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Gruppe Club der Jagdromantiker

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A6 über A9 nach E4

die letzte Freiheit (1 Eintrag)

Karhun maa Uni Polku
430 mal angesehen
18.11.2009, 12.38 Uhr

Die letzte Ausfahrt ... Bären Gasse

A6 auf A9 nach E4

Es deucht,
es war doch erst,
als ich da lenkte
ein Vehikel
Tunturille. ("in Richtung zum Berg Tunturi hin")

Abermals ward gedrungen,
der fernen Rotte Ruf,
nach nordisch
brauchbarem Gerät.

Gewappnet sein,
das gilt's!
Im Land
von Eis und Schnee.

So ward ich denn behände,
intensiv zu Gange,
auf dass ich fände,
des Schwagers
vierrädrig' Gegange,
Einerlei,
welches
Gelände.

So wirsch
die Pirsch,
doch am Ende,
des jagdlich Seines,
Skt. Hubertus
automobilant
mir ward gewogen,
und den Richt'gen
mir wies.

Allroad war auf der Lichtung,
obschon die Bauart,
noch ein wenig Unmut brachte!
War'n doch
frührene Modelle
notorisch schwer,
an motorisch' Herzen
krank.

BAU war die aktuelle Serie,
Welch derlei Sorgen,
sollt fürder enbehren;
die Laufzeit noch in Maßen,
der Preis ok,
so ließ ich's denn gewähren.

Und wurd's,
am Ende,
auf dass sich alles
zum Guten Wende
signum-normativ
und
zollbeständig
sein
A6.

Doch Horch!
Der steht im verkehrten Reviere!
Was wenig angenehm
und kein Plesiere!
Hieß es doch wieder:
Oblag es mir!
Zu folgen erst
A9 bis hinauf zur E4!

Dem Projekt zu förderst ward zuteil,
dass des Ahdin's Steuerschläucherl (Ahdin=Turbolader)
- wohl doch zu arg nach Fisch gerochen -
Marten's Leckerbissen waren geworden.

So hieß es acht zu geben
auf den kleinen Räuber!
"Wart nur" dacht ich,
"wenn ich wieder komm,
so werd ich mich Deines und Deiner Kammeraden Balg bedienen ..."

Alles war bereitet.
Wie eine Jagd geplant,
nichts dem Zufall überlassen,
soweit nicht stets,
der Zufall droht.

Strengen Marsches,
hohes Tempo
ging's denn los,
grad'Wie
auf Schienen.

In bayrischen Gefielden,
noch recht gängig,
wurd's nordwärts,
immer lahmer.

Elendes Beschränken!
Erst in den Köpfen!
Dann auf den Straßen!
Irgendwann dann ...
alles mag erstarren!

Weil uns're Leader meinen,
das Leben erst
wäre sicher,
wenn alle ihrer Freiheit
ledig,
sich fügen,
artgerecht.

So zog ich achtsam
jener,
in jedem Lande anders,
berockten,
amtlich' Fotografen,
wachend
der erlaubten Freiheit Übertretung,
einsam
des Nachtens
meine Bahn.

Des Pfades Ende nahend Ende naht!
willkommen seuftzt das Kreutz!
Frohlockend jubelt der Steiß!

Zu schälen sich
aus Recaros Schmiege,
auf dass man sich,
entbiege.

Zu lösen
einem Jagdschein gleich,
nüchtern heut,
und ohne Glanz.
Die Billietts gelöhnt
und den Karren
auf des Fährmann's Deck
gekarrt.

Noch am Abend,
allerlei Kirrung
einst so opullent und zünftig,
doch heutzutag nur unhold dargeboten,
warb da
um Hände Wechselnd' Geld.

Das Budget doch straff,
die Augen müde,
so ging die Zeit auf See,
bis das nächste Kapitel
ward zu schreiben.

Frostig
war der Empfang!
Schwarzes Eis und allerlei Rauh ,,,
Winter eben,
wie er ist!

Hakapelli 7 sollten's werden.
Und wurden's auch.

Und wieder war ich auf Achse,
diesmal die E4,
einfach nur Nordwärts.

Und die Navi?
Schon lange aufgegeben,
jenen Feldweg,
irgendwo im Forst
zu finden.

"Zu diesem Fahrziel können keine Fahrempfehlungen gegeben werden .,.."

Noch zornig grimmt der Schwager,
um der Sprache willen,
das dumme Ding
kein finnisch kann,
und er es ihr nicht lernen kann.
Obschon er bei Mägdelein ,,,
nein!
Das laß ich jetzt mal sein...

Nun deucht Ihm der teure Deal
doch reichlich mager ausgefallen.

Fern Station bezogen,
dies und das besorgt,
die Wildnis
ist erbarmungslos!
Der Forst
undurchdringlich
dicht!

Das war ja grad die Erfahrung!
dass hier zwingend ist,
ein Vehikel allen
Terrains gewachsen.

Denn spaßig ist es durchaus nur mäßig,
im tiefsten Tann,
einsam und verlohren,
aufgesessen auf der Wanne,
kein hin, noch her,
nur Verzweiflung in die Stirn gegraben
bei tiefem Frost
und flockig dichtem Treiben
die kleine Nichte
vor Kälte todesängstlich zitternd
im Kindersitz ...

So konnt ich des Schwagers Streben,
zu trutzen

der Natur,

so wunderschön,
und doch
so unerbittlich,

schon verstehn.

Vor mir
der Weg.
Oft nur
ahnbar
und schwer
befahrbahr.

Willig zog
der Diesel,
g'rad'wegs brav,
seine Spur.

Noch in Erinn'rung
die Tage,
als einst aus Spaß -
war es nicht aus 'ner Wette geboren ?
Einer vom Schanzentische
die Schanze quattro-radial erklomm ??

Tief verscheint
und eng,
und enger
wurd' der Pfad
durchs Holz.

Bergan,
bergab,
kreuz,
die quer.

Die Navi nun völlig mehr daneben,
zeigt nur wald ...

Schließlich nichts.
Erahnbar nur,
des Pfades
Spur.

Selbst Reinecke
eine gute Stund'
zuvor
zog es
vor,
den selben Pfad,
zu wählen.

Zu dicht das Gehölz,
darin die Kraft,
unnütuz zu vergäuden.

Hier heißt es:
Vorsicht aller Orten!
Für jede Kratur!

Die Natur ist der "Feind" des Lebens und des Lebens Pfrund gleichermaßen.
Kein Fehler bleibt hier ohne Folgen!

Sicher trägt A6 uns beide -
zwischenzeitlich hohen Beinig',
gleichsam auf Elchens Läufen -
uns wohlbealten
an des Zieles Hütte,

und stimmt den Schwager milde ...

Still gelegen an einem Fjord.
Niemand weit und breit.

Nur Stille!

Ein Butspecht schaut noch gard vorbei,
was die zwei Vermummten
hier nur wollen ...?

Sich wärmen!
An des Kamines wohlig wärmed Feuer-Schein!
Tärkeä, das heißt: Wichtig!
dass Kaffee von innen

wärme!

Und ein kleines Mahl gehalten,
ein kleiner Rundgang
offenbart,
selbst der Grill umfriedet,
sorgsam,
nie was draußen bleibt!

Denn quer,
dort jenseits
über'm Fjord,
gut 200 Schritt' weit,
dort lebt
Meister Petz.

Ob des frühen Frostes,
er sich schon,
hat der Kälte
ein schlafend Schnippchen schlagend
nach Bären'Art,
zur winterlichen
Ruh gebettet.

Doch auch ihn,
die Zivisilation hat
erhascht!
In Freiheit
der Bursch
gefangen!!!

Um den Hals
ein Senderband!
Zu lernen
wohin des Wegs,
des Zottelbruders
Schritte führen.

Wortlos,
ergriffen!
Natur,
pur!
Und doch
um des gebrochnen
Bärens' Willen
eine Trän' im Aug',

sitzen wir,
schweigend,
eine Tasse Kaffe
genießend ...

unser' Freiheit Odem ...

Ich denke : Ja .. es war die Reise wert

"suora karhun napureile" ,,,
(=geradewegs zum Bärennachbarn)

A6 über A9 nach E4 ,,,

Und zurück?
Ja schon, aber das ist eine andere Geschichte.

