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Sauenjagd

(5 Einträge)

Überläuferbache 16.08.2009 Kirrung im Eichholz Überläuferbache ... der Einschuss
608 mal angesehen
01.09.2009, 16.18 Uhr

Ansitz and der Kirrung im EIchholz - 16.08.2009

Hallo...

nachdem ich ja am 09.08.09 diesen "Doppelschlag" erreichen konnte ... hatte ich ein paar Tage Pause eingelegt um am 16.08.2009 erneut los zu ziehen.

In den zwischenliegenden Tagen hatte ich die Kirrung genau im Auge und bemerkte, dass die Kirrung von den Sauen angenommen war...

Also gings abends mit Opa wieder los...
Wir bestiegen wie üblich gegen 19.30 den kleinen Sitz an der herrvorragend gelegenden Kirrung ... Der Wind kam nicht gerade gut ... der eigentliche NW-Wind drehte im Laufe des Abends zunehmend auf West bzw. Südwest... und drückte rechts an der Kirrung vorbei ins Schilf ...

Trotzdem versuchten wir optimistisch zu bleiben ... wir wollten nämlich auch mal nach den Böcken Ausschau halten...

Doch Rehwild zeigte sich nicht viel und auf Schussentfernung schon gar nicht ... es war wiedermal ziemlich ruhig bis 21 uhr als leises Rascheln meinen Atem stockte ...

Komisch war nur, dass das Knacken hinter uns war ... und da ist eine zugewachsenen Koppel, an der ich mein Auto immer zu stehen habe... Jedenfalls konnte ich einen Fuchs sehen, der sehr leichtsinnig auf Mäusejagd war...

Aber als ich mit meiner Waffe in Anschlag ging ... schnürte er wieder ins hohe Gras und ich konnte ihm nicht mehr folgen ...

Dann wurde es langsam dunkler und der Wind machte es einem recht schwer ... erstmal die schlechte Windrichtung ... und zweitens nahm die Stärke des Windes zu... und so war es kaum möglich anwechselnde Sauen zu hören ... Jedefallls schweifte mein Blick immer wieder über Kirrung und die Wiese, die sich rechts von mir erstreckte ...

Und dann auf einmal ... als ich ohne Fernglas nach rechts schaute erspähte ich im Dämmerlicht einen schwarzen Fleck der gerade aus dem Schilf auf die Wiese gewechselt war und nun ca. 120m rechts von mir an der Wiesenkante stand ...
Ich nahm das Fernglas hoch und sprach das Schwein als ein stärkeres Stück an ...

Sein Ziel war klar ... er wolllte die Wiesenkante in meine Richtung entlang wechseln und die Kirrung annehmen ...

Doch bereits im Fernglas erkannte ich das der Schwarze unruhig war...
er stand spitz von hinten und zog Wind ... der genau von uns in seine Richtng kam ...
Sofort schnappte ich mir die Waffe, stieg vom Stuhl und kniete mich hin um in Anschlag zu gehen
(ihr müsst wissen der Sitz auf dem ich sitze besteht nur aus einem Fußboden ... und hat lediglich nach vorne in Richtung Kirrung eine halbhohe Wand die als Auflage dient)...

Ich kniete mich also hin ging in Anschlag, entsicherte ...

Dann betätigte ich den Stecher und suchte mir das Schwein im Zielfernrohr ... Dieser hatte sich mittlerweile gedreht und stand spitz von vorne ... er hatte das Haupt hoch und zog mit höchster Sorgfältigkeit Wind ...

Mir war klar, dass der Schwarze längst Wind hatte und kurz vorm Reinwechseln war ...

Aus dieser Tatsache heraus ließ ich mich zu einem riskanten Schuss hinleiten...

Ich wollte ihm die Kugel am Haupt vorbei schräg von vorne hinsetzen und hoffte auf sofortiges Verenden...
Dann ging der Punkt rauf und die Kugel war draußen ... als ich dann die Waffe absetzte war das Schwein weg ...

Es lag nicht ... und ich war über mich selber wütend ... auf 120m kniend spitz von vorne zu schießen ... und Risiken wie Gebrechschuss, Laufschuss ... und was nicht alles ...leichtsinnig in Kauf zu nehmen..

trotzdem hatten die dinge ihren lauf genommen... und ich machte mich langsam zum Anschuss ... doch da war kein Schweiß zu finden ... dann suchte ich im halhohen Schilf und hoffte innerlich schon das ich wenigstens vorbeigeschossen habe ... aber dann nach 5 Metern fand ich 3 Tropfen Schweiß ...

Ich zückte mein Handy rief meinen Vater an ... der mir bei der Nachsuche helfen sollte ... dann knackte es während diesen Gespräches etwa 10 - 20 m vor mir und ich war bedient ... paar tropfen schweiß ...(keine Knochensplitter zum Glück) aber trotzdem war der Schwarze nicht verendet ....

mein Vater kam und dann begann die Nachsuche ...

erst wenig Schweiß ... dann gar kein Schweiß ...

dann schlugen wir einen größeren Kreis und konnten dann endlich 20m vom ersten Schweiß unter den Wieden wieder Schweiß fniden ...
von da an verlor der Schwarze immer mehr Schweiß und lag dann 10 m weiter verendet ... es war eine Überläuferbache 39 kg

...ich war dann aber auf den Schuss gespannt ... der Einschuss war genau auf Blatt und ging dan schräg durch den Wildkörper ... die Kugel ging dann durch die Hinterkeule und der Ausschuss war minimal aber nur kurz neben dem Weidloch...

also hatte ich letztlich doch noch massig Glück gehabt und ich bin froh das es nochmal gut ausgegangen ist ... auf jedenfall habe ich draus gelernt ...

soweit Wmh bis dann
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Kommentare

02.09.2009 07:27 anser
Weidmanns Heil zum glücklichen Ausgang...!

Aber nur aus deiner Schilderung heraus: da sind drei Dinge, die ich nicht machen würde. Ein stärkeres Stück steht an der Schilfkante und ist bereits sichtlich beunruhigt, du hattest keine Zeit, lange zu beobachten... - da hätte ich noch nicht geschossen. Bei mir kriecht ne Bache mit sehr kleinen Fröschen durch die Gegend...

Das Stück steht spitz direkt am Schilf und ist 120 Meter entfernt, da bliebe mein Finger gerade...

Nach dem Schuss suchst du den Anschuss, findest nicht viel und suchst in der Nacht im Schilf nach, obwohl du beim Telefonat Geräusche im Schilf gehört hast, die du einer kranken Sau zugesperochen hast...?

Aber vielleicht bin ich da auch zu vorsichtig. Letztlich alles gutgegangen, also nochmals und ehrlich mein Weidmanns Heil von Rügen!!!

anser



02.09.2009 11:21 Schwarzkittel
Danke ...

ja da habe ich echt Glück im Unglück gehabt und ehrlich gesagt kann ich mit guten nicht begründen ... warum ich so gehandelt habe ....

warum hab ich auf das einzelne stück geschossen ... vllt war bei mir im hinterkopf dass ich auf der Kirrung ein einzelnes Schwein (was ich nicht erwähnt hatte) gefährtet hatte ... aber nach dem Schuss dachte ich genau wie du ... es hätte eine führende Bache sein können ...

zum zweiten punkt kann ich nicht viel sagen ... im nachhinein kam es mir so vor als wenn das ganze fast automatisch ablief ... ich redete mir die sache schön und dann war der finger auch schon krumm ...

und zum letzten punkt möchte ich sagen ... das eine nachsuche ... ca. 1 stunde nach dem schuss ... trotz aller zwischenfälle ... für mich die einzige möglichkeit war den schwarzen noch zu finden bevor er verhitzen konnte ...


alles in allem ... habe ich wohl einige falsche entscheidungen getroffen ... die letztlich ein gutes Ende fanden....

auf jedenfalll habe ich daraus gelernt
03.09.2009 08:08 Waldkauzzz
anser schrieb:
Weidmanns Heil zum glücklichen Ausgang...!



Aber nur aus deiner Schilderung heraus: da sind drei Dinge, die ich nicht machen würde. Ein stärkeres Stück steht an der Schilfkante und ist bereits sichtlich beunruhigt, du hattest keine Zeit, lange zu beobachten... - da hätte ich noch nicht geschossen. Bei mir kriecht ne Bache mit sehr kleinen Fröschen durch die Gegend...



Das Stück steht spitz direkt am Schilf und ist 120 Meter entfernt, da bliebe mein Finger gerade...



Nach dem Schuss suchst du den Anschuss, findest nicht viel und suchst in der Nacht im Schilf nach, obwohl du beim Telefonat Geräusche im Schilf gehört hast, die du einer kranken Sau zugesperochen hast...?



Aber vielleicht bin ich da auch zu vorsichtig. Letztlich alles gutgegangen, also nochmals und ehrlich mein Weidmanns Heil von Rügen!!!



anser









ich gebe dir in allen Punkten 100 % recht....bei jungen Jägern muss man da als mal die eigene Erfahrung einbringen...was ich noch sagen wollte aus der gefährteten einzelnen Sau darauf zu schliessen, dass das das Stück ist , ist "grottefalsch"...na ja er hat was dazugelernt
03.09.2009 08:22 anser
Schwarzkittel schrieb:
Danke ...



ja da habe ich echt Glück im Unglück gehabt und ehrlich gesagt kann ich mit guten nicht begründen ... warum ich so gehandelt habe ....



warum hab ich auf das einzelne stück geschossen ... vllt war bei mir im hinterkopf dass ich auf der Kirrung ein einzelnes Schwein (was ich nicht erwähnt hatte) gefährtet hatte ... aber nach dem Schuss dachte ich genau wie du ... es hätte eine führende Bache sein können ...



zum zweiten punkt kann ich nicht viel sagen ... im nachhinein kam es mir so vor als wenn das ganze fast automatisch ablief ... ich redete mir die sache schön und dann war der finger auch schon krumm ...



und zum letzten punkt möchte ich sagen ... das eine nachsuche ... ca. 1 stunde nach dem schuss ... trotz aller zwischenfälle ... für mich die einzige möglichkeit war den schwarzen noch zu finden bevor er verhitzen konnte ...





alles in allem ... habe ich wohl einige falsche entscheidungen getroffen ... die letztlich ein gutes Ende fanden....



auf jedenfalll habe ich daraus gelernt


Und das ist das Entscheidende Denn eines ist ja auch klar: Niemand geht fehlerlos durchs (Jäger-)Leben, auch ich musste viel lernen, teils aus Fehlern, die ich selbst gemacht habe, teils aus Fehlern anderer. Und auch heute kann ich niemals für mich ausschließen, nicht doch einen Fehler zu machen. Aber wir bemühen uns ja...

Gruß
anser
03.09.2009 08:28 Waldkauzzz
anser schrieb:
Und das ist das Entscheidende Denn eines ist ja auch klar: Niemand geht fehlerlos durchs (Jäger-)Leben, auch ich musste viel lernen, teils aus Fehlern, die ich selbst gemacht habe, teils aus Fehlern anderer. Und auch heute kann ich niemals für mich ausschließen, nicht doch einen Fehler zu machen. Aber wir bemühen uns ja...



Gruß

anser

genauso trifft das auch auf mich zu
Gruß
03.09.2009 13:54 swinging_elvis
Auch von mir ein Waidmannsheil. Manche würden es vielleicht als mutig bezeichnen, dass Du hier so etwas schreibst.
Ich halte es aber für eine Art, die Sache zu verarbeiten und sich noch einmal vor Augen zu führen. Unterm Strich hast Du bemerkt, dass Du Fehler gemacht hast und redest sie Dir nicht selber schön. Ich glaube, so ähnliche Situationen, vor allem mit Sauen, haben schon viele Jäger erlebt. Ansprechen ist bei Sauen bei oft schlechtem Licht schwer, man sollte es aber üben und dann lieber mal den Finger grad lassen... Woher soll die Erfahrung kommen, wenn es immer gleich knallt.
Alles in allem eine feine Geschichte. Bleib am Ball, Achtung vor der Kreatur und Waidmannsheil auf die nächste Sau, Jungjäger elvis
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