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28.12.2010, 16.16 Uhr

Notzeit Landk. Göttingen u Northeim

Die Kreisjägermeister haben gestern für die Landkreise Göttingen und Northeim die „Notzeit für Wild“ ausgerufen.


Immer mehr Schnee, darunter verharschte Schichten und gefrorene Böden – dieser Winter bedroht jetzt die Tiere in Wald und Feldflur: Sie finden kaum noch Nahrung. Ab sofort steht das Wild unter einem besonderen Schutz. Die Kreisjägermeister haben gestern für die Landkreise Göttingen und Northeim die „Notzeit für Wild“ ausgerufen.
Das heißt: Absolutes Jagdverbot, die Jäger müssen das Wild füttern, und Spaziergänger wie Hundebesitzer sollten sich zurückhaltend bewegen. Es ist schon die zweie Notzeit in diesem Jahr. Im Februar hatten die Kreisjägermeister bereits für mehrere Bereiche diese besondere Schutzverordnung ausgerufen. Jetzt sei die Ausgangslage aber eine andere als im vergangenen Winter, erklären der Northeimer Kreisjägermeister Winfried Müller und sein Göttinger Kollege Ernst-Friedrich Wille.

Im Februar sei der Schnee so hart gefroren gewesen, dass die Tiere nicht an die vorhandene Nahrung am Boden kamen. Jetzt sei der Schnee gar nicht so verharscht, wie viele annehmen. Aber dafür gebe es in diesem Winter kein Futter – keine Mast, sagt der Jäger. Die Bäume hätten einfach keine Eicheln und keine Bucheckern getragen. Folge: „Die Tiere hungern und müssen durch den Schnee sehr lange suchen“, so Wille. Wildschweine würden darunter besonders leiden, ergänzt Müller, weil sie keine Blätter fressen würden.

Die Notzeit sei für die Tiere „wichtig und richtig“, so Wille, aber auch Belastung für die Jagdpächter. Sie müssten auf eigene Kosten das Wild in ihrem Revier füttern – mit artgerechten Feld-, Baum- und sonstigen Waldfrüchten. Sie dürfen jetzt aber auch nicht jagen, obwohl der Winter die beste Zeit dafür sei. Das sei zusätzlich problematisch, weil es insbesonders viel zu viele Wildschweine und Waschbären gebe.
In der Notzeit sollten sich aber auch andere Waldnutzer vorsichtiger verhalten, appelliert der Diemardener Jagdpächter Hubert Pieper an Spaziergänger und Hundehalter. Sie sollten Wege nicht verlassen und Hunde an der Leine halten. Aufgeschreckte Wildtiere würden bei einer Flucht zu viel Energie verlieren und könnten sich im vereisten Schnee verletzen.
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Meisterminni

Meisterminni

Alter: 52 Jahre,
aus nähe Göttingen

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Kommentare

28.12.2010 17:15 Venator
Sehr gut! Aber: Gilt das auch für den Fuchs? Wmh
28.12.2010 23:57 Bloodtracker
Guter Beitrag.
Warum geht das bei uns nicht ?
29.12.2010 01:03 Heidefoerster
"Wildschweine würden darunter besonders leiden, ergänzt Müller, weil sie keine Blätter fressen würden."
Hm.
Da es in Göttingen mit Brombeeren nicht so gut bestellt ist fällt aber das Angebot an Blättern im Winter auch für alle andern Viecher recht dürftig aus.
30.12.2010 20:47 Meisterminni
Venator schrieb:
Sehr gut! Aber: Gilt das auch für den Fuchs? Wmh

Schau mal da werden einige fragen beantwortet
[www.wildundhund.de]
03.01.2011 20:25 Hasenkind
Bin ganz deiner Meihnung,das Wild füttern eines jeden Jägers Pflicht in der Notzeit
07.01.2011 11:20 schneemann0

Ich habe vorhin per email/Seite der Jägerschaft Göttingen erfahren, daß die Notzeit aufgehoben wurde!

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