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"Schwarzwildproblem".

Extrem hohe Schäden durch Wildschweine ! (1 Eintrag)

Neujahrssau 2004.
480 mal angesehen
28.04.2009, 16.34 Uhr

......unser liebes Schwarzwild!

Am 01.03.09 habe ich ein Forenthema eröffnet mit dem Titel :
"Schwarzwild richtig kirren "WANN und WO".
Da erwähnte ich das Schwarzwildproblem und wurde sofort von einigen im Forum hart Angegriffen,wie ich auf diesen dünnen Ast käme.

Hier der "dünne Ast " aus einer Regionalen Zeitung.
Jagdgenossenschaftsversammlung.
Jagdpächter Cullmann gab bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft Saal einen Überblick über den Wildbestand auf der Gemarkung Saal.Bezüglich des Rehwild-Bestandes gebe es kaum Veränderungen es sei weiterhin rückläufig.In Folge der Nichtbejagung sei der Hasenbesatz zufriedenstellend.Es gebe noch Fasane im Revier jedoch keine Rebhühner mehr.Füchse und übriges Raubwild würden durch starke Bejagung kurz gehalten,so Cullmann.
Immer dramatischer werde der Schwarzwild-Bestand.So sei die Population weiter enorm gestiegen,nach Aussagen des Landesjägermeisters bis zu 300 Prozent.Über die Problematik und die Ursachen habe er im letzten Jahr ausführlich berichtet.Mittlerweile werde das Schwarzwildproblem auch der Öffentlichkeit immer bewußter.Fast resignierend stellte er fest:
"Wenn auch in diesem Jagdjahr im Saarland doppelt so viele Wildschweine geschossen wurden wie im Vorjahr-5000 bis 6000 Stück "-kriege man das Problem der explsionsartigen Vermehrung einfach nicht in den Griff,auch nicht mit intensiver Bejagung.
Die laut Bauernverband auf etwa 3,5Mio.Euro geschätzten hohen Kosten der Schäden durch Wildschweine,zwinge nun alle Verantwortlichen-Jagdgenossenschaften,Jäger,Landwirte,Bauernverband und Politiker zu schnellem Handeln.Bei einer Podiumsdiskussion zwischen Ministerium,Bauernverband und Landesjagdverband habe man das dringliche Problem behandelt.

....dies war ein kleines Stück des "dünnen Astes".

Drahthaar
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Drahthaar

Drahthaar

Alter: 45 Jahre,
aus dem Silberwald !

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Kommentare

28.04.2009 20:11 Bender
Mach Dir über die andren keine Gedanken, die haben diese Probleme wohl noch nicht.
Bei uns im Hegering wurden im letzten Jagdjahr über 500 Sauen erlegt !!!!!!
Und den Wildschaden den wir bezahlen müssen, der spricht Bände.

Gruss Bender
28.04.2009 20:30 Ruedemann
Eigentlich müßte man diejenigen, die heute ein Schwarzwildproblem leugnen und sich einschneidender Reduktionsmaßnahmen verweigern, namentlich festhalten und Ihnen dann, wenn die Folgen auch für derart "Ewiggestrige" unübersehbar sind, die Rechnung zu präsentieren....
29.04.2009 11:22 Franz
Genau genommen haben wir kein Schwarzwildproblem, sondern ein egoistisches Jägerproblem. Durch das Verhalten insbesondere auch bei Drückjagden, werden die Bestände hochgeschossen, anstatt reduziert. Es ist ausschließlich Sache der Jäger durch geeignetes Jagdverhalten die Bestände zui regulieren. Wer sonst sollte dies machen? Wer sich hier in besserwisserischer Art verweigert und querstellt, hat m. E. die Legitimation dazu verloren.
29.04.2009 19:09 hugo1952
Auch ich sehe weiterhin zuallererst ein "SCHWARZWILDJÄGERPROBLEM" und dann erst partiell ein Sauenproblem.
Dieses Sauenproblem entsteht jedoch zunächst aus dem gewaltig angestiegen Angebot aus Fraß und Deckung für unsere Sauen, was der Landwirt bzw. die Agrarindustrie zu verantworten hat und dann erst durch Fehlverhalten bzw. Fehleinschätzungen von Jägern.
Ein "Sauenproblem", egal wie oft es von Funktionären herbeigelabert wird, fällt nicht vom Himmel, so wie sich auch Saunen nicht "explosionsartig" vermehren.
Wenn der Fall der überhöhten Sauenbestände eintritt bedeutet das, daß die verehrte Jägerschaft vor Ort geschlafen bzw. die Zeichen der Zeit nicht richtig erkannt hat.
Kommt dann noch der in Deutschland immer noch beliebte Jagdneid hinzu, wird, um "gut Sauen schießen" zu können gar noch "gehegt" und gekirrt auf Teufel komm raus,
ist das Szenario perfekt, was so gern als SAUENPROBLEM deklariert wird,
aber,
die Sauen können da am wenigsten für, die machen nur was die Natur ihnen beigebracht hat, fressen und sich vermehren.
Solange Ackerbauern ihren Anteil am Wildschaden finanziell einfordern, andererseits aber nicht bereit sind, auch etwas für die Vermeidung bzw. die Ermöglichung von Bejagung zu tun,
wird es gegenseitige Schuldzuweisugen geben,
die weder der einen, noch der andern Seite nützen,
und
am wenigsten den Sauen,
die dann wieder von "Experten" zu Schädlingen erklärt werden!
29.04.2009 20:30 Franz
Für die Entwicklung der Zunahme des SW-Bestandes ist in erster Linie der Waldumbau verantwortlich. Fraß hat es in der Landwirtschaft schon immer ausreichend gegeben. Unsere Wälder waren noch nie so gute Einstände, wie derzeit. Ferner spielt die Baummast eine ganz gewichtige Rolle.
Der Anbau von Mais hat sich in D in den letzten 10 Jahren nur geringfügig ausgeweitet. Die Anbaustatistik zeigt das ganz deutlich.
So lange viele Jäger meistens die falschen schießen, werden die Bestände weiter anwachsen. So lange die Landwirte noch mehr großflächige Sommereinstände anbauen wie Raps (=Deckung) und Mais, so lange wird es für die Jägerschaft nicht einfacher die Kopfzahl zu reduzieren.
Solange in den großen Forsten mit viel Aufwand schwerpunktmäßig dem Rehwild nachgestellt wird, weil das ja wichtiger ist zu erlegen und dafür die Sauen und Frischlinge erst im Herbst bei den "Bewegungsjagden" mit erlegt werden, so lange wird es Zuwächse geben.
So lange bei den großen Staatsjagden, zumindest in meiner Heimat, im Herbst auf den Drückjagden zuerst das Rehwild und bei den Sauen alles bis 60 kg und mehr erlegt wird, werden die Bestände anwachsen.

Fehler über Fehler, die man vielfach nicht wahrhaben will.
08.05.2009 20:16 elfinger
Ein Vermarktungsproblem wird es ja
kaum geben. Die Nutzer von Biofleisch
würden Schwarzwild bestimmt gern
verspeisen. Wenn es so viele Schweine
gibt, warum ist ein Braten dann so teuer????

WH
Elfinger
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