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Sauschwartes Jagd

(6 Einträge)

Ostsee
528 mal angesehen
04.11.2009, 13.41 Uhr

Herbstjagd - die Fortsetzung

Nachdem der Keiler nun versorgt war, wollten wir nach einer kurzen Mittagspause wieder raus, um nach dem Rehwild zu sehen. Es war ein herrlicher Herbsttag, sonnig und mild. Der angekündigte Sturm ließ glücklicherweise auf sich warten. Die ersten Rehe standen in Sprüngen auf den Feldern - ein Jagdtag, wie er nicht schöner sein konnte.
Wenn nur nicht die Passion der Müdigkeit gewichen wäre. Ich wollte eigentlich nur noch schön sitzen und entschied mich für einen Platz, der mir einst im Sommer meinen besten Bock beschert hatte. Ein enger Sitz in einer Hecke, mit Blick auf eine Wiese, an deren Längsseite, im Süden und Norden, zwei kleine Teiche liegen. Zwischen den Rohrkanten kann man auf die Reviergrenze sehen, gute 150m entfernt. Ein Platz an dem ich schon Schwarzstörche, Kraniche und Weihen beobachten konnte. In diesem Feldrevier mein Lieblingsplatz. Um Beute zu machen in dieser Jahreszeit, gibt es allerdings andere Feldsitze, die Erfolg versprechender sind.
Viel zu warm angezogen für einen Fußmarsch mache ich mich also auf der Feldseite der Hecke auf den Weg zum Sitz, baume durchgeschwitzt auf und genieße den späten Nachmittag. Die Feldseite kann ich von hier aus nur wenig einsehen, meistens fällt mein Blick auf die kurz gemähte Wiese. Meine Gedanken schweifen... Im Sommer musste ich hier mal abbaumen, weil die Bauern zwei Stunden vor Sonnenuntergang anfingen Heu zu machen. Der späte Wechsel zu einem anderen Sitz brachte mir damals dann Nachbars guten Bock. Der Nachbar hatte auch gerade angesessen und konnte die Freude mit mir teilen. Aber das ist eine andere Geschichte, heute hatte ich mit solchen Unterbrechungen nicht zu rechnen.
Die Zeit vergeht, die Sonne steht schon tief, die Passion ist auch wieder da, und ich entdecke ein weibliches Reh in 250m Entfernung hinter mir auf dem Feld. Ruhig äst es an der gegenüberliegenden Hecke. Ich muss mich verdrehen, um es mit dem Fernglas zu beobachten und leuchte zwischen den Blättern nun auch regelmäßig den Stoppelacker ab. In noch größerer Entfernung tauchen zwei weitere Rehe auf und ziehen schließlich von mir weg. Auch das weibliche Stück verschwindet schließlich in der Hecke.
Und dann, etwas hält meinen Blick auf der Wiese fest und es durchzuckt mich wie immer, wenn ich eine Bewegung in Schussentfernung wahrnehme. Ein Fuchs schnürt zwischen den Teichen direkt auf mich zu, verhofft in meinem Wind und stellt sich breit. Längst habe ich ihn im Glas meines Bergstutzens - da setzt er sich wie ein Hund, und ich lasse den Finger gerade. Noch lange lässt er sich mit dem Fernglas beobachten, bis er schließlich doch Wind von mir bekommt und die Flucht ergreift.
Der Tag neigt sich nun dem Ende zu, das Licht schwindet langsam und ich kontrolliere ein letztes Mal unter Verrenkungen die Feldseite: Ein schwaches weibliches Reh zieht auf meine Hecke zu und verschwindet aus meinem Blickwinkel. Kommt es durch die Hecke, müsste es auf der Wiese vor mir auftauchen, zieht es längs der Hecke auf der Feldseite, sehe ich es nie wieder, oder es kommt direkt unter meinem Sitz. Für diesen Fall wären ungefähr zwei Meter Schießschneise in der Hecke vorhanden.
Ich sichere nach allen Seiten, dann ein Schatten hinter den Blättern. Während ich die Waffe herum nehme, verhofft das Schmalreh in der Schussschneise. Im achtfachen Glas sehe ich nur das Blatt und lasse fliegen. Es folgt eine tiefe Flucht, die, durch den tiefen Blattschuss, ca. 150m entfernt auf dem Stoppelacker in der Dunkelheit endet.
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Sauschwarte

Sauschwarte

Alter: 54 Jahre,
aus Hannover
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