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kammerjaegers Jagderlebnisse u...

Eindrücke und Meinungen (16 Einträge)

1500 mal angesehen
05.04.2010, 01.12 Uhr

Jagdjahr vorbei - ein Rückblick

Jahresstrecke: 2 Böcke, 3 Kitze, 1 Schmalreh, 2 Füchse, 2 Krähen, 1 Ratte. Das klingt sehr überschaubar für die vielen Stunden, die der Jagd gewidmet wurden.

Dafür waren viele neuen Eindrücke zu verzeichnen, ich habe meinen Hund zur Brauchbarkeit begleitet (das ist so gemeint, wie geschrieben), war auf etlichen Drückjagden unterwegs, guten wie schlechten. Neben der Jagd auf Rehwild hatte ich immer mal bei einem freundlichen Foristen die Gelegenheit auf Sauen anzusitzen, eine sehr spannende (wenn auch für mich bislang erfolglose) Jagdart. Langsam zeigt sich mir die Vielfalt der möglichen Jagdarten: Neben dem Feld- Wald- und Wiesenbambi gibt es noch zahlreiche andere Wildarten, die teils recht schwierig zu bejagen sind. Es bleibt spannend.

Speaking of: Der winterliche Fuchsansitz war über alle Maßen enttäuschend (massig Anblick, Null Strecke). Dies war ganz besonders meinem jagdlichen Ungeschick geschuldet aber ich lerne aus meine Fehlern. Was hilft der schönste Zwangswechsel, wenn er 400 m vom nächsten Hochsitz entfernt ist? Was hilft die schönste neu erworbene Bockbüchsflinte, die bei Minusgraden einfriert?

Als Sofortmaßnahme wurden alle nicht benötigten Waffen aus den Tresoren gezogen und verscherbelt:
- Revolver: nur Spielerei, braucht kein Mensch, weg damit!
- B-Tresor: auch unnötig, weil nichts mehr drin ist, raus!
- alter 98er in 8x57 IS: Schrott, weg damit, die 7x64 wird's genauso richten!
- BBF in 5,6x50R Mag.: Splittergranate hoch 10 und knallt nicht, wenn man abzieht (Zündmechanismus eingefroren) - sofort verkaufen!
- Kleinkaliber: unnötiger Schrott, jagdlich wertlos, raus damit!

Insgesamt stellte ich fest, daß sich in meinem Waffenschrank einiges an Okkasionen angesammelt hatte

Nach diesem reinigenden Gewitter wurden die freigewordenen oder bald freiwerdenden Mittel in eine schicke neue Fuchsjagdwaffe in .17 HMR mit richtig gutem Glas sublimiert. Erste Versuche bzgl. der Zerlegungsbereitschaft der Geschosse (ein großes Thema bei der siedlungsnahen Jagd und hohem Freizeitdruck - auch dies hat mir manchen Schuß verboten ) lassen Bestes erwarten. Die montierte Waffe soll dieser Tage hier eintreffen, dann wird man auch Aussagen zur Schußleistung machen können.

Für die nächste Saison werden einige Ansitzstellen umgelegt / neu geschaffen werden. Zudem wurde ein mobiler Hochsitz erworben, um im Sommer und Herbst flexibel an Wiesen und Stoppeln sitzen zu können. Wie ich dank Google Earth feststellen konnte, bejagen wir nämlich gut 1/3 der Revierfläche quasi gar nicht. Man wundert sich, wie sich die Verhältnisse aus der Luft darstellen können

In diesem Sinne bin ich bester Hoffnung auf ein neues spannendes Jagdjahr 2010/11.
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kammerjaeger

kammerjaeger

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Kommentare

05.04.2010 04:43 Michael1282
servus,

in sachen ausrüstung war ich schon immer der meinung: einmal was gescheites kaufen und gut ist. das geld schmerzt zwar anfangs aber irgendwann ist das auch vergessen

zum thema fuchsjagd: die resonanz aus den revieren im umkreis ist sehr ernüchternd. hat bei mir persönlich auch nicht richtig hingehauen, trotz verlaufener luderplätze und einigen ansitzstunden zu allen erdenklichen zeiten. aber wat solls; wie sagt mein jagdherr immer " das ist jagd!"

wünsche dir auf jedenfall im neuenjagdjahr viel waidmannsheil

gruß michel
09.04.2010 09:34 Perfan
Wie schön zu lesen, dass es bei anderen mal auch nicht so gelaufen ist. Auch bei mir war dieses Jagdjahr eher "mäßig" zumindest was das Schalenwild angeht. Bzgl. der Raubwildstrecke lief es ein bissl besser; liegt aber nur daran, dass ich im Spätsommer einiges an Jungfüchse für die Hundeausbildung erlegen konnte.

Und wenn ich mir meinen Waffenschrank so ansehe, so wartet der wohl auf reinigendes Gewitter ...

In diesem Sinne die besten Wünsche für ein erfolgreiches Jagdjahr 2010/2011
10.04.2010 21:35 RhoenerKauz
Bei mir war es ein gutes Jahr.
15 Rehe, 18 Enten, 3 Hasen, 1 Taube, 14 Wildschweine, 6 Füchse, 3 Dachse und 3 Kormorane.
Für den einen Bock (ich komm grad von der Tropähenschau) habe ich sogar unerwartet meine erste Medallie bekommen, und dann gleich Gold! War ein schönes und erfolgreiches Jahr. WMH
10.04.2010 22:08 kammerjaeger
RhoenerKauz schrieb:
15 Rehe, 18 Enten, 3 Hasen, 1 Taube, 14 Wildschweine, 6 Füchse, 3 Dachse und 3 Kormorane.


Na, das ist ja eine ordentliche und auch abwechslungsreiche Strecke! WMH
10.04.2010 23:04 RhoenerKauz
WMD! Ich bin auf dieses JJ gespannt
18.04.2010 15:46 R93Hunter
Klasse Beitrag!

Mich würden dann aber mal deine praktischen Erfahrungen mit der .17 interessieren (wenn du die gemacht hast). Ich kenne die nur vom Schießstand, bei leichtem Regen kommt nichts mehr auf der Scheibe an.
18.04.2010 20:14 kammerjaeger
R93Hunter schrieb:
Klasse Beitrag!

Mich würden dann aber mal deine praktischen Erfahrungen mit der .17 interessieren (wenn du die gemacht hast). Ich kenne die nur vom Schießstand, bei leichtem Regen kommt nichts mehr auf der Scheibe an.


Danke - die Frage wird dann sein, ob ich bekennender Sonntags- und Schönwetterjäger mit meinem Handschmeichler mit dem geölten Luxusholzschaft bei leichtem Regen überhaupt im Revier ankomme

Naja, inzwischen haben wir schon drei Ansitzeinrichtungen mit Dach. Als Schlechtwetterwaffe habe ich übrigens immer noch die .222 aus Brünn - häßlich, funktioniert immer, schießt gut, darf auch mal naß werden.
22.04.2010 07:39 ben_fuchstoeter
Mit der .17 wird sich mit gutem Glas sicherlich auch was an der Krähenstrecke ändern, da man damit diese bestialisch schlauen Viehcher doch überraschen kann (ätsch - geht doch weiter als du gedacht hast...). Ausserdem ist das das Zerlegen des Geschosses sicher ein Vorteil. Selbst hab ne gute .222 von Heym, sehr präzise und auch bei Regen zu gebrauchen. Naja, mich würden auch deine Erfahrungen mit dem schnellen Luder interessieren, schreibs bei Gelegenheit
20.06.2010 17:24 kammerjaeger
R93Hunter schrieb:
Klasse Beitrag!

Mich würden dann aber mal deine praktischen Erfahrungen mit der .17 interessieren (wenn du die gemacht hast). Ich kenne die nur vom Schießstand, bei leichtem Regen kommt nichts mehr auf der Scheibe an.


Habe inzwischen an die 100 Schuß verballert. Fazit: Es muß ziemlich windstill sein und darf nicht regnen. Dann kriegt man locker 15 Schuß auf eine Streichholzschachtel. Das Kaliber ist halt ein Spezialist.

Großes PLUS: Der Knall ist schon nach ein paar 100 m nicht mehr zu hören. Kollege saß ca. 300 m entfernt an, hörte von zwei Probeschüssen gar nichts.

Die Krähen sind ja bald frei, die nächste Mahd kommt, sobald wir drei Tage schönes Wetter haben, dann werde ich mich zum Praxiseinsatz äußern können
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