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kammerjaegers Jagderlebnisse u...

Eindrücke und Meinungen (16 Einträge)

320 mal angesehen
03.05.2009, 19.00 Uhr

1. Mai

Sonntag abend, Zeit das lange Wochenende Revue passieren zu lassen.

Am Morgen des 1. Mai saßen wir Mitgeher zu zweit draußen, der Pächter selbst hatte uns eifrige Jägersmänner schon mit etwas Schalk im Auge eingewiesen, er selbst wolle warten bis die Böcke rot seien, aber wir sollten uns wie zu Hause fühlen. Zudem konnte ich einen alten Freund mit hinausnehmen.

So saßen wir also, es dämmerte grau, blau, rot, die Vöglein zwitscherten, reichlich Anblick, bei meinen zwei Mitjägern, auch bei mir. Ein verzwergter Sechserbock kam sogar bis direkt unter meinen Sitz, witterte mich aber und sprang hektisch ab. Später dann zogen ein Spießer, ein Gabler - beide noch im Bast - sowie eine kugeldicke Geiß über die Bühne. Da ich in jagdlicher Hinsicht seit dem Winter ein wenig eingerostet war, brauchte es bis ich mir bei dem Spießer sicher war. Im Bast, schießen, nicht schießen... Irgendwie gefiel mir der Gedanke erst nicht. Dann überlegte ich es mir anders, wer weiß wann ich den wieder zu Gesicht bekomme. Einstechen, versteckte sich der Feigling doch hinter der Geiß, dann stand er spitz, dann vor dem anderen Bock, dann hinter einem Ast, dann frei - Einatmen, Ausatmen, Luft auf 2/3 anhalten, sanft Druck erhöhen, Ast in Schußlinie, Bock im Gebüsch - Sichern, Entstechen. Ein andermal.

Am Abend setzte ich meinen Freund an der gleichen Stelle an, er hat ohne groß zu Fackeln den Minizukunftsbock erlegt. Es war sein erster Bock, ich weiß nicht, wer aufgeregter war, er oder ich ("Mein Jagdgast, ich habe ihn eingewiesen und mit der Kanone frei laufen lassen - Hoffentlich macht er keinen Sch...").

Derweil hatte ich dann eine Begegnung mit einem seltsamen Vogel, wohl einem jagdstörenden Tierschutzpropagandaaktivisten, der mich als feigen Jäger für seine Hetzschriften ablichten wollte und mir nebenbei den Abendansitz wildfrei hielt. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle

Am 2. Mai setzte ich mich wieder auf die Leiter wo am Vorabend schon der eine Bock gefallen war und siehe da, der Spießer kam wieder, wie bestellt. Jetzt nicht mehr lang fackeln: Steht frei auf gute 100m, Fadenkreuz aufs Blatt (da lange Fluchten hier nur Probleme machen) PAMM- er zeichnet kaum, und geht dann im flotten Trab ab. Kann doch nicht wahr sein! Die Messinghülse fliegt nach rechts aus meinem Blickfeld, anhalten am Haupt, mitziehen, PAMM, die Kugel fliegt irgendwo in die Büsche.

Ich warte kurz, dann abbaumen, hinterher. In einem Graben liegt er dann gottseidank. Der erste Schuß war ein sauberer Kammerschuß, der zweite ein Krellschuß schräg von hinten. Der Braten reicht nur noch für zwei Personen, sehr ärgerlich.

Alles in allem ein gelungener Auftakt des Jagdjahres, fast alle, die draußen waren, konnten Strecke machen. Einem lieben Freund konnte ich den ersten Bock am 1. Mai ermöglichen. Jetzt ist erst mal wieder Ruhe, bis die Böcke rot sind.
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kammerjaeger

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Kommentare

11.05.2009 12:16 IsafHunter79
"Derweil hatte ich dann eine Begegnung mit einem seltsamen Vogel, wohl einem jagdstörenden Tierschutzpropagandaaktivisten, der mich als feigen Jäger für seine Hetzschriften ablichten wollte und mir nebenbei den Abendansitz wildfrei hielt. "

Auch Jagdstörung kann Polizeilich geahndet werden!
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