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Die Wasserschwein Jagd

Nasse Nachsuche (1 Eintrag)

475 mal angesehen
05.08.2009, 00.16 Uhr

Nasse Nachsuche

Sooo, ich möchte auch noch eine kleine Geschichte die mir selbst passiert ist zum Besten geben


Also,
es war vor 3 Jahren,
ich hatte noch keinen Jagdschein, kannte das Gebiet aber schon von Früher da ich oft als Treiber durch meinen Vater der in der Oberförsterei Revierförster ist mitgekommen bin. Somit musste ich auch das mit einer für unsere Gegend großen Strecke von über 30 Stücken zu rechnen war.
Dementsprechend gut gelaunt ging die Jagd auch los mit reichlich Strecke schon im ersten Treiben.
Als wir uns am Mittag zum Schüsseltreiben trafen um uns auf das zweite Treiben vorzubereiten wurde mein Vater wegen einer Nachsuche herbeigerufen. Da der Schütze ein bezahlender Gast war und das zweite Treiben miterleben wollte macht sich mein Vater und ich mit unserer DD Hündin Kimmi alleine zur Nachsuche auf.
Der Schütze hatte aus einer Überläuferrotte 3 Stücken beschossen und zwei davon lagen nach kürzer flucht. Der Anschuss machte uns auf Grund der vorher gestreckten Stücken etwas Schwierigkeiten.
Nach kurzen suchen fanden wir die Stelle jedoch und begannen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dar Nachsuche.
Am Anschuss war viel Schweiß und lies auch nach den ersten beiden Kilometern nicht nach. Dann kam das erste Wundbett und wir waren guter Hoffnung den Überläufer bald zukriegen.
Weiter ging es einen Frisch Durchforsteten Lärchenbestand runter auf einen Breiten Sandweg wo sich die Schweißverte mit einer anderen Kreuzte. Wie der Zufall will Treffen wir auch gleich den Anderen Hundeführer mit seine DL und ein Mitlehrling von mir der ebenfalls zum Helfen das Nachsuche Gespan begleitet.
Wären sie sich schon sicher waren, das ihr Wildschwein einen hohen Laufschuss hatte wussten wir nur das es ein sehr starke Fleischwunde haben musste und schon viel Schweis verloren hatte.
Weiter ging es durch eine Kieferndickung, der Schweiß ließ nicht nach und dann ging es natürlich genau in eine große Sanddorngestrüpp wo wir erst mal stoppten da man bald nur noch auf alle vieren durch das Sanddorngestrüp kriechen konnte. Wir entschlossen uns den Hund zu schnallen da das Stück mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sich in dieser Dickung ins Wundbett gelegt haben musste. Da selbst für mich als unerfahren Begleiter klar war das die mittlerweile über 4km langen Strecke die immer noch stark mit Schweiß sichtbar war ja irgendwann zuende sind musste.
Als der Hund das Stück dann endlich in dem Sanddorn gestellt hatte und er Anfing es zu verbellen begannen wir durch einen der Zahlreichen Schweinetunnel zu kriechen. Mein Vater vorne weg mit seinen Repetierer in der Hand und ich direkt hinter ihn mit einen dicken Stock bewaffnet nur die Möglichkeit nach vorne oder hinten auszuweichen oder alle 10 m einen der sich Kreuzenden Tunnel zu nehmen. Doch als das Schwein uns kommen hört geht es wieder flüchtig ab nun nur noch langsamer und die Hinterkeulen mehr hinter sich herziehend auf den Vorderläufen gestützt da es anscheinet die Hinterkare nicht mehr hochbekommt.
Wir also weiter durch den immer dichter werdenden Stacheldschungel mit zerzausten Haar und zerkratzen Gesicht, den mit den Schwein hörbar kämpfenden Hunde der immer wieder laut gibt immer weiter hinterher.
Dann auf einmal Endet der Sanddorn und es ging eine steilen sandigen Hang hinunter der in einen Tagebausee auslief. Dieser war jedoch zum wiederholten Mal per Sprengung nachgedichtet worden, wodurch nun der sich am Rande schon Gebildete Schilfgürtet etwa 10m weit in den ansonsten flachen See hineingerutscht war.
Der starke männliche Überläufer war in der Zwischenzeit direkt ins Wasser gerannt, der Hund oben drauf. Wir hinterher, den Hang mehr herunter geschlittert wie gelaufen.
Das Schwein schon Mitten im Schilf der Hund soweit erkennbar oben drauf sich inzwischen mehr abstützen wie überhaupt kämpfend.
Mein Vater nun mir die Waffen in die Hand gedrückt und sich bereits krampfhaft versuchen die Lederhose auszuziehen da das Schwein im Schilf verschwunden war.
Der Hund kam mittlerweile jaulend zurück und blieb dann vollkommen erschöpft am Ufer stehend. Das Schwein im Schilfgürtel verschwunden. Nun, meine Vater endlich in Schlüpfer stehend mit der Waffe in der Hand im Wasser.
Nun der Hund wieder rein, der Überläufer versuchte in der Zeit seitlich hintern Schielfgürtel vorbei ans Ufer zu kommen. Doch mehr wie das Schilf sah man nicht wackeln.
Der Hund nun wieder Im Schilf verschwunden und mein Vater bis zum Bauchnabel im ca. 3°C kalten Wasser stehend. Ich am Ufer mit Stock in der Hand nicht wissen ob ich mir Sorgen machen soll oder Lachen. Der Hund Kämpft nun weiter im Wasser hinter den Schilfgürtel, Er knurrend das Schwein blassend und schnaubend.
Nun kam der Hund wegen erneuter vollkommener Erschöpfung zurück.
Mein Vater nun wieder am Ufer sich anziehend der Hund daneben sich Schüttelt. Das Schwein jetzt wahrscheinlich hinter dem Schilfgürtel immer noch schwimmen da nichts mehr wackelte. Der See so ca.500m im Durchmesser groß.
Mein Vater sich wieder anziehend und den zuständigen Revierförster anrufend "wir brauchen ein Boot", ich am Ufer nach rechts entlanglaufend und Ausschau halten.
Und da sehe ich wie Das Schwein ein gutes Stück weiter von mir ans Ufer schwimmt und vollkommen erschöpft an diesen liegen bleibt.
Ich nun nach meinen Vater rufend, doch dieser kämpft grade seinen eigenen Kampf mit der Hose und war mittlerweile 150m weit entfernt.
Nun rief er zurück "Ich solle es mit den Messer abfangen".
Ich also mit Stock und Messer bewaffnet zu dem Schwein hingerannt. Dieses nun jedoch wieder ins Wasser auf dem Weg zum Schilf. Ich nun im vollen Adrenalin den Schwein hinterher und im Wasser mit dem Stock von hinten auf dem Kopf bis dieser zerbracht. Nun setzt dieses für mich im Bauchhohen Wasser nun zum Gegenangriff an und ich muss nun beiden Stöcker zum abwärren verwenden. Als es sich nun erneut zur Flucht umwand schreit mein Vater der nun am Ufer zu mir gelaufen kam ich soll das Schwein an den Hinterläufen packen und umdrehen, was ich dann auch getan habe. Der Hund nun mittlerweile im Wasser neben mir und ein Zweiter kommen auch auf einmal ins Wasser gesprungen. Ebenfalls dazu kommt mein Mitlehrling von der anderen Nachsuche. Ich das Schwein nun Unterwasser haltend und der Andere mir helfend bis es sich nicht mehr bewegt und ans Ufer ziehend die Hunde hinter uns her. Dort wartete bereits mein Vater mit dem zur Hilfe gekommenen Revierförster der uns statt dem Boot zur Hilfe geschickt worden war.
Da der Streckenplatz sich auf der anderen Seite des Sees befindet zogen wir den nun eiligst versorgten Überläufer nun Gemeinsam direkt zum Streckenplatz. Dort angekommen begannen wir uns sofort am Feuer zu wärmen und wurden reichlich mit Schnaps versorgt.
Auf Grund der schlechten Wettervorhersage hatten wir zum Glück alle Ersatz Sachen mit.
Das andere Treiben war in der Zwischenzeit schon vorbei und so gab es reichlich Stoff zum Erzählen und einen tollen Abend mit Würstchen und Bier zum Ausklingen.
Der Überläufer wog übrigens aufgebrochen starke 65 kg und hatte eine Schuss durch beide Hinterkeulen.
Wir erinnern uns immer wieder gerne an diese Jagd die mit 42 Stücken einen neuen Revierrekord ergeben hat was vor allem der reichen Schwarzwildstrecke zugute kam.

mfg Waldlaeufer89.
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Schlagwörter

kuriositäten, nachsuche

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Kommentare

05.08.2009 09:05 Waldlaeuferin
jo Rechtschreibung stimmt Geschichte ist gut . WMH
05.08.2009 09:43 Waldy
oh , Gott so ein Aufwand für ein einziges Schwein, zum Glück gibt es bei mir in Revier keinen See , aber dieses Erlebnis prägt fürs Leben.
05.08.2009 10:28 Dirk71
Klasse Geschichte!
05.08.2009 13:37 Waldlaeufer89
Vielen, vielen danke für die guten Kommentare.
Freut mich das euch die Geschichte gefallen hat und sich so der Aufwand für mich gelohnt hat
05.08.2009 18:27 Hirschmann
Mann! Du solltest die Sau abfangen, nicht ersäufen!

Weidmannsheil für die Story, auch wenn ich bei einigen Details so an deren Glaubhaftigkeit zweifele.

Gruß
HM
07.08.2009 12:18 Waldlaeufer89
Hirschmann schrieb:
Mann! Du solltest die Sau abfangen, nicht ersäufen!

Weidmannsheil für die Story, auch wenn ich bei einigen Details so an deren Glaubhaftigkeit zweifele.

Gruß
HM


Ich schwöre das es so wahr auch wen es sich teilweise echt unglaubwürdig anhört.

08.08.2009 12:27 swinging_elvis
Konnte in meiner Jugend auch in ähnlicher Weise das Jagern kennenlernen und kann darum alles gut nachempfinden. Welch ein Kampf. Wirklich eine mitreißende Geschichte. was die Rechtschreibung angeht kann ich Dir empfehlen, in MS Word zu verfassen und dann hier rein zu kopieren. Da wird zumindes ein Teil der Fehler vom Programm erledigt. Bleib am Ball, elvis
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