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Meine ersten Tage

Die ersten jagdlichen Erfahrungen (1 Eintrag)

Überläufer Der Erste
815 mal angesehen
01.09.2010, 20.24 Uhr

Der Anfang

Es war Mitte Mai und die streßigen Tage der Prüfungsvorbereitung waren erfolgreich beendet. Und dann kam es wie von vielen anderen vor mir angekündigt. Das Loch nach der Prüfung. Was nun dachte ich mir, wie findest du jetzt in das jagdliche Leben. Durch eine Telefonnummer meines Schwagers konnte ich erste Kontakte zu einem Pächter knüpfen der sein Revier in meiner Heimatnähe hatte. Aber zu erst stand noch ein lästiger Krankenhaus Besuch an, eine Kniespiegelung mit Meniskusglättung.
Nach einigen Tagen auf Gehhilfen konnte ich recht schnell wieder gut laufen und ich kümmerte mich um meine weitere jagdliche Karriere.
Nach einem Telefonat mit dem Pächter machten wir ein Treffen aus und wir merkten schnell das man sich riechen konnte und miteinander klar kommt. Also Fuß gefasst war und es ging los. Voller Eifer gabs für mich nur noch eines, draußen sein. Teilweise mehrmals Täglich war ich unterwegs um nach dem rechten zu schauen und zu lernen. Aber leider schwebten auch dunkle Wolken über mir, die Kniespiegelung ergab das ich nochmal operiert werden müsse und ein neues Kreuzband bekäme. Der Termin stand fest und galt für mich als Punkt wo ich gerne meinen ersten Bock hätte. Der 14. Juli war ab sofort mein Fix Termin.
Mittlerweile war dei Fußball WM in vollen Zügen und ich war bis auf wenige Ausnahmen immer draußen. Auch wenn es nur ein Hase war ich sog alles auf und freute mich über jeden Anblick. Teilweise hatte ich sogar tagsüber die Chance, Rotwild im Weizen zu sehen. Bewaffnet mit Hund und guter Handykamera machte ich mich auf den Weg durch den Weizen um zur Stellle zu kommen wo ich die bastigen Geweihspitzen sah. Nach einigen Minuten und gefühlten 2l Schweiß meiner selbst bei 32 Grad war ich auf 30 Meter ran und machte atemberaubende Erfahrung mit meinem ersten Rotwild was gar nicht Scheu war und sehr vertraut davon zog.
Einige Tage später die Deutsche WM Hoffnung war vorbei und wir bestritten das Spiel um Platz 3 beschloß ich Abends trotz Fußball auf die Kanzel zu gehen, im Hinterkopf immer noch den OP Termin. Ich versuchte trotz mitte Juli erste Blattversuche auf meinen neu erstandenen Blatter und war guter Dinge, zumindest erhoffte ich mir den Anblick einer Ricke oder vielleicht der Rothirsche die nun täglich da waren. Und richtig die Kanzel mitten im Feld, war eigentlich immer Garant für Anblick. Nach einigen zarten PIAH kam eine Ricke zum Vorschein und brachte ihr Kitz bis auf fast 40 m an den Stand. Durch einen Schuß im Nachbarrevier sanken meine Chancen wieder in das unermessliche.
Doch dann plötzlich vernahm ich ein herzhaftes Schmatzen und ich traute meinen Augen nicht. Durch die ganze Beobachterei der Ricke hatte ich nicht mitbekommen das sich gegen den wind ein ETWAS angenähert hatte. Nach kurzen Ansprechen war mir klar, Junge dein erster Überläufer sitzt keine 30 m vor dir in den Triticalen. Leider konnte ich nur schlecht sehen und ein Schuß waren unmöglich. Doch dann plötzlich entschied sich der Wutz, ich setz mich erstmal auf die Fahrgasse und da konnte ich nicht anders. Der später versorgte Überläuferkeiler brachte 46 kg auf die Waage und war mein erstes Schalenwild.
Natürlich war ich überglücklich aber noch immer hatte ich keinen Bock, und der Termin rückte immer näher. Es war nun der letzte Abend, ich ging ca. 19,50 Uhr auf eine kleine Leiter an einer großen Wiese in Waldnähe. Ich war sehr überrascht was sich hier tat, ich zählte nicht weniger als 5 Stück Rehwid auf ca 8ha. Aber wie sollte es anders sein, nur Ricken ,Schmalrehe und Kitze. Es wurde später und auch dunkler und ich rechnete mir nur noch maximal 20 min aus. Ich probierte nochmal den Blatter aus und versuchte alles um evtl noch einen Bock zu sehen. und nach den ersten Lockversuchen knisterte es im Wald und wie von einer Tarantel gestochen stürmte ein junger Recke aufs Feld. Das frisch geschnittene und geschwadete Gras schmiss er wild mit seinem Gehörn in die Luft und suchte offenbar den Verursacher dieser Klänge. Ich sprach in an und erlegte meinen ersten auf ca 50 m.
Mein erster Bock, noch vor der OP. Ich war so aufgewühlt und freute mich über alles. Nach dem versorgen trank ich noch zu Hause eine schöne kühle Flasche Weizen und blickte nun voller zuversicht auf die nächsten Tage.

Waidmannsheil
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supermoti

supermoti

Alter: 38 Jahre,
aus Paderborn
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Kommentare

02.09.2010 12:57 Remmi
Waidmannsheil
das hat ja vor der OP doch noch ganz gut geklappt.
02.09.2010 14:40 supermoti
Waidmannsdank
Das beste kommt noch..Das KH rief einen Tag später an alles verschiebt sich
Deswegen sitze ich jetzt vorm rechner mit Bein in Schiene
03.09.2010 21:48 markusboettner
Waidmannsheil
Eine echt schöne Erfahrung, die ich nach (hoffentlich) bestandener Prüfung auch machen darf - ohne die OP natürlich - Ich wünsche Dir eine recht baldige Genesung und für die Zukunft allzeit Waidmannsheil!
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