Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Redaktioneller Jagdblog

(27 Einträge)

Wachtel1 Matti6
693 mal angesehen
27.01.2010, 18.27 Uhr

Jagen mit Hunden - Stöbern – Teil 1

Das „Stöbern“ ist die Arbeit des Hundes vor dem Schuß. Er soll Wild suchen und – wenn er es gefunden hat – laut auf der Fährte oder Spur jagen und vor die Gewehre der „draußen" wartenden Jäger bringen, damit es, wenn es in die Freigabe passt, erlegt werden kann.

Die weiträumigen Bewegungsjagden sind in den letzten Jahren zunehmend zu der Jagdform schlechthin geworden, mit der man einen erheblichen Teil der Abschussvorgaben bei den Schalenwildarten (vor allem beim weiblichen Wild) in sehr kurzer Zeit tätigen zu können glaubt.

Für diese weiträumigen Bewegungsjagden bedarf es einer bestimmten Flächengröße, „klein-klein“ bringt bei dieser Jagdart wenig oder gar nichts. Bei unseren (aus Gründen der Verbesserung der Einnahmen der Verpächter) immer kleiner werdenden Reviere ist es da sinnvoll und beinahe zwingend, dass sich mehrere Reviere zu so einer jagdlichen Unternehmung zusammen schließen. Die Mindestgröße hängt besonders von den vorzugsweise zu bejagenden Wildarten ab. Kann eine Bewegungsjagd auf Rehe schon bei einer Fläche von vielleicht 200 Hektar mit entsprechend vielen Einständen darin sehr erfolgversprechend und „ergiebig“ sein, so sollten es, wenn es um die Sauen oder das Rotwild geht, mindestens 500 bis über 1000 Hektar zu bejagende Waldfläche sein. Und diese Flächen werden auch nicht „abgestellt“, sondern bekannte Wechsel und Fernwechsel besetzt.

Bei der Zielwildart Rehwild ist es wichtig, dass die Stände im Dunkeln liegen, also in Baum- oder Althölzern und niemals auf engen Schneisen oder Wegetrassen, weil diese vom Rehwild garantiert in voller Flucht überquert werden. Da Rehwild eigentlich nur und ausschließlich verhoffend und niemals flüchtig beschossen werden darf – schon aus Gründen des sauberen Ansprechens und des gut platzierten Schusses – muß der Jäger da stehen, wo das Reh langsam anwechselt und hin und wieder verhofft. Und das tut es nur im deckungsreichen Baum- oder Altholz und nicht auf der breiten Schneise oder dem Holzabfuhrweg.

Der Zeitrahmen für eine Bewegungsjagd sollte aus zwei wichtigen Gründen drei bis äußerstenfalls vier Stunden nicht überschreiten:
Zum ersten lässt – je nach Witterung – nach drei Stunden die Aufmerksamkeit auch des passioniertesten Jägers so allmählich nach und zum zweiten sind nach dieser Zeit auch die Hunde müde gejagt.

Persönliche Erfahrungen belegen zudem, dass sowohl die Zahl der Wildbeobachtungen als auch der Wilderlegungen nach zwei Stunden Jagddauer deutlich abnehmen. Mehr als dreiviertel der Zahl des erlegten Wildes fällt in die ersten zwei Stunden einer solchen weiträumigen Bewegungsjagd.

Quelle: BLV Jagdpraxis - "Jagen mit Hunden" von Bernd Krewer,
S. 19 - 21

www.dlv-shop.de

Foto's: Wachtelhund
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

28.01.2010 07:37 wachtelschachtel
Schön geschrieben-viel Information. Hau in die Tasten für Teil 2-247.
28.01.2010 22:51 brockenhexe
Kurz, knapp und trotzdem viel Aussage Klasse
29.01.2010 02:08 ssquat
Kurz und knackig - und fachlich korrekt. Man wünscht sich, dass sich so mancher Jagdherr vor allem die Tipps zu den Zeitvorgaben und zum Aufstellen der Stände zu Herzen nimmt.
01.02.2010 14:15 falco
Sehr gut geschrieben allerdings verhoffen die Rehe auch auf Wegen, wenn die Auswahl der Hunde stimmt
02.02.2010 13:29 Spisser
falco schrieb:
Sehr gut geschrieben allerdings verhoffen die Rehe auch auf Wegen, wenn die Auswahl der Hunde stimmt

??? Nimmst wohl laufkranke Dackel???
Aus der Dickuung fliegen alle, wenn sie kapieren heute ist Jagd, das weitere Verhalten wird vom Hund und der Erfahrung bei solchen Jagden bestimmt!
Warum ich aber ein ziehendes (!) Reh nicht beschießen soll, ist mir unklar!
Spisser
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang