Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Jagderlebnisse

Wer die Jagd liebt, den liebt die Jagd (2 Einträge)

Ansitz an der "Pferdewiese" Sechser liegt Mein erster Sechser II
624 mal angesehen
01.10.2010, 13.39 Uhr

You live, you learn - Mein erster Sechser

In einem reinen Waldrevier jagt es sich schwer auf Rehwild. Gottseidank gab es ja noch die „Pferdewiese“ am Rande des Pirschbezirks. Dort war von meinem Jagdfreund vor Wochen ein starker Bock bestätigt worden. Also nichts wie hin. Der Mai war so frisch wie das Grün auf der Wiese und an den Bäumen.

Diesen Mittag sollte die Erkundung starten. Das Auto parkte ich nur ca. 100m entfernt vom Ansitz. Munter und unbeschwert ging ich an. Natürlich viel zu laut. Als ich aufbaumte sah ich den Bock noch abspringen. You live, you learn.

Wenigstens gab es mir Gelegenheit mir zu überlegen, was ich besser machen konnte. Ich baumte sofort wieder ab und umschlug die Wiese. Dort hinter der großen Eiche konnte man sich anstellen. Die Sicht war aber mäßig. Oder hinter dem Wildgatterzaun am Ende der Wiese. Dort hätte ich wenigstens eine Auflage. Oder warten bis der Wind besser steht und vorsichtiger angehen?

Es sollte sein. Der Wind drehte im Laufe des Tages und ich ging am späten Nachmittag nochmal an. Diesmal leise wie ein Luchs. Auch hatte ich diesmal das Glas schon umhängen und nicht im Rucksack. You live, you learn.
Für die letzten Meter zum Ansitz brauchte ich 10 Minuten. Immer wieder leuchtete ich die Wiese ab. Nichts. Dann baumte ich vorsichtig auf. Auf jeder Stufe hieß es wieder ableuchten. Weitere 10 Minuten vergingen. Da! Ich war auf der vorletzten Stufe, als ich im hinteren Teil auf 2 Uhr ein Gehörn aus dem hohen Gras aufragen sah. Der Bock hatte sich wieder in der Wiese niedergetan und sich durch meinen tollpatschigen Angang in der Mittagszeit offenbar nicht vergrämen lassen.

Vorsichtig wie ein Leguan stieg ich die letzte Sprosse hinauf und ließ mich langsam auf das Sitzbrett nieder. Zeitlupentempo. Jetzt bloß ruhig bleiben und keinen Fehler machen. Nun konnte ich den Bock in Ruhe ansprechen. Ein ordentlicher Sechser. Ab und zu sah ich die Lauscher wegen der vielen Fliegen zucken. Langsam wendete er sein Haupt mal links, mal rechts.
Ich legte das Glas weg, nahm die Büchse hoch und stellte das Okular scharf. Wenn du aufstehst habe ich dich, dachte ich. In einer Art Voranschlag hielt ich die Büchse und nahm mir einen in der Verlängerung des Bocks liegenden markanten Punkt als Hilfe für das schnelle Anschlagen. Doch es sollten endlos lange 20 Minuten vergehen, bevor es soweit war. Da! Er stand auf. Und stand scheibenbreit. Schon flog die Kugel. Im Knall blieb er liegen. Was ist das denn jetzt? Durch den Schuss hochgemacht steht nur wenige Meter neben dem erlegten Bock eine Ricke auf, die sich vorher im hohen Gras verborgen hatte. Seelenruhig fängt sie an zu äsen. Ich kann es kaum glauben. Da der Bock keine Anstalten macht noch mal hochzukommen baume ich ab. Jetzt wird es auch der Ricke zu viel und sie springt ab.

Nach ca. 80 Gängen liegt der Bock. Mein erster Sechser. Hier war lange nicht gejagt worden und er muss sich auf der „Pferdewiese“ sehr sicher gefühlt haben. You live, you learn.
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

01.10.2010 18:00 swinging_elvis
Waidmannsheil! Mittelalter Bock? Gruß, e.
01.10.2010 18:20 Remmi
Waidmannsheil zum Sechser!
01.10.2010 23:49 Hinnerk2005
swinging_elvis schrieb:
Waidmannsheil! Mittelalter Bock? Gruß, e.


Der Förster meinte der Bock sei mindestens 5 Jahre alt. So sahen auch die Zähne in etwa aus.
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang