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Aikon´s Jagderlebnisse

Erlebnisse und Erfahrungen mit der Jagd. (25 Einträge)

Reh
784 mal angesehen
11.08.2007, 17.28 Uhr

Rehkitz

Sonntag 17.12.2006 Rehkitz
Am Samstagabend waren wir bei einem guten Freund geladen, der auch seine Jagdprüfung im Emsland bestanden hatte und daher einen ausgab. Ich wollte eigentlich am Sonntagmorgen raus um den Weihnachtsbraten zu schießen, doch als der Wecker klingelte, gab meine Überläuferbache zu verstehen, dass ich mal liegen bleiben sollte. Somit stiegen wir erst kurz vorm Mittag aus dem Kessel um noch rechtzeitig bei meinen Eltern zum Mittag zu sein. Mein Bruder (Profikoch) erzählte der Familie spöttisch, dass es zu Weihnachten doch kein Reh gibt, da ich nicht aus dem Bett komme. So ein Lump dachte ich und entschied nachmittags raus zu gehen. Um drei Uhr war ich unterwegs, nur ärgerlich das es aus allen Eimern zu gießen begann. Na super dachte ich, bei dem Wetter kommt auch das Rehwild nicht auf die Wiese und entschloss mich, meine Kastenfalle zu kontrollieren und sie fängisch zu stellen. Die Köder waren wieder mal alle angenommen worden, somit bin ich gespannt, was mir die Tage in die Falle geht. Auf dem Weg nach Hause hörte der Regen auf und Sonnenstrahlen lachten mich an. Sofort war die Entscheidung getroffen doch noch zum Rehansitz zu fahren.
Ich stehle mein Auto auf einem Feldweg ab und ging die 200 m zur fahrbaren Kanzel zu Fuß. Bis jetzt waren keine Rehe auf den Wiesen anwesend, so das ich mich beeilte auf die Kanzel zu kommen. Da es jetzt gänzlich aufhörte zu regnen und der Himmel klarer wurde, hoffte ich, dass die Rehe nach diesem verregneten Nachmittag austreten würden. Als ich 10m vor der Kanzel war, sah ich ein Reh auf einer Wiese abspringen das in meine Richtung lief, zwischen uns ein 4m breiter Fluss über dem, auf meiner Höhe, eine kleine Brücke führte. Es kam aber nicht auf meine Seite, so das ich schnell im Ansitzwagen Stellung bezog. Das einzelne Reh sprang immer wieder auf der Wiese, die im Nachbarrevier lag, hin und her. Ich hatte es schon abgeschrieben, da es die Brücke nicht überqueren wollte. Gut eine Stunde nachdem ich nun dort saß, lies sich nichts weiter blicken. Doch was war das, dachte ich mir als ich kurzzeitig das Reh im Nachbarrevier beobachtete? Da waren noch mehr, insgesamt 4 Stücke weibliches Rehwild, hundert Meter vor mir, in einem Nachbarrevier und nur ein Fluss der uns trennte. Ich schaute sie mir eine ganze Weile an und schlug immer wieder den Gedanken aus meinem Kopf, dass sie alle bestimmt noch über die Brücke kommen. Dann wurde es langsam dunkel und es fing wieder an zu regnen, jetzt hatte ich jegliche Hoffnung aufgegeben. Doch sie sogen sich nicht zurück in den Wald, nein sie gingen auf die kleine Brücke zu, die allein ein Bauer zur Überfahrt nutzte. Nachdem sie kurz vor dem Hindernis verhofften, kamen sie auf meine Seite. Endlich in unserm Revier angekommen, jetzt pochte mein Herz. Ich brauchte eine Ewigkeit um mich für das richtige Stück zu entscheiden. Es durfte auf keinen Fall ein Bock sein und natürlich auch nicht die Ricke. Sie wahren alle vier gleich groß und hatten für mich zuerst keinerlei Unterschiede. Ich guckte mir das schwächste Stück raus und entschied es nach mehrmaligen ansprechen zu erlegen. Die einsetzende Dämmerung machte mir druck und mein ausgesuchtes Stück kam einfach nicht in die richtige Schussposition. Erst stand es spitz zu mir, dann standen wieder alle im Sprung zusammen und dann als es beim nässen war sogen sich die anderen etwas vor und mein Stück stand absolut frei. Meine Büchse die schon mit meiner Hand verwachsen war, da ich sie mit dem Zielfernrohr in 12facher Vergrößerung beobachtet, ging ins Ziel. Der Leuchtpunk stand kurz hinterm Blatt, eingestochen hatte ich und … … bummm da brach der Schuss. Ich hatte nur eine kleine Rauchwolke gesehen. Sofort ging ich wieder auf das Ziele und sah wie das getroffene Stück am Boden lag, kein schlängeln, keine Bewegung, es war im Schuss zusammengebrochen und lag nun friedlich auf der feuchten Wiese. Die drei weiteren Rehe standen weiterhin an der Stelle und wussten nicht was passiert war, auch nach 10 Minuten sprangen sie nicht ab und ich hoffte nur, dass ich nicht die Ricke erlegt hatte. Es wurde immer dunkler, nach 15 Minuten baumte ich ab. Nun sprang auch der restliche Sprung Rehe ab und ich machte mich auf den Weg um das Stück zu bergen. Ich zähle 100 Schritt bis zum Anschuss und sog das Reh zum Auto, versorgte es wenig später beim Freund in der Wildkammer. Beim wiegen hatte es aufgebrochen 11 Kg und somit absolut sicher das es ein Kitz war. Genau richtig. Leider stand das Stück nicht ganz quer und der Pansen hatte einen Riss bekommen der aber nicht auslief. Ein wunderschöner Jagdtag, trotz regen. Ein Erlebnis für mich das ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde. Am 2 Weihnachtstag darf sich dann die ganze Familie drüber freuen.
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Aikon

Aikon

Alter: 40 Jahre,
aus Niedersachsen
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