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Wenn Wotans wilde Horden traue...

Der Fuchs ist des Keilers tot (1 Eintrag)

866 mal angesehen
25.01.2011, 22.54 Uhr

Vor dem Erfolg haben die Götter den kalten Arsch gesetzt

Es war wiedereinmal soweit, das dritte mal in dieser Woche wieder auf der selben Leiter.
Heute mal bei minus 9 Grad und einem noch kälteren Nordost Wind.
Es ist also gerade mal acht und ausgerüstet wie ein alter Trapper stapfe ich zur Leiter.
In der einen Hand mein Ansitzkissen über der andere Schulter die BBF und dann auch noch meinen Ansitzsack.
Vor der Leiter wieder die Kunst alles nach oben bekommen, und dann auch noch den Platz zu finden sich selbst in den Ansitzsack hinein zu Zwängen ohne das etwas von der Leiter nach unten fällt.
Nach dem also diese probleme bewältigt waren, und ich es mir leidlich bequem gemacht hatte begann das warten auf Geräusche und den erhofften Anblick einer Sau.
Nach ca. einer halben Stunde ein Geräusch links hinter mir ein leises Knacken.
Vieleicht ein Reh oder ein Hase oder oder oder...
Was da aus der Dickung kam war.... ein.... Fuchs der schon wieder.
Dieser Fuchs war mir bei meinen vorangegangenen Ansitzen jedesmal begegnet , aber heute hatte ich extra meine BBF mit dem 17er Einstecklauf mitgenommen.
Angeackt entsichert und..... weg war er im Gestrüp.
Dieser verdammte schlaue Mistkerl.
Wiederum eine gute Stunde später sehe ich auf der rechten Seite einen Fuchs den Wald verlassen aber noch bevor ich reagieren konnte war er wieder im Gehölz verschwunden.
Mein Gedanke war die "Wissen das ich heute auch auf sie den Finger krumm machen werde, genauso wie ein paar Tage vorher die 4 Überläufer die am gegenüberligenden Waldrand ca. 300m entfernt gebrochen hatte und partu nicht zu mir wechseln wollten.
Aber die Nacht war noch jung und ich muss ja erst um 5:45 in der Arbeit sein.
Es kam wie es kommen musste, die Nacht war kalt der Ansitzsack warm und die Augen waren zu.
So gegen Mitternacht erwachte ich UND ca.100m vor mir stand ein Fuchs im Feld.
Der gehört mir ich backte an und war in des Fuchses Leben der Finger krümmte die kleine Kugel flog und der Wind der pfeift.
Das Ergebniss war das sie hinter ihm einschlug und er ohne Reaktion weiterzog.
Bevor ich nachladen konnte war er ausserhalb meiner Reichweite, wo ich ihn beim Mäuseln gut beobachtete.
Es wurde immer kälter und ich zitterte immer stärker, da kam Meister Reinecke wieder auf ca. 150m zu mir her jetzt werde ich im die 7x57 entgegen schicken, war mein Gedanke.
Entsichern, Einstechen und noch bevor ich ihn mitten im Fadenkreuz hatte war ich mit meine kalten und Gefühslosgewordenen Finger an den Abzug gekommen Sch.... "Fahrkarte"
Zur Sicherheit baumte ich ab und ging mit der Taschenlampe an den Ort an dem vor wenigen Mommenten Der Rote sich tummelte.
Kein Schweiß nichts, genau so wie ich es vermutete.
Was jetzt? Nach Hause Fahren und ein paar Stunden schlafen bevor ich zur Arbeit muß oder Sitzenbleiben und auf die Füchse hoffen ,das Thema Sau war für mich schon abgeschlossen, nachdem ich Geschossen und Abgebaumt und mit der Taschenlampe herumgeleuchtet hatte.

Also wieder rauf auf die Leiter und wieder in den Ansitzsack, jetzt aber die Handtaschenwärmer entzündet.
Bevor ich es verhindern konnte wurden die Augendeckel von der Schwerkraft nach unten gezogen.
Kurz vor 2 Uhr wurde ich vom Bellen eines Fuchses unmittelbar neben der Leiter aus dem Schlaf des gerechten gerissen.
Schlaftrunken überlegte ich ob ich überhaupt den versuch machen sollte in zur Strecke zu bringen.
Ich griff in Zeitlupe nach meine BBF und noch bevor ich sie in den Fingern hatte war der Rote weg.
Ein Blick auf die Uhr und ich beschloß jetzt ist es Zeit zu fahren.
Ein letzter Blick in die Runde was ist das am Gegenüberliegenden Waldrand (wo ich auch die 4 Überläufer gesehen hatte) bewegte sich etwas! ein Blick durchs Fernglas das ist ja eine Sau und die kommt in meine Richtung!!!!
Die BBF angebackt und entsichert und eingestochen aber ich kann nicht schießen sie läuft in ca 250m entfernung am Kamm des seitlichen Hügels entlang.
Wenn sie jetzt noch etwas näher kommt und zu mir runter läuft hab ich sie.
Die Augenblicke verstrichen und als sie ca. 100-150m entfernt war tat sie mir den gefallen, sobald ich den Hügel als Kugelfang hatte und das Fadenkreuz in seinem Leben hatte drückte ich ab.
Im selben Moment ging die Sau ( der Keiler ) ab wie von der Tarantel gestochen.
Noch bevor ich mich versah hatte er die 100-150m überwunden und verschwand im Gebüsch neben mir.
Ich hörte wie er den 5m hohen und extrem steilen Abhang hinunter raste.
Am Fuße des Abhangs war eine eng gewachsene Fichtendickung in der ich die Äste schnalzen hörte dann ein Geräusch als wenn ein nasser Sack auf die Erde fällt ein kurzes Schlegeln 2-3 röchler aus.

Wieder abbaumen und zum Rand der Fichtendickung gehen.
An der Dickung angekommen sah ich das ich nichts sehen konnte.
Also ein Anruf beim Wotan und das um 2:15 Uhr.
Eine viertelstunde später stand er auch schon neben mir und ich schilderte die Lage.
Zusammen kontrollierten wir nochmal den Rand der Dickung ohne Ergebnis.
In die Dickung zu gehen erschien etwas zu gefährlich, in der Dunkelheit.
Da ich aber ein paar Stunden später aber in den Dienst musste,
konnte ich bei der Nachsuche, die beim hell werden, von Wotan und seinem Bruder durchgeführt wurde nicht dabei sein.

Es war eine kurze Nachsuche, wie er mir am Telefon berichtete der Keiler hatte eine richtige, aber in der Dunkelheit nicht erkennbare, Schneisse in die Dickung geschlagen bevor er nach ca. 20m verendet war.
Als ich nach der Arbeit zu meinem Keiler eilte war mir klar das war ein grosser aus Wotans wilder Horde.

Fazit:
Man kann alles Richtig machen und hat keine Chance sowie ich die ersten Tage auf der Leiter oder man benimmt sich wie der Elefant im Porzellanladen (so wie ich an diesem Tag) und hat dann das quentchen Glück das man trotz allem braucht und gelangt so zum Erfolg.

Mit viel Sitzfleisch und nochmehr Glück WMH
Aalspezi
offline

Geschrieben von

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Kommentare

26.01.2011 00:03 IGOR82
Schöner Abend! WMH zur Sau
26.01.2011 06:25 rotwilderer
toll geschrieben, schöne geschichte.

aber wo bleibt das bild?
26.01.2011 12:20 platzi
"Da sah ich, dass ich nichts sah...."
Ich musste lachen.

Schöne Geschichte und Weidmannsheil zum Keiler

Diether
26.01.2011 14:03 Aalspezi
rotwilderer schrieb:
toll geschrieben, schöne geschichte.

aber wo bleibt das bild?


die Bilder hat alle Wotan
MfG und wmh
Aalspezi
26.01.2011 17:57 Spitzbua
Ein kräftiges Waidmannsheil zum Keiler
Super geschrieben
Gruß
26.01.2011 18:30 BayernFlo
Waidmannsheil, hört sich nach einer schönen Nacht an!
26.01.2011 20:19 Wotan
Aalspezi schrieb:
die Bilder hat alle Wotan
MfG und wmh
Aalspezi

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Gruß
28.01.2011 07:50 Die_Leitbache
toll beschrieben und es zeigt auch mal wieder

ein wirkliches"richtig" oder "falsch"
gibt es eigentlich nicht.

weidmannsheil zum keiler
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