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Eifeler Erlebnisse

Meine ersten Jagderlebnisse (3 Einträge)

1. Bock
434 mal angesehen
29.09.2009, 12.47 Uhr

Sommerbock

Endlich saß ich wieder im Revier. Viel zu lange bin ich schon nicht mehr in der Eifel gewesen, was hauptsächlich daran liegt, dass ich zurzeit noch auf Onkel und Opa als Chauffeur angewiesen bin.

Ich saß in einem Schirm in einem wunderschönen Biotop im Tal, versteckt unter den herabhängenden Zweigen eines kleinen Baumes. Noch schien die Sonne, ich genoss den wolkenlosen Himmel und atmete tief die Luft des klaren Sommerabends ein. Direkt neben mir schloss sich ein Weizenfeld an, unterhalb graste eine Schafherde, die zwar etwas Abwechslung bot, durch die sich aber mein Schussfeld deutlich verkleinerte.
Ein Mitjäger hat an dieser Stelle ein Wochenende zuvor einen schlecht entwickelten mehrjährigen Bock bestätigt, der hier seinen sicheren Einstand hatte, und da ich schon seit über einem Jahr vergeblich auf meinen ersten Bock wartete, erhoffte ich mir doch wenigstens von diesem Ansitz endlich den ersehnten Erfolg. Nicht zuletzt wegen der gerade auslaufenden Blattzeit, beobachtete ich zuversichtlich die mich umgebenden Hecken.

Nach einer halben Stunde ereignislosen Ansitzens überkamen mich wie so oft wieder die üblichen Gedanken, „klappt es heute wieder nicht? Was mache ich den falsch? Bin ich denn so ein schlechter Jäger?“.
Doch als wollte die Natur mir eine Antwort geben, hörte ich ein deutliches Rascheln in der Hecke vor mir. Eine Viertelstunde weiter, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, konnte ich mit einem mal eine braune Decke vor mir ausmachen, die im nächsten Moment schon wieder verschwand. Nur einen Augenblick später kamen Bock und Schmalreh aus der Hecke gestürzt, um nach wenigen Sekunden aufs neue zu verschwinden. Zum Ansprechen war die Zeit zu kurz gewesen, aber ich konnte meine Anspannung deutlich spüren. Das Rascheln vor mir wollte nicht mehr aufhören und nach wenigen Minuten hetzten beide Stücke nochmals auf die Fläche und – ich konnte meinen Augen kaum trauen – kamen genau auf mich zu! Erst 5 Meter vor mir bemerkten sie den ungewöhnlichen Gast und kehrten auf der Stelle um, den Weg Richtung Schafherde einschlagend. Erst jetzt konnte ich den Bock dank der auffällig gewundenen Stange als den mir angewiesenen ansprechen.
Also so schnell und doch so unauffällig wie möglich die Waffe hoch und auf den Schirm aufgelegt, passende Sitzposition gesucht und, als hätte er meine stillen Rufe gehört, verhoffte der Bock, kurz bevor die im Hintergrund äsenden Schafe einen Schuss verhinderten.
Eine Sekunde später war die Kugel auf dem Weg und der Bock lag im Knall.

Mit einem Mal fiel die Anspannung von mir ab und ich wunderte mich, wie ruhig ich im Moment der Schussabgabe trotz allem gewesen bin. Ich genoss die Ruhe um mich herum und wartete noch 10 Minuten bis ich überglücklich meinen Opa anrief, der mir beim Versorgen helfen sollte und ohne den ich ohnehin nicht zum Jagdhaus gekommen wäre.
Danach ging ich langsam zu meiner Beute, setzte mich ins Gras und genoss nochmal die letzten Augenblicke alleine.

Als ich in die leuchtenden Augen meines Opas sah, fiel es mir nicht schwer festzustellen, wer von uns beiden glücklicher über diesen Abschuss war.
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Kommentare

29.09.2009 16:08 Eisvogel
WMH und gut erzählt.
29.09.2009 19:14 Bender
Waidmannsheil zu deinem ersten Bock !

Auf das noch weitere Folgen !!

Gruss Bender
30.09.2009 09:10 WiednerDerSteirer
WH zum ersten Bock und das mit 17
finde Du hast zu den Dingen eine sehr gute Einstellung... nur weiter so !

der Steirer
30.09.2009 12:08 platzi
Weidmannsheil auch von mir zum Ersten!


Diether
30.09.2009 15:50 BayernFlo
Ebenfalls ein kräftiges Waidmannsheil von mir! Der erste Bock war schon wirklich was besonderes!
VG,
Flo
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