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Schulferien

Endlich kann mein Sohn mal mit raus (1 Eintrag)

312 mal angesehen
29.06.2009, 14.14 Uhr

Endlich Schulferien

Gestern war es soweit, endlich konnte mein Sohn mal mit zum Sauenansitz. Während der Schulzeit ist da nichts zu machen.
Also, Rucksack gepackt, Fernglas eingestellt und los gings. Es ging an die Kirrung, die regelmässig von einer bestimmten Rotte angenommen wird. Mein Sohn hat noch niemals Frillis in freier Wildbahn gesehen, also war die Aufregung schon gross. Nachmittag hatten wir noch die Kirrung kontrolliert und neu beschickt und die chancen standen gut, daß wir einen guten Anblick haben würden.
Um 20:00 pirschten wir Richtung Ansitz, als ein einzelnes Kitz auf dem Waldweg austrat. Mein Sohn blieb ganz ruhig stehen und konnte das Glas nicht von dem Stück abwenden. Nach ein paar MInuten gesellte sich die Ricke mit einem zweiten Kitz dazu. Als es Zeit wurde, zum Sitz zu kommen, hatte die Ricke ein Einsehen und wechselte in den Bestand. Leise pirschten wir weiter und kamen endlich am Sitz an.
Es wurde langsam dunkel, zahlreiche Glühwürmchen schwirrten an der Waldkante und waren mit dem Glas wunderbar zu beobachten.
Gegen 22:00 schreckte Rehwild im Bestand unterhalb. "In spätestens 20 Minuten sind sie da!" hatte ich noch nicht ganz zu Ende geflüstert, als es im Bestand knirschte und knackte. Mein Sohn zitterte vor Aufregung, blieb aber wie erstarrt. Kein Laut war zu hören für eine Ewigkeit, aber es war klar, daß die Sauen in der Nähe sein mussten.
Plötzlich kam Bewegung an der Waldkante auf und zuerst tauchten 7 Frillis auf der Lichtung auf. Dann zwei ÜL-Bachen und weitere 8 Frischlinge. Deutlich den beiden Bachen zuzuordnen und auch von der Größe unterschiedlich. Diese Rotte hatte ich schon mehrfach gefährtet, nie war ein stärkeres Stück dabei.
Normalerweise beschickt eine andere Person die Kirrungen, ausnahmsweise hatten wir es heute getan und die stärkere der beiden Bachen war deutlich verunsichert. Zweimal folgte sie unserer Fährte Auto - Kirrung, blies und sicherte in Richtung unseres Sitzes, keine 30 m entfernt. Wir hatten das Gefühl, als ob sie uns geradewegs in die Gläser schauen würde, sie drehte ab, bleis erneut und flüchtete in den Bestand; zusammen mit den anderen, aber nur, um nach zwei Minuten wieder auf der Lichtung zu erscheinen. Dies wiederholte sie mehrere Male.
Die Frillis des jüngeren Wurfes hatten ca 10, die des älteren Wurfes so um die 12 - 15 kg. Während ich noch überlegte, ob einer der grösseren Frillis passen würde, wurde es langsam dunkler. Leise nahm ich die Waffe hoch, ganz klar waren die Frillis im Zielfernrohr zu sehen. Ja oder nein? überlegte ich. Natürlich wäre der wunderbare Anblick mit einem Schuß beendet.
Der Anblick war einfach zu friedvoll und schließlich würden noch mehr Gelegenheiten kommen, also sicherte ich die Waffe und lehnte mich zurück, um den Rest des Lichtes zu nutzen und die Rotte weiter zu beobachten. Nochmals blies die stärkere der Bachen laut und deutlich und auf einmal war die Lichtung leer.
Wir warteten eine weitere Viertelstunde und baumten dann ab. Mein Sohn schaute mich ganz glücklich und zufrieden an. "Warum hast du nicht geschossen?" fragte er. "Ich hätte doch gerne gesehen, wie man ein Stück aufbricht."
"Lassen wir ihnen noch etwas Zeit" antwortete ich, "vielleicht beim nächsten Mal, schließlich hatten wir heute einen tollen Anblick und wir müssen ja nicht immer etwas schiessen, oder?" "Das stimmt, wann gehen wir wieder?" fragte er, gähnte und schlief im Auto ein......

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Kommentare

29.06.2009 15:27 Galloway
Nette Geschichte !
Wie alt ist dein Sohn ?

Gruß
Galloway
29.06.2009 19:09 knopfer
Galloway schrieb:
Nette Geschichte !

Wie alt ist dein Sohn ?



Gruß

Galloway




13
30.06.2009 18:11 Lakai
Gefällt mir auch sehr gut!
Dein Sohn war sicher begeistert, das nächste Mal wird er sicher wieder mitgehen ;)
30.06.2009 22:20 anubis
in dem alter bin ich auch schon mit auf sauen...hab mich immer gefreut...
gruß anubis
01.07.2009 11:43 Hirschmann
Schön erzählt mit einem pädagogisch sicher richtigen Ende. Sowas prägt! Aus dieser Sicht: "Fein gemacht!".

Nur ich frage mich jetzt, warum man um diese Zeit kirrt und dann, wenn man schon Anblick mit "optimalem Grillgewicht" an der Kirre hat, diesen nicht nutzt? Was denn nun? "Sauenexplosion" ja oder nein?

Mir wirklich unklar, aber bitte nicht als haltloses Rumnörgeln verstehen.

Gruß
HM
01.07.2009 15:10 knopfer
Hirschmann schrieb:
Schön erzählt mit einem pädagogisch sicher richtigen Ende. Sowas prägt! Aus dieser Sicht: "Fein gemacht!".



Nur ich frage mich jetzt, warum man um diese Zeit kirrt und dann, wenn man schon Anblick mit "optimalem Grillgewicht" an der Kirre hat, diesen nicht nutzt? Was denn nun? "Sauenexplosion" ja oder nein?



Mir wirklich unklar, aber bitte nicht als haltloses Rumnörgeln verstehen.



Gruß

HM


Hallo Hirschmann,

Wir haben in unserem Revier nur geringfügigen Wildschaden, beschicken die Kirrungen auch im Sommer mit geringsten Mengen weiter, halten ansonsten möglichst Ruhe im Wald (von Ausnahmeansitzen abgesehen) und bejagen die Sauen nur an der Waldkante. In unserem 400 ha Revier liegen fest 2-3 Rotten und regelmässiger Besuch dazu. Ohne Wildschaden und mit sehr viel Buchen und Eichenmast müssen wir nicht jeden frillii scharf bejagen. Für mich sind 15 kg Minimum, drunter schieße ich nicht.

Wenn mich die Sauen das letzte Hemd kosten würden, sähe die Sache allerdings ganz anders aus!

LG
Knopfer
01.07.2009 15:22 Hirschmann
Hallo Knopfer!

Danke für Deine Antwort. Das erklärt natürlich die Sache. Habe irgendwie "überlesen", dass ihr ein reines Waldrevier habt.

Beste Grüße

HM
01.07.2009 20:53 knopfer
Hirschmann schrieb:
Hallo Knopfer!



Danke für Deine Antwort. Das erklärt natürlich die Sache. Habe irgendwie "überlesen", dass ihr ein reines Waldrevier habt.



Beste Grüße



HM


kein Problem, Hirschmann!

wir haben 100 ha Feld, aber durch die "Waldruhe", den Druck am Waldrand haben "unsere Sauen" gelernt, besser im Wald zu bleiben.....

Knopfer
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