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murmelbaers Jagdblog

(9 Einträge)

363 mal angesehen
08.01.2010, 21.34 Uhr

Drückjagd die letzte

Wie im Kitz mit Student - Blog schon angerissen, war heute für dieses Jagdjahr die letzte Drückjagd mit meiner Anwesendheit. Es war die genau 14.
Es fing ja schon gut an heut morgen. Der angesagte Schneefall hat sich bewahrheitet, dafür war es mit Minus 4 ° Grad aber nimmer so kalt.
So waren wir erstmal ein bischen spät dran aber doch nicht die letzten am Sammelplatz.
Die Ansprache das übliche, der Abmarsch der Gruppen schon ein Chaos. Nicht jeder Winterreifen taugt auch für den Schnee und Jurahügel in Kombination.
Aber gut Ding will Weile haben und so dauerte es nicht mehr lange bis wir (mein Jagdfreund G. and me) unsere Stände zugeteilt bekamen.
G. den Stand einhundert und irgendwas mitten im läuterungswürdigen (dringend) Fichtenstangenholz und ich mit einem geheimnisvollem "da ist mir letztens eine große Sau gekommen, ich war zu langsam" ,die Nummer 19.
Auf einer schmalen Rückegasse mit einer Buchenjugend im Rücken und dasselbe in Fichte auf der anderen Seite stand der DJ-Bock. Jetzt war mir das klar mit dem "zu langsam". Drei Meter breit war das Schußfeld . Weder das Anwechseln des Wildes beobachten, noch das Weiterverfolgen mit Blicken war da möglich.
Na gut, was soll's, es soll ja keine schlechten Drückjagdstände geben .
Kaum war ich eingerichtet (Schnee abgeräumt vom Stand, Rucksack verstaut, Gewehrriemen abgeklipst, geladen), hörte man schon giftigen Hundelaut.
Das Gekeife ging in meine Richtung. Und schon knackste und krachte es rechts von mir. Im Anschlag mit dem Geräusch mitgefahren, dunkler Körper, Sau mittelgroß, bumm.
Repetiert und schon war die nächste Sau, ein bischen größer aber auch ein bischen langsamer, auf der Schneise, bumm.
Öha, das ging aber schnell.
Nur, wie hab ich getroffen, wo werden die liegen?
Noch nicht ausgedacht die Frage, hör ich es deutlich schlegeln knapp hinter mir und noch ein paar Meter weiter ein kurzes Blasen und ebenfalls schlegeln. Auch der Geruch nach Suppengewürz stieg mir heftig in die Nase.
Okay, die zwei liegen.
Nach einer wirklich kurzen Verschnaufpause und nachladen der Waffe schon wieder Hundegekeife und schon rauschte eine Rotte von etwa 10 Sauen über die Rückegasse.
Die Bache wäre gegangen, aber der Rest überfiel mein Schußfeld im Paket.
Keine fünf Minuten später, wuselte ein knapp dem Schlafanzugalter entwachsener Frischling über die Schneise und konnte von mir überredet werden, dazubleiben (eine 7x64 ist aber schon ein überzeugendes Argument).
Auch beim 15 Minuten später ankommenden Frischling der selben Altersstufe versuchte ich mein Argument. Er quittierte es auch deutlich, flüchtete aber in die Buchenjugend.
Der kurz darauf folgende Terrier muß ihn wohl wieder hochgemacht haben (Wundbett bei der Nachsuche gefunden) und er flüchtete zurück nach dort wo er hergekommen war. In dieser Dickung haben ihn dann drei Hunde (ein Terrier, ein Langhaar, ein ???) versucht zu fangen.
Der arme Kerl hat auf seiner Flucht sämtliche Gedärme verloren (immer wieder fanden wir beim Nachsuchen Darmstücke) und er hat es trotzdem geschafft, sich nicht fangen zu lassen. Auch die Nachsuche mit einer recht guten HS-Hündin blieb erfolglos.
So hat meine Freude über den Jagderfolg doch einen derben Dämpfer gekriegt. Ich denke aber, auch solche (Jagd)Erlebnisse muß man wegstecken können oder man muß mit dem Jagen aufhören.

MB

PS:
Für die "Statistiker", auf 14 Drückjagden habe ich erlegt 13 Rehe und 4 Sauen. Es gibt schlechtere Verhältnisse .
Mein Jagdfreund G. hat die heutige Strecke mit einem Frischling aufstocken können.
Ach ja, die Strecke, 25 Sauen und 12 Rehe bei etwa 60 Schützen. Ein gutes Ergebnis finde ich.
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murmelbaer

murmelbaer

Alter: 70 Jahre,
aus unterm Arber
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Kommentare

08.01.2010 22:18 platzi
Weidmannsheil
zum Erlebten.
Auch der "nicht so gute" Schuss ist es wert erzählt zu werden. Viele würden ihn nciht erwähnen....

Nochmal Weidmannsheil

Ich selbst habe noch keine Drückjagd mitgemacht und kann mir kaum vorstellen auf flüchtiges Wild einen Schuss lsozubringen.
Ich dneke aber auch das kann gelernt werden.
Im Lserschiesskino gehts, aber das ist wohl mit der Realität kaum zu vergleichen...

Servus

Diehter
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