer sehr gut und hat uns und allen anderen bei den Jagden viel Spaß gemacht.
Nach der obligatorischen Begrüßung wurden wir mit unseren zugeteilten Treibern bekannt gemacht. Ein lustiger Haufen. Jeder hatte einige Anekdoten aus den letzten Jahren zu erzählen. Wir hatten bis zum Start noch gute 2 km Fußmarsch zurückzulegen. Es ging über eine große Brache Richtung Wald. Auf dem Weg dorthin fragte ich noch, eigentlich eher beiläufig, ob einer der Treiber die Nummer eines Tierarztes hatte. Nur für den Fall der Fälle.......... Das Revier ist nämlich Wolfeinstandsgebiet.
Als wir uns unserem Startpunkt näherten waren schon vereinzelt Schüsse zu hören und die Anspannung stieg und stieg. Wir richteten uns aus und Punkt 9. 00 Uhr ging es los. Die Hunde wurden geschnallt und während ich auf den ersten Metern noch die Leine richtig umhängte kamen mir schon 3 Stück Rehwild entgegen. Mit dem freudigen Anblick gings frohen Mutes los.
Nach hundert Metern schaute ich mich das erste Mal um, wie die Treiber ihre Linie halten als ich von links heftigen Standlaut höre. Wir waren noch im Hochwald, mit ein paar kleineren Brombeerbüschen, und ich rechnete noch überhapt nicht mit Sauen, als links von mir mein Kumpel schon rief: " Hunde an einer Sau". Wir hatten uns vorher so verständigt, dass in diesem Fall wir beide schnellstmöglich zum Ort des Geschehens rennen, da die Hunde die Sauen in der Regel immer festhielten. So auch in diesem Fall. Ich rannte nun 300 m im Vollsprint Richtung Hunde und kam letztenlich an einem Brombeerbusch an, der seines Gleichen sucht. Und natürlich mitten drin die Hunde an der Sau. Kurzer Blick. Ich schätzte die Sau auf gut 40 Kilo und ab rein in den Brombeerbusch. Ich konnte mich nur mit Hilfe meines Abfangmesser vorarbeiten. Eine Machete wäre in diesem Fall wohl die bessere Wahl gewesen. Als ich bis auf 5 Meter an den Pulk heran war, drehte sich die Sau, sah mich und nahm mich ohne zu zögern an. Die Waffe war natürlich auf dem Rücken und so war meine einzige Möglichkeit ein Tritt gegen das Haupt der Sau. Anders als erwartet kam nicht ins straucheln, sondern die Sau. Das kurze Taumeln nutzten die beiden Hunde und zogen die Sau an beiden Tellern wieder runter. Für mich die Chance zum Abfangen und ich sprang von hinten drauf. Der erste Stich saß so gut, dass die Sau nach 20 Sekunden alle machte. Wie ich nun da so auf der Sau sitze, denke ich noch, was ist das für ein Ast hier im Gesicht, will ihn mit der Hand wegdrücken und zack 6,7,8 Dorne bohren sich schön tief in die Hand. Ähnlich siehts in meinem Gesicht aus. Lippe aufgerissen, Wange auch und das Blut lief mir beide Seiten des Mundes runter. Naja, es hätte schlimmer kommen können, denn als ich Schwein steige sehe ich erst, dass es sich um einen Überläuferkeiler von gut 60 Kilo handelt. Dieser Hosenflicker hätte schon schön Schaden machen können. Auch an mir.
Schwein rausziehen, kurz durchschnaufen und Hunde begucken. Beide ohne Blessuren. Zum Glück
Es ging weiter und die Hunde arbeiteten sehr gut. 2 x machten wir jeweils Rotten von 6-8 Stück hoch und die Schüsse danach ließen einiges auf dem Streckenplatz erwarten.. Auf einem größeren Weg machten wir dann halt richteten uns aus und ich sagte nco zu meinem Kumpel: Wetten in der vor uns liegenden Dickung liegt mindestens wieder eine Rotte. Er grinste zurück und miente nur: So wie das heute läuft, gehe ich bei der Wette mit. Also rein aber wir verloren beide unsere Wette. Es lag keine Rotte in der Dickung. Etwa 50 vor dem Ende Dickung vor uns wieder Standlaut. Nach kurzem Sprint standen wir bei den Hunden, die einen Frischling mit ganz hohem Blattschus auf den Weg gezogen hatten. Er war aber noch so am Leben, dass er meinem Kumpel fast noch in den Stiefel biss. Das Abfangen war keine Kunst mehr und der Schütze bedankte sich von seinem Stand mit einem kräftigen Waidmannsdank. Jetzt erst sahich, dass es sich dabei um einen Bekannten mit seiner Freundin handelte. Kurzer Smalltalk und weiter gings. Ich machte noch Witze, dass mein Kumpel fast noch gebissen wurde als plötzlich beide Hunde vor uns in der Dickung heftigst anschlugen. Tiefer Standlaut. Sofort sprinteten wir beide wieder los. Jetzt ging die wilde Hatz wieder nach links. Wir folgten so schnell wir konnten. Die Hatz gings imm er weiter links in Richtung der Dickung, die wir eben durchgedrückt hatten. Wir liefen zurück zum Weg von eben. Der Hetzlaut ging plötzlich wieder in Standlaut über. Ich dachte noch, gleich sind wir dran, als wir ein entsetzliches Klagen von einem der Hunde hörten. Wir standen beide auf dem, es war nichts mehr zu hören. Kein Hund, kein Knacken von wegbrechendem Wild, kein Treiber mehr. Einfach nix. Totanstille! Ich sah meinen Kumpel an und wir beide wussten, jetzt ist etwas passiert. Die Richtung war ziemlich klar wo wir zum letzten Mal die Hunde hörten. Der Schütze schrie noch hinterher, dass es ein grober Keiler war. Rufen der Hunde und rennen war eins. So es schnell es durch die Dornen ging rannten wir. Thea, die Hündin, kam mir nach kurzer Zeit entgegen. PAul fehlte und mit jeder Sekunde wurde mir mehr und mehr klar, das es jetzt ganz schnell gehen muss. Wir mussten den Hund so schnell wie möglich finden. Thilo lief nach rechts, ich nach links und plötzlich sah ich ihn..............
Das einzige, was mir in diesem Moment einfiel war: Scheiße!
Er stand auf einer kleinen Freifläche unmöglich sich zu bewegen. Die Bauchdecke auf 20 cm offen, Gedärme hingen raus, beide Hinterläufe klaffend offen, tiefer Schlag über der Rute und ein Stich in den Brustkorb in Höhe des Zwerchfells. Mir liefs eiskalt den Rücken runter. Ich rief meinen Kumpel. Der schnappte sich den Hund, so gut es ging und raus aus der Dickung auf eine große Brache. Der Standschütze informiert in der Zeit den Jadgleiter, der wiederum holte einen an der Jagd teilnehmenden Tierarzt ab und machte sich mit ihm so schnell es ging auf den Weg zu uns.
Minuten vergingen, Die Freundin des Standschützen kam zu uns und half uns den Hund so gut es ging zu versorgen. Mit allem was wir hatten versuchten wir die Blutungen zu stoppen. Sie war zum Glück Op-Schwester und wusste ziemlich genau was zu tun war. Der Tierazt kam erstaunlich schnell. Paul wurde stabilisiert und mit vereinten Kräften hieften wir ihn in den Wagen. Ich blieb zurück, versorgte noch den Frischling schnappte mir die Waffe meines Kumpels und machte mich zurück zum Auto.
Das Gefühl, als die beiden Autos losfuhren, war schon ziemlich sch...... , denn so wie ich es einschätzen konnte, standen die Chancen nicht gut.

