Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Schweißarbeit

Einarbeitung des Jagdhundes auf Schweiß (6 Einträge)

220 mal angesehen
18.08.2007, 13.37 Uhr

Arbeit mit dem Stock

Die Schweißarbeit lebt ja gerade davon, dass es mal ganz wenig, mal garkeinen und ab und an ein wenig mehr Schweiß gibt. Von daher halte ich von einer, wie bei einer Schleppe, durchgezogenen Schweißfährte herzlich wenig. Außer beim Einarbeiten von Welpen, da nimmt man herkömmlich einfach Lunge und zieht diese, oder ein Netz mit Gescheide gefüllt.

Ich verwende bei der Schweißarbeit einen einfachen Stock, an dessen beiden Enden jeweils ein kleiner Tupfer auf gutem!! Schwamm angebracht ist. (Guter Schwamm ist deshalb wichtig, weil ein schlechter zu viel Schweiß abgibt. Ich hasse "Schweißfährten" die man mit dem bloßen Auge ohne Hund verfolgen kann. Das gibt es zwar auch ab und an bei Totsuchen, aber oft hat man ja fast garkeinen Schweiß!)Verliere ich einen Tupfer in den Dornen, kann ich noch den zweiten nehmen.
Beim jungen Hund tupfe ich bei jedem Schritt, je weiter die Ausbidung fortschreitet, desto weniger Schweiß gibt es- max. ein Achtel l auf 400 m, dann auf 1000 m .
Dann tupfe ich allenfalls jeden zweiten Doppelschritt, lasse mal 50 m garkeinen Schweiß, aber- immer mit Fährtenschuh!! Denn das Reh löst sich auch nicht für 50 m in Luft auf, die Bodenverwundung muss immer da sein- und zwar die richtige! Deshalb ist mir ein Fährtenschuh wichtig, bei welchem möglichst die Platte, auf der der Schuh steht, aus Metall ist, und dass möglichst kein Schuh oder nur ein kleiner Teil mit dem Boden in Berührungkommt. Denn auch der menschliche Schuh erzeugt Bodenverwundung und es ist nicht ganz klar, wie lange diese steht.

Der Stock hat den Vorteil, dass ich während der Fährte die Technik wechseln kann. Ich kann tupfen, tropen und spritzen. Genau wie das verwundete Stück: oft liegt der Schweiß ja nicht auf dem Boden, sondern wird seitlich abgestreift, findet sich also auf den Blättern der Büsche, an Bäumen, an den Brennesseln. Ist ein Blutgefäßt verletzt, sprüht der Scheiß.
Während der Fährte wechsele ich also die Technik und trage damit zugleich der Tatsache Rechung, dass die Prüfungen zum Teil getupft, getropft oder gesprüht werden.
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

madonna

madonna

Alter: 61 Jahre,
aus walldürn
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

19.08.2007 10:33 jannis
Diese Art wie beschrieben scheint mit Realistischer zu sein, als "nur" Schleppe ziehen.
19.08.2007 10:53 frings60
Außer bei der Arbeit mit Welpen zieht niemand zur Schweißarbeit Schleppen ! siehe auch "Futterschleppe"..............

Liebe Madonna ! Warum verwendest du überhaupt Schweiß wenn du eine Fährte mit Fährtenschuhen trittst ? Spannst du auch bei Regen, im Haus zusätzlich einen Regenschirm auf ?
19.08.2007 12:48 madonna
frings60 schrieb:

Außer bei der Arbeit mit Welpen zieht niemand zur Schweißarbeit Schleppen ! siehe auch "Futterschleppe"..............

Liebe Madonna ! Warum verwendest du überhaupt Schweiß wenn du eine Fährte mit Fährtenschuhen trittst ? Spannst du auch bei Regen, im Haus zusätzlich einen Regenschirm auf ?


Antwort: Am Anschuss etwas Schweiß, zwischendurch einmal für die Verweiserpunkte. Dann auch mal kurze Strecken getupft oder getropft oder gespritzt, weil leider die Verbandsschweißprüfungen fast alle noch ohne Fährtenschuh gelegt werden. Ich muss halt die gute Mitte zwischen Jagdpraxis und Prüfung finden für alle vertretenen Rassen meines Kurses. Gruß Madonna
19.08.2007 19:02 frings60
Rede den Leuten die VSwP aus, und die VFSP ( Verbandsfährtenschuhprüfung ) ein
19.08.2007 21:31 madonna
Das tue ich- ! Evtl. werde ich mit dem neuen Vorstand im nächsten Jahr beschließen, eine solche durchzuführen. Gruß Madonna
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang