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471 mal angesehen
05.08.2010, 10.50 Uhr

Die 3 Halbwüchsigen

An einem Samstag Abend beschlossen wir, uns mal an eine Kirrung zusetzen, Die Wilduhr zeigte regelmäßige Aktivität um 22 Uhr. Die Stelle ist so 50 x 20 m groß und befindet sich in einem kleinen Wäldchen. An der Stelle stand zwar eine freistehende Leiter, aber diese war etwas baufällig.
Wir beschlossen, uns dahinter auf Hocker zusetzen und befreiten die Stelle auch erstmal von trockenen Ästen, um so wenig wie möglich Geräusche zumachen. Auf das Leitergestell legten wir breitflächig unsere Jacken, so hatten wir auch einen guten Sichtschutz. Wie fast jedes Mal hatten wir auch hier eine kleine Flasche Pils mit . Das schlimmste bei diesem Ansitz, waren die Mücken, obwohl wir in Autan gebadet hatten, wollten sie nicht von uns lassen.
So cirka nach einer Stunde, meinte mein Jäger, das jetzt langsam mal was passieren müsste. Auf einmal hört wir von links ein knacksen............. noch eins und .............noch ein knacksen. Wir beide stellten uns schon mal hin und links aus dem Brenneselstrauch kamen ein Überläufer und noch einer und noch einer. Die Beiden ersten begannen sofort fleißig zuschmatzen und hatten nur Interesse an dem Futter. Der letztere muss der „Chef“ von der Bande sein, er hat als einziges den Rüssel in den Himmel gestreckt und die ganze Stelle ausgiebig inspiziert. Die beiden waren immer noch fleißig am schmatzen, als der „Chef“ wieder in den Brenneseln verschwindet und in unsere Richtung kam. Wir hofften nur, dass er nicht bis auf unsere Höhe kommt, da der Wind von rechts kommt.
Wir wussten schon gar nicht mehr wie wir ruhig bleiben können, da uns immer noch die Mücken massakrierten. Auf einmal hören wir ein kurzen grunzen vom „Chef“ und die beiden anderen verschwanden auch in den Brenneseln.
Die Zeit mussten wir nutzen um unsere angespannte Haltung zu lockern und die Mücken mal kurzzeitig zu vertreiben. Mein Freund nahm jetzt seine Büchse schon mal in Anschlag und benutzte die Sprossen der Leiter als Auflage. Es dauerte keine 5 Minuten und die 3 Halbwüchsigen waren wieder da. Jetzt schmatzen alle drei um die Wette, Vorher hatten wir noch ausgemacht, das er mir ein kurzes Zeichen gibt, wenn er abdrückt. Ich sollte ihm auch bei der Auswahl etwas unterstützen und flüsterte immer “…nihm das in der Mitte, das steht gut“ . Mein Puls stieg und ich hoffte, dass er endlich abdrückte. Minuten werden zur Ewigkeit, in solch einer Situation. Ich konnte buchstäblich meinen eigenen Puls hören. Ich sag nur Adrenalin pur.
Jetzt endlich drückte er ab (ohne ein Zeichen ) und ich spürte deutlich die Druckwelle. Ein kurzes blinzeln und ich sehe wie zwei nach links und eins gerade von uns weg läuft.
Jetzt mussten wir erstmal durchatmen und ich mir eine anstecken. Er hatte meine Tipps gar nicht mitbekommen, da er auch einen gewaltigen Pulsanstieg hatte und sich nur auf die drei konzentrierte. Ich sagte zu ihm, dass ich keinen Kugelschlag gehört habe und er bestätigte das. Grund kann sein, dass die Entfernung nur 35 Meter betrug und es auf dieser kurzen Distance vom Knall übertönt wird. Wir untersuchten die Anschussstelle und fanden keine Anzeichen für einen Treffer.
Wir gingen jetzt erstmal zum Auto um was zu trinken, nein kein Bier, nur Wasser. Auf dem Weg dahin hörten wir in ca. 3 Kilometer Entfernung einen Schuss und einen deutlichen Kugelschlag. Kurz drauf klingelte das Handy. Es war sein Onkel, der und mitteilte, dass er ein 15 Kg Frischling zur Strecke gebracht hat. Da wir jetzt ja eh Zeiten hatten, trafen wir uns am Kuhstall meines Jägers und holten den DKH. Wir tranken und quatschten noch etwas, bis wir uns wieder zur Anschussstelle aufmachten. Da angekommen, setzen wir 3x den Hund an, aber leider endete Spur immer wieder im nichts. Wie immer verschoben wir die Nachsuche auf Früh, wo wir dann leider feststellen mussten das wir das Ziel wohl verfehlt hatten, nach dem wir jede ecke des Waldes und Feldes durchsucht hatten.
Es war einer der spannendsten Ansitze, seit dem ich meinen Freund begleite.

Weiter Berichte werden folgen ……….
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estart

estart

Alter: 46 Jahre,
aus dem Wald

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Kommentare

05.08.2010 15:17 Hunter87
Auf 35 m an einen Überläufer vorbeizuschiessen ist schon höhere Kunst

Wmh
05.08.2010 15:39 estart
Hunter87 schrieb:
Auf 35 m an einen Überläufer vorbeizuschiessen ist schon höhere Kunst

Wmh

Klar du hättest es besser gemacht. Wenn dich gefühlte 1000 Mücken attakieren
06.08.2010 14:55 Biobauer
Hunter87 schrieb:
Auf 35 m an einen Überläufer vorbeizuschiessen ist schon höhere Kunst

Wmh



ach, das schaff ich auch , meine distanz fängt so bei 120 m an . dh , ich pirsch mich immer weg, wen mal was zu nah is
06.08.2010 15:43 JungJaeger93
estart schrieb:
Klar du hättest es besser gemacht. Wenn dich gefühlte 1000 Mücken attakieren


Ich hab neulich einen Bock angepirscht, irgendwann hatte ich, nicht nur gefühlt, bestimmt 500-1000 Mücken um mich herum da ich dummerweise durch so ein Mückenlager gekrochen bin. 10 Minuten später konnte ich dem Bock liegend ohne besondere Auflage und trotz unzähliger Mücken auf 90 Meter einen sauberen Blattschuss antragen.

Das zum Thema Mücken und 35m!
06.08.2010 20:05 murmelbaer
Das waren doch nicht die Mücken. Ihr solltet kein Pils oder ähnliches trinken beim Ansitz.
Im Ernst, es wird auf Distanzen unter 30 Meter mehr daneben geschossen als auf weitere Entfernung.
Wobei bei einem Überläufer auf 35 m schon ein besonderes Talent gehört.
Da hilft nur unter Anleitung üben.
09.08.2010 13:40 estart
klar bei euch hat noch keiner vorbei geschossen
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