Auf dem Weg in die Klinik musste Paul mit Herzdruckmassage und Beatmung am Leben erhalten werden.Der Tierarzt operierte 3 Stunden, wobei es 2 mal zum Herzstillstand kam. Er war ein Kämpfer, so dass wir Paul abends auch mit nach Hause nehmen konnten. Er hatte die ersten beiden Nächte auch schon überstanden. Aber in der Nacht von Montag auf Dienstag ist wohl wieder eine der Wunden aufgegangen und er ist innerlich verblutet.

Einen Hund zu verlieren, auch wenn es nicht der eigene war, ist für jeden Jäger und deren Familie ein herber Schlag. Ich möchte so etwas in meinem Leben ehrlich gesagt auch nicht mehr erleben. Wohl wissend, dass man das nie ausschließen kann. Ich kann mit der Erfahrung nur sagen, dass Drückjagden mit Hunden in Wolfsgebieten nicht nur die Gefahr der Wölfe birgt. Das 2´te große Problem sind die Sauen. Denn die flüchten nicht mehr, sondern stellen sich den Hunden sofort und veruchen mit dem Hund kurzen Prozess zu machen. Eine erklärliche Reaktion, denn so haben die Sauen schnellstmöglich wieder Ruhe vor ihrem ärgsten Feind.

Ich wünsche allen Hundeführern für das Jahr 2012 alles Gute. Auf das die 4-läufigen Freunde immer gesund wiederkommen.

Gruß Lars

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

12.01.2012 23:32 Wutzel
..irgendwie habe ich jetzt das dringende Bedürfnis meine Hunde in den Arm zu nehmen...
Sehr bildlich geschildert...und da könnt man echt heulen...wenn man es nicht so oder so tun muss...
12.01.2012 23:39 kampfsau
Gut geschrieben. Scheiss ende genommen aber das ist jagd.Aber es ist immer sch..ICh hab es mit meinen hunden zum gluck noch nicht erlebt.
13.01.2012 00:01 GlannaMuensterlaender
Wutzel schrieb:
..irgendwie habe ich jetzt das dringende Bedürfnis meine Hunde in den Arm zu nehmen...
Sehr bildlich geschildert...und da könnt man echt heulen...wenn man es nicht so oder so tun muss...

so ist es nur leider bin ich in Dresden und unser KLM in Nürnberg
Des machts nicht besser
Da bleibts einem nur übrig jedem HF das Beste zu wünschen
13.01.2012 05:59 wachtelschachtel
Ja,die Sauen sind schon wehrhaft!
Leute-greift zu Schlagschutzwesten, das hat meinem auch schon paarmal das Leben gerettet.

Möge der DD hinter der Brücke mildere Sauenerwischen!

Ho Rüd Ho und allzeit gesunde Hunde!
13.01.2012 06:44 Bender
Um den Hund tut es mir mehr als LEID !!!!
Traurig so etwas zu lesen.
Aber das birgt die Gefahr wenn man mit scharfen Hunden an Schwarzwild arbeitet.
Daher ist es mir ein Rätsel, warum es noch Hundeführer gibt, die ihre Hunde ohne jeglichen Schutz ( Schlagschutzweste ) auf Schwarzwild führen.

Bender
13.01.2012 07:20 zerberus
Bender schrieb:
Um den Hund tut es mir mehr als LEID !!!!
Traurig so etwas zu lesen.
Aber das birgt die Gefahr wenn man mit scharfen Hunden an Schwarzwild arbeitet.
Daher ist es mir ein Rätsel, warum es noch Hundeführer gibt, die ihre Hunde ohne jeglichen Schutz ( Schlagschutzweste ) auf Schwarzwild führen.

Bender


das hab ich mir auch gedacht. wenn man weiss dass die hunde in der regel immer halten und sie ohne weste auf sauen lasse dann ist das doch nur eine frage der zeit bis es einen der hunde erwischt.

schad um den hund.
13.01.2012 07:28 Wachtelhund
Ich kann es nachfühlen, habe im November in abgemilderter Form dieselbe Erfahrung gemacht, mein Hund zum Glück überlebt und ist wieder fit.
Meine Lehre: Schlagschutzweste.
Ich habe noch keine,muss erst mal wieder biscchen Geld zurückkommen vom LJV, also wird der Hund morgen zu letzten DJ der Saison auch nicht laufen.
Tut mir echt leid um Euren Hund.

Gruß
Jens
13.01.2012 08:19 Lars11
Für uns steht seit diesem Tag auch fest. Keine Drückjagd auf Schwarzwild mehr ohne Schutzweste. Für uns kam diese Entscheidung leider zu spät.
Ich wollte damit eigentlich die Diskussion über Schlagschutzwesten anregen. Ich weiß von vilene, dass ihnen eine Weste zu teuer ist. Für mich kann ich dazu aber nur sagen, lieber die 3-400 Euro ausgeben als nach her mit einem geschlagenen Hund nach Hause zu kommen und 1200 Euro Tierarztkosten zu bezahlen. Ganz zu Schweigen von den traurigen Gesichtern zu Hause.

Gruß
Lars
13.01.2012 09:49 pinkus93
Sehr schöner und dennoch sehr trauriger Beitrag. Westen und Ortung sind einfach nicht mehr wegzudenken. Auch damit ist man nicht vor allem gefeit, aber immerhin...
14.01.2012 17:11 Perfan
Grüß Dich Lars,
Unabhängig von dem ganz schlimmen Ausgang der Jagd lass mich Dir zu diesem besonderen Blogeintrag gratulieren. Fesselnd ohne Sensationslust, sachlich ohne trocken zu sein. Super super gut !!! Wohl mit das Beste was es hier zu lesen gab !!

Waidmannsheil und Dank
14.01.2012 17:15 Lars11
Perfan schrieb:
Grüß Dich Lars,
Unabhängig von dem ganz schlimmen Ausgang der Jagd lass mich Dir zu diesem besonderen Blogeintrag gratulieren. Fesselnd ohne Sensationslust, sachlich ohne trocken zu sein. Super super gut !!! Wohl mit das Beste was es hier zu lesen gab !!

Waidmannsheil und Dank



Danke danke. So etwas höre ich gerne. Es werden noch ein paar Geschichten folgen. Allerdings mit positiven Ende.
Diese Sache hat mich wochenlang sehr beschäftigt und ich wollte es gerne teilen, auch meine Erfahrungen zu Jagden in Wolfsgebieten weiter zu geben.

Beste Grüße

Lars
14.01.2012 19:44 Ruedemann
Gut erzählt - so weit so gut !

Aber... wer mit großen, derart scharfen Hunden als Hundeführer losmarschiert, gehört eigentlich angezeigt M.E. ist das Tierquälerei allererster Güte!

Ich habe zu meinem Leidwesen wiederholt erleben dürfen, wie solche Packer gesunde Sauen fassen und ihnen Teller abreißen, die Wurfscheibe abbeißen oder gar buchstäblich die Schwarte übers Haupt ziehen...- ekelhaft

Gelegentlich sollte man mal reflektieren was man da tut...- das hat keine Sau verdient (und die Hunde, die letztlich die Zeche zahlen, erst recht nicht)

15.01.2012 09:51 Lars11
Vielen Dank für das Lob fürs Schreiben.
Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass es auf den Jagden, wo wir mit den Hunden gejagd haben, in keinem Fall vorkam, dass Teile einer Sau abgerissen oder abgebissen worden ist. Vielleicht hätte ichnoch schreiben sollen, dass sie die Sau festhalten, sobald diese sich stellt. Das ist in der Regel nicht so, denn die Sauen haben da in den Dicken bedeutende Vorteile bei der Flucht. Dies ist in der ganzen Zeit 2 mal passiert. Einmal bei einer Senfjagd und dieses Mal halt bei einer Drückjagd. Das Fluchtverhalten hier war anders aufgrund der Wölfe.
Und ich möchte mich auch ganz davon distanzieren, dass wir nicht so wie die Ammis auf Schwarzwild jagen.

Gruß Lars
15.01.2012 14:07 swinging_elvis
Tut mir sehr leid um den Hund. Mußte im Leben auch schon einmal zu früh auf einen verzichten...
Feiner Bericht soweit. Mich wundert ein wenig Eure Strategie. Wenn Ihr wie die Wilden zum Bail rennt und Euch "wie die Keiler" ranarbeitet, dann muss doch:
- die Sau Euch mitbekommen
- die Sau den Hunden Saures geben
- die Sau den erstbesten "Wilden" annehmen
- die Hunde höhere Risiken eingehen als normal, denn es naht hörbar Hilfe.
Meiner Meinung nach viel zu viel Risiko für Hund und Mensch!
Warum nicht vorsichtig ran und eine passende Situation abwarten? Vielleicht die Sau noch einmal rausdrücken und von einem Schützen erlegen lassen?
Fragen über Fragen, trotzden mein Beileid für den Hundebesitzer. el
15.01.2012 14:39 Koelsch1982
Hunde an einer Sau". Wir hatten uns vorher so verständigt, dass in diesem Fall wir beide schnellstmöglich zum Ort des Geschehens rennen, da die Hunde die Sauen in der Regel immer festhielten.

Wie darf man das verstehen? Eure Hunde fangen in der Regel gesunde Sauen bis 60 kg und dann wunder ihr euch, dass ein Hund in DD Grösse mal stärker geschlagen wird. Wenn man schon mit Packern jagd, dann doch bitte mit Weste.
15.01.2012 17:35 Lars11
Koelsch1982 schrieb:
Hunde an einer Sau". Wir hatten uns vorher so verständigt, dass in diesem Fall wir beide schnellstmöglich zum Ort des Geschehens rennen, da die Hunde die Sauen in der Regel immer festhielten.

Wie darf man das verstehen? Eure Hunde fangen in der Regel gesunde Sauen bis 60 kg und dann wunder ihr euch, dass ein Hund in DD Grösse mal stärker geschlagen wird. Wenn man schon mit Packern jagd, dann doch bitte mit Weste.



Wie oben schon geschrieben fangen die Hunde natürlich NICHT in der Regel gesunde Sauen um die 60 kg. Sollen sie ja auch gar nicht. Dieses Revier hatte nun mal die Besonderheit, dass der Wolf dort heimisch ist und die Sauen ihre Strategie in Bezug auf Hundeartige geändert haben. Das haben wir vorher so auch noch nicht erlebt und diese Erfahrung ist nun leider mal sehr schlecht ausgegangen. In Bezug auf die Weste hast du natürlich recht. Diese Einsicht kam leider viel zu spät. Wird auch in Zukunft nicht mehr vorkommen. Dafür ist schon gesorgt.

Grüße Lars
15.01.2012 18:38 anser
Harter Tobak... Ein schwerer Schlag für den Hundeführer...
Im Bruchteil einer Sekunde kippt eine eben noch als sehr interessant wahrgenommene Jagd...
Auf solche Erlebnisse kann sicher jeder verzichten....
15.01.2012 18:46 Lars11
swinging_elvis schrieb:
Tut mir sehr leid um den Hund. Mußte im Leben auch schon einmal zu früh auf einen verzichten...
Feiner Bericht soweit. Mich wundert ein wenig Eure Strategie. Wenn Ihr wie die Wilden zum Bail rennt und Euch "wie die Keiler" ranarbeitet, dann muss doch:
- die Sau Euch mitbekommen
- die Sau den Hunden Saures geben
- die Sau den erstbesten "Wilden" annehmen
- die Hunde höhere Risiken eingehen als normal, denn es naht hörbar Hilfe.
Meiner Meinung nach viel zu viel Risiko für Hund und Mensch!
Warum nicht vorsichtig ran und eine passende Situation abwarten? Vielleicht die Sau noch einmal rausdrücken und von einem Schützen erlegen lassen?
Fragen über Fragen, trotzden mein Beileid für den Hundebesitzer. el


Ich habe bei der Jagd gelernt, dass man den Hunden so schnell wie möglich helfen sollte. Um gerade Verletzungen bei Hund und Sau zu vermeiden. Und wer will schon, dass ein Vorstehschütze auf ein Schwein schießt, wo seine eigenen Hunde hinterher sind.

Gruß
15.01.2012 19:50 astrid
Ein Bericht der zu Herzen geht!

Alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Gruß Astrid
17.01.2012 08:19 Lars11
astrid schrieb:
Ein Bericht der zu Herzen geht!

Alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Gruß Astrid


Danke!

Beste Grüße
18.01.2012 12:04 Pudelpointer79
Man man....sowas kann man nur Schxxx nennen!
Ich wünsche Dir, schnell darüber hinweg zukommen!
Ich hoffe, die Nichthundeführer sehen an solch einem schlimmen Vorfall, was Hunde und deren Führer immer wieder auf sich nehmen um Wild hoch zu machen und Jagden wie diese überhaupt erst zu ermöglichen!
18.01.2012 12:04 Pudelpointer79
Man man....sowas kann man nur Schxxx nennen!
Ich wünsche Dir, schnell darüber hinweg zukommen!
Ich hoffe, die Nichthundeführer sehen an solch einem schlimmen Vorfall, was Hunde und deren Führer immer wieder auf sich nehmen um Wild hoch zu machen und Jagden wie diese überhaupt erst zu ermöglichen!
29.01.2012 17:07 WilhelmII
super geschrieben und traurig zugleich

Grüße aus der Heimat
31.01.2012 12:59 kong
Erst einaml ein aufrichtiges und herzliches Beileid...wer schonmal nen treuen Hund beerdigt hat, weiß, wie sich Pauls Herrchen fühlen muss...

Aber nun mal im Ernst, wenn ich hier sowas lese (zugegeben, nett geschrieben) kommt mir echt die Galle hoch...da gibt es Menschen, die meinen, unbedingt mit einem hochläufigen und Sauen jagen gehen zu müssen...gut, kann ich unter gewissen Umständen noch akzeptieren, aber wenn diese Personen dann auch noch wissen, das ihre Hunde gesunde Sauen packen...hier war es nen 60kg ÜL...dann wiederspricht das sowohl dem Tierschutz, wie auch dem Jagdrecht...und ist ne riesen Sauerei sowohl für das Wohl der Hunde, wie auch für das Wohl des Wildes...solche Personen brauchen wir in unseren Reihen nicht...

Was ich diesen Herrschaften allerdings noch schlimmer ankreide, ist die Tatsache, das sie ihre großen Hunde, die durch die anscheinend erwünschten Packereigenschaften besonders gefährdet sind, dann auch noch schutzlos und ohne Weste jagen lassen...das ist in meinen Augen grob fahrlässig bis vorsätzlich...Leidtragende sind, wie tragischer Weise in diesem Fall, die Hunde...solchen HF sollte mal, nett ausgedrückt, ordentlich die Bommeln langziehen...


Warum tut Ihr sowas dem Wild, dem Waidwerk und vor allem Euren Hunden an???

Der ein oder andere wird diesen Beitrag in anbetracht der Tatsache, das hier jemand seinen Hund verloren hat, sicher nicht angemessen finden...aber es muss auch mal gesagt werden, wenn Unrecht passiert...in diesem fall dem Hund und dem Wild und da gibt es auch nicht schön zu reden...

Mein Mitgefühl für den verlorenen Hund, mein Unverständnis zu soclh einer jagdlichen Einstellung...
24.11.2012 11:06 Nemesis
Wow :O da fühlt man ja richtig mit!
Gut geschrieben!

Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang