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Am Rande der Jagd...

Begebenheiten ohne Waffe (3 Einträge)

Nahrungsgäste bei der Ernte Ringe mit Klickverschluss... "Ich hab dich im Blick..."
268 mal angesehen
03.07.2011, 14.31 Uhr

Adebargeschichten...

Seit Jahren bin ich auch wegen Adebar unterwegs. Infiziert wurde ich in den 1980er Jahren in Sachsen-Anhalt. Dort waren einige Leute (und sind es heute noch) sehr aktiv, wenn es darum ging, Adebar zu helfen. Und dabei ging es gar nicht nur um Adebar. Aber es ist schlichtweg so, geht es Adebar gut, fühlen sich auch jede Menge andere Tierarten wohl. Viele von denen zählen auch zum jagbaren Wild. Das ist ne Geschichte, die man einfach begreifen muss. Es bringt nichts, dem Artenschwund auch unter den jagbaren Arten hinterhgerzuheulen, man muss was tun.

Der Weißstorch ist dabei eigentlich vor allem eine Weiserart. Geht es ihm gut, geht es vielen anderen Arten auch gut. Geht´s ihm schlecht, naja... Und hilft man Adebar.... - eben.

Deshalb markiere ich seit vielen Jahren auf Rügen junge Weißstörche mit Ringen, die man auf größere Entfernung auch ablesen kann. So kann der Lebensweg verfolgt werden und man erhält viele nützliche Informationen. Mittlerweile wissen wir für Rügen (und das deckt sich mit anderen Regionen Nordostdeutschlands), dass extrem wenig hier geborene Jungstörche überhaupt mal wieder hier landen.

Gleichzeitig wissen wir nun auch, dass die Reproduktionsergebnisse unserer Störche hier so schlecht sind, dass sich der Brutbestand nicht einmal selbst erhalten kann geschweige denn, sich wieder erholen kann. Sicher gibt es dafür verschiedene Ursachen. Eine wichtige ist aber, dass kurz nach dem Schlüpfen der Jngstörche Nahrungsmangel für diese herrscht. Mit Mäusen können die gerade gechlüpften Klappermänner noch nichts anfangen. Finden die Alten nicht genügend Insekten, Schnecken und Würmer, verhungert eben ein Teil der Jungstörche. So bleiben dann nur ein oder zwei Rotbeine übrig von fünf oder sechs Eiern.

Und gerade die Insektenwelt ist nicht nur für Adebar von essentieller Bedeutung. Insektenreichtum setzt auch Artenreichtum in der Pflanzenwelt voraus, reich strukturierte Lebensräume. Und so ist für das Niederwild gut, was erst recht auch für Adebar gut ist.

Die Beringung der Jungstörche, die wir auf Rügen mit insgesamt 27 gerade für dieses Jahr abgeschlosssen haben bietet auch die Möglichkeit, so eine Art Erfolgskontrolle durchzuführen. Je höher der Anteil der als Nestling beringten Jungstörche am späteren Brutbestand ist, desto erfolgreicher die Schutzbemühungen. Und das nicht nur für Adebar sondern auch für Kranich, Rebhuhn & Co...
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Kommentare

07.07.2011 14:28 wilddieb73
...weiter so
08.07.2011 17:21 Musang
Danke
09.07.2011 11:30 Hesse
Bei uns im Rheintal bei Mannheim/Heidelberg sind seit einigen Jahren die Störche auf den Wiesen und abgeernteten Feldern wieder überall zu sehen. Die Störche brüten zumeist in Parkanlagen und werden hier regelmäßig gefüttert. Viele Störche bleiben auch während der Wintermonte im Land und Wanderverluste sind dadurch wesentlich geringer.
11.07.2011 09:47 rokko1999
Klasse und weiter so
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