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Ricke
1007 mal angesehen
28.06.2011, 13.28 Uhr

Erfahrungen eines JJ

Letzten Samstag war ich mit meinem Sohn in der Eifel unterwegs.
Heu holen, einige Bekannte besuchen, ein wenig angeln und natürlich an jeder Ecke anhalten und nach dem Wild Ausschau halten.
So langsam bekommt der Junior auch den Jagdvirus.

Auf dem Rückweg haben wir in der Weihnachtsbaumschonung direkt bei uns vor der Haustüre noch eine Ricke gesehen.
Wir natürlich sofort rechts ran, das Glas geschnappt und vorsichtig zurückgepirscht.

Wir hatten Glück, bei uns im Ballungsgebiet sind die Hintergrundgeräusche und Zivilisationsbewegungen viel stärker, sodaß die Ricke gemütlich weiteräste und wir sehr lange und ausgiebige beobachten konnten.
In erster Linie natürlich der Filius.
Mit diesem letzten sehr schönen Anblick des Tages kamen wir zu Hause an und Jakob berichtete dem Rest der Familie stolz von unserem Pirscherfolg.

Sonntag morgen klingelte mich unser Beständer an.
" Ich bin gerade noch bei ner Nachsuche. Kannst Du zur Schonung fahren, da hats geknallt ?"
Klar konnte ich keine Frage.
Da er zur Zeit den Arm in Gips hat, hatte es mich schon gewundert, das er überhaupt unterwegs war.
HF eben -> ganz harte Jungs Respekt !!

Ich dann rasch ins Grünzeug gesprungen, meiner verdutzten Frau noch flott einen Kuss zugeworfen und das Frühstück abgesagt.
In 2 Minuten war ich vor Ort.

Etwas nervös stieg ich aus dem Auto, hatte ich doch noch keine Erfahrung mit Wildunfällen.
Viele böse Geschichten hatte ich schon gehört.
Da lag Sie da unsere Ricke von gestern abend.
Zerfetzt und schmutzig.
Die Läufe mehrfach gebrochen.
Ein trauriger Anblick
Ich hoffe Sie hat nicht zu lange gelitten.
Auf dem Bild ist nur die "schöne Seite" zusehen.

Das war eine Erfahrung auf die ich gut hätte verzichten können.
Gehört allerdings dazu, das war mir schon klar.
Zum Glück war die Dame schon älter und führte kein Kitz.
der Rest war nur Formsache und schnell abgearbeitet.

Später bei der Nachbesprechnung mit unserem Beständer gabs noch eine Ermahnung." Hab ich Dir im Herbst nicht gesagt, Du kannst hier an dieser vielbefahrenen Landstrasse alles schießen ! Wenn wir das nicht machen machts Benz und Co."
Ich hatte mich innerlich dagegen gesträubt so zu agieren, jetzt sehe ich das ein wenig anders und werde der langjährigen Erfahrung der Jagdkollegen vertrauen.

Abends habe ich meinem Sohn von dem Wildunfall erzählt.
Erst war er ganz still und hat auch ein wenig geweint.
Nach einigen Minuten hatte er sich aber gefangen und wurde wieder praktisch. "Papa. Im Herbst komme ich mit, dann haben wir wenigstens was in der Truhe."

















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Schuelerlotse

Schuelerlotse

Alter: 52 Jahre,
aus bei Düsseldorf
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Kommentare

28.06.2011 20:02 eifel_keiler
wo wart ihr in der eifel unterwegs?
28.06.2011 21:30 Schuelerlotse
eifel_keiler schrieb:
wo wart ihr in der eifel unterwegs?


In der Nähe von Neuerburg -> Karlshausen-> Jucken
Kennst Du die Ecke ??
29.06.2011 09:18 rokko1999
Viel Freude in der Prägungsphase Deines Sohnes Der wird schon Viele Grüße rokko
01.07.2011 03:02 Vorstehen
Hallo Schuelerlotsen,

eine schöne Geschichte, seit Du/Ihr überzeugt das Ihr dies so erlebt habt?

Also ein Beständer mit gebrochenen Arm auf Nachsuche! Nachsuche; Hund,Waffe etc. NaJa er ist mehr als "Hart"könnte "Klaus der Förster" Titelheld aus einem Buch der50.Jahre sein.
Nichts für ungut, wenn ich mir das Bild betrachte, wünsche ich mir, dass Dir der Anbick von "Zerfetzten Wild" in Zukunft erspart bleibt.
Waidmannsheil


01.07.2011 09:50 Schuelerlotse
Vorstehen schrieb:
Hallo Schuelerlotsen,

eine schöne Geschichte, seit Du/Ihr überzeugt das Ihr dies so erlebt habt?

Also ein Beständer mit gebrochenen Arm auf Nachsuche! Nachsuche; Hund,Waffe etc. NaJa er ist mehr als "Hart"könnte "Klaus der Förster" Titelheld aus einem Buch der50.Jahre sein.
Nichts für ungut, wenn ich mir das Bild betrachte, wünsche ich mir, dass Dir der Anbick von "Zerfetzten Wild" in Zukunft erspart bleibt.
Waidmannsheil




Hallo Vorstehen,

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