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Schweißarbeit

Einarbeitung des Jagdhundes auf Schweiß (6 Einträge)

125 mal angesehen
18.08.2007, 13.35 Uhr

Schweiß

Grundsätzlich ist für mich die Schweißarbeit eine Gehorsamssache.
Nasenmässig haben unsere Hunde keine Schwierigkeiten, einen Viertel Liter Schweiß auf 1000 m oder gar 400 m wahrzunehmen.
Es geht zum einen darum, dass der Hund gehorsam genug ist, diese Arbeit, die er bald als Fake erkennt, in Zusammenarbeit mit uns zu machen.
Zum zweiten geht es darum, die Verleitungen zu ignorieren, bzw. sie anzuzeigen, aber nicht weiter zu verfolgen.

Nun gibt es Hunde, die eine Passion auf Schweiß haben, einen unbedingten Willen, die werden diese Fährte immer machen. Und es gibt die anderen, die einfach keine Passion hierfür haben, aus denen werde ich nie einen ordentlichen Hund auf Schweiß machen können.
Die allermeisten liegen in der Mitte. Bei konsequenter Ausbildung sind sie zu guten und sogar exzellenten Leistungen fähig, die einem Schweißhund kaum nachstehen.

Das heißt: früh übt sich, wer ein Meister werden will. Die ersten Schweißarbeiten beginnen im Welpenalter mit ca. 4 Monaten. Das ist aber von der Rasse und der persönlichen Entwicklung des Welpen abhängig.

Früher begann man mit der drei Stundenfährte, dann wurden es fünf, dann 7 Stunden und so weiter. Davon halte ich nichts. Da es um den Umgang mit Verleitungen geht, mache ich von Anfang an die Fährten auch für den Welpen über Nacht. Lieber kürzer, dafür Übernachtfährte.

Von Anfang an baue ich Verweiserpunkte in die Fährte ein: Knochensplitter, Stücke von der Decke, Leberfetzen, Lungenstücke. Verweist der Hund diese oder einen Tropfen Schweiß, so lege ich ihm etwas leckeres (Twix, Romeo..), was er sonst nicht bekommt auf das Verwiesene. Damit lernt der Hund, dass es sich lohnt zu verweisen und intensiviert dieses Verhalten.

Außerdem kombiniere ich den Schweiß mit dem Fährtenschuh und baue Abschnitte ein, in welchen nur der Fährtenschuh und die Bodenverwundung vorhanden ist und kein Schweiß.

Es wird immer der Schweiß, die Verweiserpunkte und das, was am Ende liegt- ein Haupt, ein Lauf, eine (nicht getrocknete!!) Decke vom gleichen Stück verwendet. Niemals Schweiß von verschiedenen Wildarten mischen und auch nicht von Stücken der gleichen Wildart. Selbst Welpen ignorieren zum Beispiel eine Rehdecke, die am Ende einer mit Sauschweiß gespritzen Fährte liegt.

Während der Fährte wechsele ich die Techniken. Ich arbeite nach wie vor mit dem Stock, nur, teilweise tupfe ich, teilweise spritze ich mit dem Stock, teilweise tropfe ich.
Erfahrungsgemäßt arbeitet der Hund die getupfte Fährte am besten, sie steht auch am besten. Aber die meisten Fährten werden heutzutage gespritzt und dann kann man ganz alt aussehen, wenn der Hund dies nicht kennt.

Schweißarbeit ist Gehorsamsarbeit. Das heißt: zur Vorbereitung gehört für mich die Arbeit am allgemeinen Gehorsam des Hundes, Sitz, Platz, Down, was intensiv zu üben und in der Übung zu halten ist.

Wichtig ist, die Schweißarbeit nicht zu übertreiben. Hat die Fährte absolut nicht geklappt, gibt es ein paar Tage später die nächste. Hat der Hund seine Sache gut gemacht, ist erst im nächsten Monat die Schweißarbeit wieder dran.
Mit zu viel des Guten kann man jeden Hund sauer machen.

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madonna

madonna

Alter: 61 Jahre,
aus walldürn
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