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Im Saugatter Wegstrecke Hund
1022 mal angesehen
22.11.2011, 17.28 Uhr

Im Saugatter

Schon längere Zeit überlege ich mit meinem 2 ½ - jährigen ADBr Rüden in ein sog. Schwarzwild – Übungsgatter zu gehen, einfach nur um zu sehen wie der Hund tatsächlich an den Sauen arbeitet.
Bei den Nachsuchen auf Sauen waren bisher alles Totsuchen und bei den Drückjagden sieht man zwar oft den Hund wie er Schweine hetzt doch meist nur als kurze Momentaufnahme.

Bei uns in Bayern wird zwar ständig von ahnungslosen Politikern und Funktionären gefordert der „Schweineplage“ Einhalt zu gebieten, doch bisher gibt es außer Worthülsen keine Möglichkeit offiziell die Jagdhunde im Gatter einzuarbeiten.

Nun hatte ich Gelegenheit in einem 500 ha Schwarzwild – Gatter an einer großen Jagd als Hundeführer teilzunehmen. Schon im Vorfeld hatte ich einiges über diese Jagden dort gehört, meistens sollte es tote oder / und schwerverletzte Hunde geben also eigentlich nichts für mich.......
Letztendlich siegte doch die Neugier, der Hund hat eine Schutzweste und eine starke Führerbindung d.h. er kommt immer wieder zurück zu mir.

Nach einer schlaflosen Nacht sind wir dann in aller Früh bei Nebel und Reifglätte Richtung Gatter gestartet. Wir wurden freundlich empfangen und nach der Belehrung einer Gruppe mit 5 Hundeführern zugeteilt.
95 % der anwesenden Hunde waren DJT, auch in unserer Gruppe war mein Hund der einzige „Ausreiser“.

Bereits auf dem Weg zum ersten Treiben querte ein stattlicher Keiler den Weg vor uns, doch es dauerte ein ganze Weile bis wir zum erstenmal auf Sauen stießen. Meistens steckten sie in den reichlich vorhandenen Dickungen. Die Terrier verschwanden gleich zu Beginn mit Jif Jif und waren größtenteils längere Zeit verschwunden, einige wurden erst am Mittag zum Sammelplatz gebracht.

Dann stießen wir ständig auf Sauen und ich konnte das Verhalten des Rüden sehr gut beobachten, er jagte laut hinterher kam jedoch immer nach ein paar Minuten zu mir zurück.
Mir ging es jedoch darum zu sehen was der Hund an einer angeschweißten Sau macht. Tatsächlich kamen wir am Vormittag an ein angeschossenes Stück das sich in einem Fichtenverhau eingeschoben hatte, ich war auf einen Meter Distanz vorbeigelaufen als mein Hund laut gebend in den Asthaufen sprang und schon den Überläufer gepackt hatte. Die Sau konnte sich befreien, wurde jedoch vor der Dickung von einem angestellten Schützen erlegt.

Am Nachmittag kamen wir zweimal an Schwarzwild im Wundbett, der Rüde hat jedesmal die Sau (ca. 40 kg Frischlinge) gehalten so das ich sie abfangen konnte. Das war für uns Streß pur weil ein Stück sofort zum Angriff überging und mich fast über den Haufen gerannt hätte. Diese Erlebnisse waren für den Hund absolut prägend und wichtig weil wir als Team funktioniert haben!!!

Am Ende lagen 116 Stück Schwarzwild!

Die Veranstaltung war perfekt organisiert, es stand ein Tierarzt zur Verfügung und alle Hunde waren versichert. Leider wurden drei Terrier verletzt, eine Hündin wurde vom Veranstalter auf Anraten des Tierarztes in die Klinik gebracht.
Das anfallende Wild wurde von 6 Metzgern sofort in einem „Aufbrechhaus“ versorgt.
Für unser leibliches Wohl und für das der Hunde war bestens gesorgt.


Diese Erlebnisse in der komprimierten Form wären in einem Übungsgatter und in der freien Wildbahn nicht möglich gewesen. Deshalb habe ich es nicht bereut, mein Hund war Spitze wir haben mehrfach Anerkennung geerntet und wir sollen unbedingt wieder kommen..........
offline

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sau_hund

sau_hund

Alter: 62 Jahre,
aus BAYERN
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Kommentare

22.11.2011 17:40 sauer202forest
Naja, aber wie die Sauen mit den Keulen im Dreck liegen,......!
Muss nicht sein.

Trotzdem Waide Heil
22.11.2011 18:29 wachtelschachtel
Jaa, sowas prägt den Hund enorm!
22.11.2011 20:46 Cheffkoch
Ja stimmt das prägt den Hund enorm!!!!!!!
Aber das nächste mal wenn dann ein kranker Keiler auf ihn wartet und der Hund dann in den Fichtenverhau springt wird er sich das beim nächsten mal villeicht noch besser üerlegen (sofern er das denn noch kann)!!:)
MFG
22.11.2011 21:13 sau_hund
Cheffkoch schrieb:
Ja stimmt das prägt den Hund enorm!!!!!!!
Aber das nächste mal wenn dann ein kranker Keiler auf ihn wartet und der Hund dann in den Fichtenverhau springt wird er sich das beim nächsten mal villeicht noch besser üerlegen (sofern er das denn noch kann)!!:)
MFG


....ich wollte das Verhalten des Hundes unter einigermaßen kontrollierten Umständen sehen, das ist gelungen!
Wenn es auf einer Drückjagd in der freien Wildbahn passiert ist das dann besser, oder wie soll man da vorbeugen???
22.11.2011 21:49 wachtelschachtel
Cheffkoch schrieb:
Ja stimmt das prägt den Hund enorm!!!!!!!
Aber das nächste mal wenn dann ein kranker Keiler auf ihn wartet und der Hund dann in den Fichtenverhau springt wird er sich das beim nächsten mal villeicht noch besser üerlegen (sofern er das denn noch kann)!!:)
MFG

Wo liegt das Problem?

Genau darum ging es ihm ja,dass er sieht,wie der Hund reagiert!
Also alle Jagdgatter (nein,ich jage nicht im Jagdgatter-das ist m. M. nach pervers) abschaffen und die Schwarzwildgatter schließen?
Dann nimm schon mal die Drahtschere und fang in Springe an!
23.11.2011 00:18 jagafranzl
Perfekt organisierte Jagd.
Ich durfte mit meinen Terriern auch dabei sein.

23.11.2011 09:15 sau_hund
jagafranzl schrieb:
Perfekt organisierte Jagd.
Ich durfte mit meinen Terriern auch dabei sein.


23.11.2011 10:42 NOL
Ich war dieses Jahr nicht geladen, war allerdings schon öfter dort und war immer begeistert von den Hunden & der Organisation.
Freu mich dass es Deinem Hund gut geht & nichts weiter passiert ist!
Die Jäger die immer über Gatterjagd schimpfen sind meist nur eifersüchtig dass Sie nicht die Möglichkeiten haben solche Jagden mitzuerleben.......
WMH
23.11.2011 11:56 nurmalso
Cheffkoch schrieb:
Ja stimmt das prägt den Hund enorm!!!!!!!
Aber das nächste mal wenn dann ein kranker Keiler auf ihn wartet und der Hund dann in den Fichtenverhau springt wird er sich das beim nächsten mal villeicht noch besser üerlegen (sofern er das denn noch kann)!!:)
MFG
Richtig. Es ist schön, dass der Hund so an den Sauen arbeitet und die nötige Schärfe mitbringt. Festhalten ist gut, wenn es Frischlinge und Überläufer sind. Bei Keilern und starken Bachen kann es aber zum Problem werden. Die Erfahrung wird dein Hund dann selbst machen müssen. Oder er lernt den Respekt in einem richtigen Schwarzwildübungsgatter.
23.11.2011 12:54 Frankenjaeger
Wo befindet sich das Gatter ?
23.11.2011 13:58 NOL
Bei Roth in Bayern !
23.11.2011 20:08 harzbaer
nurmalso schrieb:
Richtig. Es ist schön, dass der Hund so an den Sauen arbeitet und die nötige Schärfe mitbringt. Festhalten ist gut, wenn es Frischlinge und Überläufer sind. Bei Keilern und starken Bachen kann es aber zum Problem werden. Die Erfahrung wird dein Hund dann selbst machen müssen. Oder er lernt den Respekt in einem richtigen Schwarzwildübungsgatter.


Meiner Meinung nach sind die Überläufe oftmals die schlimmeren Gegner. Ausgewachsene Sauen können ihre Kräfte gut einschätzen und werden den Hund, sofern er sich nicht auf die Sau stürzt, nur von sich fern halten. Ein Überläufer wird meiner Meinung nach eher angreifen.

24.11.2011 13:54 wilddieb73
jagafranzl schrieb: Perfekt organisierte Jagd. ...

... für den Trieb mag das sein, aber für´s Strecke legen? M. E. "no go". Schade.
24.11.2011 13:59 Hirschmann
NOL schrieb:(...)
Die Jäger die immer über Gatterjagd schimpfen sind meist nur eifersüchtig dass Sie nicht die Möglichkeiten haben solche Jagden mitzuerleben.......
WMH


Ich glaube, da verurteilst Du zu pauschal. Eine Meinung über derlei "Veranstaltungen" bildet jeder unter der individuellen, subjektiven Eigendefinition des Begriffes "Jagd". Für jeden ist "Jagd" halt etwas anderes, mit Dingen die dazu gehören oder eben nicht. Sicher mag es unter den Kritikern "Neidhammel" geben, aber bitte nicht jedem gleich Neid unterstellen. Ich erlebe es gerade hier im Forum oft, dass zu allen möglichen Themen den kritisch Diskutierenden Neid vorgeworfen wird, nur um sich einer Diskussion mit ihnen nicht stellen zu müssen.

Zu guter Letzt, das Wichtigste: Weidmannsheil, sau_hund!
24.11.2011 16:04 sau_hund
Hirschmann schrieb:
Ich glaube, da verurteilst Du zu pauschal. Eine Meinung über derlei "Veranstaltungen" bildet jeder unter der individuellen, subjektiven Eigendefinition des Begriffes "Jagd". Für jeden ist "Jagd" halt etwas anderes, mit Dingen die dazu gehören oder eben nicht. Sicher mag es unter den Kritikern "Neidhammel" geben, aber bitte nicht jedem gleich Neid unterstellen. Ich erlebe es gerade hier im Forum oft, dass zu allen möglichen Themen den kritisch Diskutierenden Neid vorgeworfen wird, nur um sich einer Diskussion mit ihnen nicht stellen zu müssen.

Zu guter Letzt, das Wichtigste: Weidmannsheil, sau_hund!


Waidmannsdank, anmerken möchte ich noch das es mir ausschließlich um die Hundearbeit ging und das war ein voller Erfolg. Als Schütze würde ich nicht teilnehmen, doch verurteilen möchte ich die Teilnehmer auch nicht, jedem halt das Seine....
25.11.2011 09:43 Hirschmann
sau_hund schrieb:
Waidmannsdank, anmerken möchte ich noch das es mir ausschließlich um die Hundearbeit ging und das war ein voller Erfolg. Als Schütze würde ich nicht teilnehmen, doch verurteilen möchte ich die Teilnehmer auch nicht, jedem halt das Seine....


Ich glaube, da "schwimmen wir beide auf einer Wellenlänge".

Gruß und WMH
HM
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