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Meine erste Sau

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735 mal angesehen
25.06.2009, 23.58 Uhr

Meine erste Sau

Es war an einem Freitagabend im September 2006. Nachdem ich bei der Feuerwehrübung schon vom Regen durchnäst wurde, gabs zu Hause eine Dusche und ein Abendessen. Dannach musste ich auf die Jagd zum Sauenansitz. Ja ich musste weil ich es dem Jagdherren versprochen hatte. Am Samstag zuvor hatten wir an dem Maisacker eine Drückjagd, leider ohne Strecke. Am gleichen Tag wurde dann am Nachmittag der 3 Hektar Acker gehächselt. Von Samstag an saß jeden Abend bis in die Nacht ein Jäger im Ansitzwagen am Maisacker. Bis dahin jedoch ohne Erfolg.
Ich hab mich geärgert ohne Ende weil ich absolut keine Lust hatte auf Schweine anzusitzen, aber ich habs ja versprochen. Also Stiefel, Hose, Pulover angezogen und warme Jacke, Gewehr, Hund und Rucksack ins Auto eingepackt und gegen 20.45 Uhr aufgebrochen. ca 25 km hatte ich bis zum besagten Acker. Die Fahrt war schon recht anstrengend da es mittlerweile Starkregen und Sturmböen hatte. Mit 60 km/h über die Bundesstraße, mehr ging nicht wegen Aquaplanning. 21.10 Ankunft in der Nähe des Ackers. Der Regen wurde stärker und es kamm so ziemlich alles Wasser vom Himmel was nur ging. Ich ging mit Taschenlampe, Rucksack und Gewehr an der Staße entlang bis zum Ansitzwagen am Straßenrand. Endlich im trockenen Platz genommen lud ich meine Sauer 202 Forest, öffnete die Fensterklappen und stellte das Leuchtabsehen ein. Es war 21.15 Uhr. Ha. Was ist das? Ich konnte eine Bewegung ganz eindeutig am Acker erkennen. Fernglas genommen und den Acker abgeglast. Die Sauen waren vor mir da und blieben auch da obwohl ich mit Strahler am Acker entlang zum Ansitz ging.
Mein Herz klopfte und ich begann zu zählen. Auf den ersten Blick sahen die Sauen wie Misthaufen aus nur das sie sich bewegten. 14. Schweine vor mir und links vom Sauwagen, dann noch weitere Schweine auf der rechten Seite. Insgesamt habe ich 23 Sauen gezählt. Ich konnte eine extrem große Sau direkt vor mir erkennen, vermutlich die Leitbache sowie in ihrer direkten Nähe 3 größere Schwarzkittel. Der Rest war gleich groß. Mittlerweile war ich einem Herzinfarkt nahe. Einfach unbegreiflich. Ich nahm meine Waffe in Anschlag und nahm eine der kleineren Wutzen ins Visier. Ich musste noch etwas warten weil die kleineren Schweine regelrecht herumtollten und nie ruhig standen oder im Packet standen. 5 Minuten in etwa dann stand eine frei. Entsichert und mit dem Leuchtabsehen hinter dem Vorderlauf hoch in den Wildkörper gegangen und den Druck auf den Abzug erhöht. Bumm und ein gewaltiges Mündungsfeuer. Jetzt war der Schuss draußen und ich wusste sofort das ich meinen Gehörschutz im Rucksack vergessen hatte. Jetzt war ich noch aufgeregter als vorher. Auf dem Stoppelacker war keine einize Sau mehr. 5 Minuten warten. Dann hab ich meine Sachen in den Rucksack gepackt, Fenster geschlossen und auf zum Anschuss. Schweiß fand ich mit Dreckwasser in einer Spurrille und um die Spurrille herum. Aber wo ist die Sau. Ich konnte es nicht fassen. Ich drehte mich leicht nach rechts und da lag die Wutz mitten in der zweiten Spurrille. Ich war glücklich ohne Ende. Aus der Ferne hörte ich die Glocken einer Kirche. 21.30 Uhr. Sau an den Straßenrand gezogen und dann die Ausrüstung im Auto verpackt und zur Sau gefahren. Es war schon ein Kraftakt die Sau ins Auto zu heben aber es gelang mir. 5 Minuten später war ich beim Jagdherrn. Er kam gerade mit seiner Frau von einer Feier nach Hause. Ich habe ihm die Geschichte erzählt und er konnte es genauso wenig glauben wie ich. Kommentar vom Jagdherrn: So was passiert dir auch nicht oft im Leben. Bevor die Sau aufgebrochen wurde mussten wir sie abwaschen und ich zog meine Jacke und Ansitzhose aus. Jäger und Beute sahen aus wie Sau. Nach einem Bier und Brotzeit gings um kurz nach ein Uhr nach Hause. Es hatte mittlerweile aufgehört zu regnen und ich hatte mein erstes Stück Schwarzwild erlegt. ÜL-Bache mit 51 kg.

Waffe: Sauer 202 Forest, Kaliber 30.-06 mit 12 Gramm Lapua Mega und Zielfernrohr Swarovski PVI 2 2,5-10x56 Leuchtpunkt war die Kombination.

Sorry wegen der Überlänge. Ging nicht anders.
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Argo

Argo

Alter: 34 Jahre,
aus Bayern
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Kommentare

26.06.2009 10:57 Nuernberger
Schöne Geschichte und ein Erlebnis,dass du sicherlich nie vergessen wirst!!
Wünsche dir ein kräftiges Waidmannsheil zu deiner 1. Sau
Gruß Pascal
26.06.2009 11:34 Laerchenwald
Schöne Geschichte, insbesondere für die erste Sau und in der Tat: oft erlebt man das nicht. Ein kräftiges Waidmannsheil aus Nordhessen.
26.06.2009 17:51 orben76
Auch von mir ein kräftiges Waimannsheil! Von Überlänge keine Spur

orben76
26.06.2009 20:06 Sauerlandjaeger93
Waidmannsheil zur ersten Sau .
Gruß Sauerlanjaeger93
26.06.2009 20:23 anubis
auch von mir waidmannsheil.
gruß anubis;)
27.06.2009 21:18 swinging_elvis
Waidmannsheil auch von mir. Feine Geschichte. Überlänge? Na dann schau mal meine Romane an So kanns kommen, Null Bock führen zu 50kg Sau
Attacke, elvis
PS: Mit einer feinen kombi jagst Du da. Zufrieden mit der Lapua Mega? Wie biste auf das Geschoss gekommen?
29.06.2009 21:12 Vollmond
Waidmanns Heil
kann ich da nur wünschen
29.06.2009 22:56 tekagage
Waidmannsheil!



Georg
16.07.2009 15:08 Malepartus
wmh zur ersten Sau.
Die bleibt garantiert in Erinnerung
5 Punkte
01.08.2009 00:27 schnagg
waidmannsheil auch von mir ... super erzählt ... "einem Herzinfarkt nahe" ... das Gefühl kenn ich
27.01.2010 01:42 SteffenT64
Waihei

Gruß

Steffen
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