Waidmannsheil
C by BassusBavarii
Im Falle der Wiedergabe irgendwo anders, mittels was auch immer, durch wen auch immer bedarf meiner Freigabe. Daher bitte Anfrage per PN mit Angabe zur Identität nebst Adresse
offline

Geschrieben von

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Kommentare

18.11.2009 13:40 Keiler
servus BB

etwas lang und ungewohnt in Verse verpackt, aber warum nicht. Ist halt Forum = Vielfalt!
Waidmannsheil zum Bericht!
Die E4 habe ich auch immer als Teilstück zu befahren!
Hast auch was auf die Decke gelegt?

Grüße Keiler

PS. da ich die Gegend kenne und so deine Gedanken nachvollziehen kann und für deine Mühe - natürlich 5* von mir!
Bei deiner nächsten Fahrt - nicht eine hohe Reisegeschwindigkeit ist das Ziel, sondern ankommen und die Fahrt schon als Erlebnis genießen.
18.11.2009 14:26 BassusBavarii
Waidmannsdank Keiler!
& danke für die "Noten"

Verse: extra deswegen bei den Jagdromantikern

Lang .. ne, ned wirklich, viel kürzer als der Weg

Also wie soll ich nun das mit auf die Decke legen verstehen *zwinker ...

Jagdlich streube ich mich, in die Hirviseara zu gehen, man ist da schnell Spielball verschiedenster Interessen, wenn man nicht vor Ort ist. Da hat man dann plötzlich Sachen gesagt, von denen man gar nicht weiß, dass es sie gibt ...

Zur Fahrt. .. Ich bin das z.B. '78 genau in der Schneekatastrophe gefahren ... Danke für Obst und Südfrüchte ....

Ich habe da Erlebnisse für zwei Leben auf der Strecke ...

Gruß BassusBavarii
18.11.2009 14:35 Schwaenchen
hallo BB

schöne feine sache
für einpaar tage paradiesnähe schnuppern
und jetzt lange davon genießen.
den film immerwieder abspielen, im kopf

liebe grüße
schwänchen
19.11.2009 22:45 Reiter
Lieber BassusBavarii,

einfach genial!!!
So kann auch ich mal an der Jagd teilhaben.
Vielen Dank für das schöne Gedicht!

Dickes Bussi, Reiter
20.11.2009 08:08 BassusBavarii
Guten Morgen Reiter,
gern geschehen, doch ist es weniger eine Jagd im jagdlichen Sinne, als dass sowas eben die Natur zeigt, von allen, eben auch von den Seiten, die richtig gefährlich sind, aber leider viel zu sehr verdrängt werden. Es hat schon seinen tiefe psychische Ursache weshalb da oben so dermaßen gebechert wird. Wenn es kaum hell wird, da kann man schon gemütskrank werden. Sibelius' Symphonie Finlandia zeigt auch diese Last, der Schönheit. Man braucht einen verdamt langen Atem. Quasi wie beim Lesen meines Geschreibsels.
Jedes Jahr sterben in dem Landstrich durchschnittlich ein knappes Dutzend Menschen. Weil sie in der Natur irgend einen kleinen Fehler machen. Es ist wie im Gebirge bei den Gamsen, wenn sie auch sichere Kletterer sind, hin und wieder ausgeglitten und das war das Ende. Die Menschen haben vollständig verdrängt, dass Natur eben nicht "schön" sonder stets lebensgefährlich ist. Wir empfinden manches als paradiesisch, nur weil wir keine Gefahr wittern, alles friedlich scheint. Aber die Natur kennt weder Freund noch Feind, nur "se fittest will söawaif"
Das wollte ich zum Ausdruck bringen.
Waidmannsheil & Hals und Beinbruch
BassusBavarii
Ps. für alle die, die meinten, ich schrübe (Konj. III) das Englische oben "falsch" nene, ist lautschriftlich mit "teutschen" Lettern zu lesen
20.11.2009 17:45 justus
Moin Bassus,
meine PN zu deinem blog hast du ja schon erhalten und auch darauf geantwortet.
Bis denne!

Justus
21.11.2009 18:31 Wisent
Servus Bassus,
jetzt habe ich es endlich lesen können. Kommt meiner Denk- und Sichtweise sehr entgegen und gefällt mir außerordentlich. Mag ein anderer davon halten, was er will, ich find's einfach gut !
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