Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Jagdliches und allgemeines aus...

Jagd Vorsteher Elche Hunde Spüren (6 Einträge)

318 mal angesehen
09.10.2009, 15.34 Uhr

Beinahe habe ich den Elch geschossen!

Am Mittwoch bin ich unterwegs mit dem Jämthund Viking auf Elchenjagd gewesen. Der Hund hat wunderbar gesucht! Er hat nur 2-3 Suchrunden von etwa 10 Minuten getan um sich zu versicheren, dass ich mitkomme und danach hat er einem Elchspur von der vorigen Nacht gefolgt. Ich konnte ihn auf dem Hunde-Radar(?) sehen und dem Gelände nach wusste ich dass er einen Elch verfolgte. Er ist 2-3 Km gelaufen und ist immer weiter gegangen. Dann hat Viking wahrscheinlich "gedacht" dass es nutzlos war und ist zurückgekommen. Danach ist er die ganze Zeit wenigstens 400-500 Meter weit von mir gelaufen, hat nur kurz KOntakt mit mir genommen.Eine halbe Stunde später hat er einen Elch gerochen, weil er plötzlich schnell gelaufen ist, weg von mir. Eine kurze Weile später konnte ich ihn stillstehend bellen gehört - er hat also einen Elch gefunden!

Der Elch ist ziemlich hoch auf einem Berg gewesen, in der MItte von kleinen Birken. Da hat er wahrscheinlich sein Nachmittagsfressen angefangen. Sehr schön hat Viking sich ihn genähert, vorsichtige Bellen am anfang, als wollte er dem Elch fragen: "Ist es okej dass ich auf dich belle?" Dann hat der Elch nicht Angst bekommen und ist schön stehengeblieben.

Als ich merkte, dass das Bellen sich nicht bewegt sondern auf dem Pfundplatz belibt, habe ich angefangen mich das Bellen zu nähern. Man muss sehr vorsichtig sein, weil der Elch natürlich die ganze Zeit auf alle Läute in der Umgebung zuhört. Ich habe die Schritte in derselben Tempo als das Bellen gemacht und habe mich die ganze Zeit näherer und näherer mich bewegen können. Bald bin ich etwa 100 m von dem Hund. Der Hund hat bei dieser Zeit schon eine gute Stunde gebellt, ganz schön für den Junghund! Ich konnte bis zum 70 m von ihm kommen, wollte schon den Elch schiessen aber die kleinen Birken haben so dicht gestanden dass es unmöglich zu sehen war, was das braune Tier war - eine Kuh oder ein Stier! Wenn eine Elch-Kuh wagt man ja nicht zu schiessen ehe man weisst, das sie alleine, ohne Kalb ist! Plötzlich hat der Viking mich bemerkt und ist zu mir gekommen! Mist, jetzt wird der Elch verschwinden! Ich haben den Hund kurz gestreichelt und zurückgesandt, ohne Worte. Und er ist brav zurückgelaufen aber der Elch ist leise weggegangen. Viking hat ihm verfolgt und hat bald nochmals zu bellen angefangen.

Aber dann passiert es! Einige Rentiere sind plötzlich aufgetauch, ehe ich gesehen habe was alles passiert ist. Die Tiere sind natürlich nach dem Elch und dem Hund gerannt, das passiert oft wenn sie auf Hundebellen stossen! Ich bin zuerst verdummt geworden, weil ich nur die Hunde- und Rentierspuren aber keine Elchspuren gesehen habe... Aber als ich genauer auf die Spuren geguckt habe, merkte ich dass der Elch wirklich da gelaufen ist.

Viking ist 2 km weiter hinter dem Elch gelaufen, aber der wollte nicht stehenbleiben, obwohl der Hund ab und zu mit kurzen Bellen zu halten versucht hat. Wahrscheinlich hat der Elch also mein Geruch bemerkt.

Obwohl ich diesmal den Elch nicht schiessen konnte, bin ich zufrieden: Der Hund arbeitet sehr gut, läuft weit von mir auf Suche, verfolgt dem Elch sehr gut. Auch das Kontakt-Nehmen ist gut weil er in einer Prüfung auf eigenes Initiativ Kontakt nehmen soll, aber erst nach vielleicht 1,5 - 2 Stunden. Viking hat also 0,5 - 1 Stunde zu früh Kontakt genommen. Es kommt!

A propos, in der Östliche Rentierpflege-Region hat man alle Bären in der Quata für dieses Jahr jetzt geschossen. In der westliche Region kann man immer noch einige schiessen. Auch haben wir jetzt sehr viele Wölfe aus Russland bekommen. Sie haben in kurzer Zeit 100 Rentiere gerissen und gefressen. Man (die Rentierbesitzer) hat für 10 Tage ein Erlaubnis zum Wolf-Schiessen gehabt. Binnen dieser Zeit haben sie nur 5 Wölfe schiessen können.

Eine Freundin von mir besitzt einige Rentiere mit ihrem Vater und sie sagt dass es traurig ist, weil die Wölfe ihre liebe Rentiere auffressen. Das ist natürlich eine Ökonomische Frage aber auch geht es um ihre liebe Haustiere, welche zwar im Wald ihr Futter im Frühling, Sommer und Herbst suchen. Im Winter stehen sie in einem Zaun in der NÄhe von ihrem Haus.

Leider muss ich ab und zu auch arbeiten und die Jagd bleibt also bis ich das nächste mal Zeit dafür habe. Das bedeutet dass ich am Dienstag wieder im Wald mit dem Hund laufen kann. Dann hoffe ich das der Schnee (diese Woche 10-20 cm) sich nicht viel vermehrt hat! Mit etwas Schnee sieht man ja die Elchspuren besser, aber mit viel Schnee ist es schwer sich zu bewegen. Auch läuft das Auto nicht so gut im tiefen Schnee

Das nächste Mal erzähle ich von "Bäverjagd".... mit "Pfeilbogen"
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

maire17kuusamo

maire17kuusamo

Alter: 66 Jahre,
aus Kuusamo

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

10.10.2009 00:14 Aland
Ein toller und spannender Bericht
Schöne Arbeit von dem jungen Hund und ein schönes Erlebnis für euch beide
10.10.2009 14:57 kammerjaeger
Toller Bericht - von Euren Jagdmöglichkeiten können wir hier nur träumen!

Grüße in den Norden!
10.10.2009 19:45 swinging_elvis
Wirklich eine tolle Erzählung. Man kann sehr gut nachfühlen, wie alles passiert! Es ist einer meiner Träume, mir auch einmal so einen Elch zu erarbeiten!!!
Dein Hund scheint ein gutes Verständnis für das Jagen und einen guten Bezug zum Führer zu haben. Das macht Freude. 10-20cm Schnee? Wow, aber auch hier im 'Süden' ist es schon nachts um Null Grad. Kommendes Wochenende geht es bei mir los... Dir alls Gute, elvis
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang