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Sauenjagd

(5 Einträge)

552 mal angesehen
08.04.2009, 19.27 Uhr

Ansitz 4.04.09

Hallo ... nächster Ansitz und prompt habt ihr hier die nächsten Erlebnisse schwarz auf weiß
Viel Spass - Mit Bildern kann ich noch net dienen weil meine Kamera noch net da is ...
Ist etwas lang geworden ... lasst euch aber nicht abeschrecken ... da is so viel passiert

Also viel Spass!

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Als ich nach der kurzen und erfolgreichen Nacht am nächsten morgen wach wurde, war mir klar, dass wir heute Abend wieder raus mussten. Der Wildschaden war zu enorm.

Also ging es abends um 19.30 wieder los, natürlich mit Opa. Diesmal postierten wir uns gleich oben auf dem Acker, dicht an der Acker - Hangkante. Von dort aus hat man einen perfekten Überblick in die tiefer gelegene Stilllegung, die direkt an die Renaturierungsfläche (dem sog. „Eichholz“), den Einstand der Sauen, grenzte. Aufgrund des günstigen Westwindes, mussten wir trotz aller Vorteile, relativ nahe an der Stadtrandsiedlung sitzen, damit uns die Sauen nicht im Wind kommen konnten.
Bis 21.30 passierte relativ wenig. Bis auf 1 Hasen und ein paar Stücken Rehwild konnte ich beim ableuchten nichts einfangen. Langsam wurde ich skeptisch, "Ob die Sauen vielleicht ausbleiben würden?!" dachte ich mir. Opa meinte dann jedoch, dass ich leise eine Ackerkuppe hinauf pirschen sollte, um die Ackerfläche hinter dem kleinen Hügel mal abzuleuchten.
Gesagt, getan! Langsam ging ich die Kuppe hinauf, verharrte und achtete auf Wind und Geräusche. Auf dem Hügel angekommen, leuchtete ich den kahlen Acker von links nach rechts ab. "Da, neben dem Beregnungsstrang, da steht doch was?!“, dachte ich mir. Tatsächlich 2 Sauen standen da im Gebrech. Sofort dachte ich daran, dass es 2 beschlagende Bachen sein könnten, wie ich sie hier in dem Revier schon öfter gesehen hatte. Trotzdem wollte ich erst mal rankommen um mir ein genaueres Bild machen zu können. Ich pirschte also näher. Der Wind kam günstig, er überdeckte so gar das knacken einiger Maisstrempel. Doch der hochstehende Mond machte es mir wieder schwer. Nur langsam in der Hocke kam ich voran. Das Kuriose war nur desto dichter ich kam, desto kleiner wurden die Sauen. Ich konnte sie dann schon mit bloßen Augen sehen. Ich schätzte die Entfernung auf schlappe 60 - 70 m. Die Sauen sprach ich dann aber als höchstens 25 kg starke Frischlinge an. Trotzdem war mir ein Schuss mit dem 6x42 und dann einfach hockend, ohne Möglichkeit anzustreichen, einfach zu riskant auf diese Wutze. Also peilte ich den Beregnugsstrang an, der mir Deckung und eine Auflage bot. Aber das waren noch gute 15m. Zentimeter für Zentimeter bewegte ich mich nach vorn und achtete darauf, dass die Sauen nichts mitbekamen. Nach einigen Augenblicken hatte ich mein Ziel erreicht. Erleichtert ließ ich mich hinter dem Rohr nieder, klemmte mich hinter das Reifenrad eines Treckers, der da als Schutz für das Rohr lag. Ich nahm die Waffe runter und legte langsam auf das Rohr auf. "Das ist eine sichere Sache“ triumphierte ich schon innerlich. Ich legte die Sicherung um, suchte mir die Sauen und stach ein. Sie standen genau hinter einander, aber ich konnte ja, geschützt hinter dem Reifen, auf die entscheidenden Schritte der Schwarzkittel warten. Nach wenigen Augenblicken zog der Vordere ein paar Schritte weiter. Ich entschied mich aber für den Zweiten, der weiterhin ruhig im Gebrech stand. Der Stachel blieb auf dem Schwarzen stehen, etwas zu weit hinten (wie ich schon im Schuss wieder analysierte^^), aber die Kugel war schon wieder in Richtung der Sauen unterwegs. Ich repetierte fix nach aber setzte die Waffe sofort ab. Ein erneuter Schuss war nicht möglich. Also verfolgte ich die Sauen im Fernglas. Flüchtig gingen sie quer über den freien Acker ab. Nach guten 40 m schlug der beschossene Schwarze einen Bogen und verendete. Der andere Wutz unterbrach seine Flucht, musste aber feststellen dass sein Gefährte auf der Strecke geblieben war. Als ich dann dichter kam, ging dieser wiederum hochflüchtig ab. Als ich vor dem Schwein stand war ich zufrieden. Ein passabler Schuss, der etwas zu weit hinten saß. In den nächsten Minuten hing ich am Handy. Ich berichtete meinem Vater, der in unserem eigenen Revier ansaß, über die Geschehnisse. Dann ging es los. Ich griff den Lauf der 31 kg starken Überläuferbache und dann schleppte ich das Stück wie ein Kaputter über den Acker. Zum Glück hatte mein Opa mitgedacht und kam mir mit der Taschenlampe entgegen. Wir stoppten dann unsere Bergung um das übliche „Waidmannsheil“ entgegenzunehmen und ebenfalls über die Erlebnisse zu berichten.
Unser Gespräch wurde dann aber zügig unterbrochen, als ich während dieser Augenblicke den Acker mit dem Fernglas noch einmal überflog. Da standen doch tatsächlich 10 Sauen auf dem Acker und machten sich über die Sommergerste her. In wenigen Minuten hatte ich mich dann ran gepirscht. Meines erneuten Erfolgs schon sicher, wurden die Sauen aber extrem unruhig. Blasen und aufgeregtes hin und herwechseln prägten die nächsten Sekunden. Dann ging alles schnell Waffe runter, breit stehenden Überläufer gesucht und schon war der Schuss raus. Den Umständen entsprechend schnell aber überhastet hatte ich da reagiert. Flüchtig gingen die Sauen dann in Richtung „Kaisergarten“, einem Teil unseres Revieres, ab. Quer über den Acker verfolgte ich die Rotte und hoffte auf das Abseilen oder Verenden eines Schwarzkittels. Aber anders als beim ersten Schwein an diesem Abend zogen alle Sauen putzmunter über den Acker. Es ging also an die Nachsuche. Opa kam mit der Taschenlampe und dann suchten wir den Anschuss. Den Anschuss bzw. die Stelle an der die Sauen gebrochen hatten, war kaum zu übersehen. Doch Schweiß konnte ich nicht finden. Nach 45 minütiger, erfolgloser Nachsuche, endete diese an dem Wassergraben, der das „Eichholz“ vom „Kaisergraben“ trennte und in dem auch kein Schwein zu finden war.
Ich machte die Taschenlampe aus und ging langsam und enttäuscht in Richtung des Sommergerstenackers, auf dem mein Opa mit dem erlegten Schwein wartete. Doch ich kam nicht weit nach gerade mal 20 Metern vernahm ich lautes knacken. Ich drehte mich um und sah die 10 Sauen starke Rotte, die ich vor gut einer Stunde beschossen hatte. Ihr Ziel war klar! Da weiter zu machen wo sie vor 60 Minuten durch den Knall unterbrochen wurde. Zügig passierten sie den recht tiefen Graben und zeigten sich dann 40 m vor mir. In einem flotten Tempo passierten sie die nächsten Meter und ich stand unter Zugzwang. Ich war bereit aber die Sauen mussten noch einmal verhoffen. Dann ist es soweit. Die Bache stoppt um Wind zu holen. Auch die anderen Sauen verhoffen. Keine 5 Sekunden später ist der Schuss draußen. Das 2. Stück der Rotte, ein 35 kg schwerer Überläuferkeiler, bricht im Knall und unter kurzem Klagen zusammen. Die Rotte geht erneut ab. Ich behalte jedoch den schwarzen Fleck im Auge der heftig schlegelt. Ich repetiere fix durch und lauf auf das Schwein, das sehr unruhig am Boden um sein Leben kämpft, zu. Dem setzte ich dann aus einigen Metern und unter lautem Getöse ein Ende. Der Fangschuss bricht und es wird still. Da lag der 35 kg schwere Überläuferkeiler, den ich mit einem etwas zu hoch abgekommenen Wirbelsäulenschuss zur Strecke brachte. Die folgende Stunde war dann ziemlich schweißtreibend. Die Bergung gestaltete sich schwierig, aber aufgrund des Wildschadens war ich froh wieder 2 Sauen gestreckt zu haben. Nachdem die Sauen im Auto verstaut waren, trafen mein Vater, der an dem Abend ebenfalls ein 55kg starken Keilerchen streckte, und wir uns bei der Annahmestelle unseres Wildhändlers. Wir bestaunten gegenseitig die erlegte Strecke und hauten uns nach alter „Jägerlateinmanier“ die Taschen voll. Somit konnte ich den Erfolg vom Vortag fortführen und war letztlich froh solch schöne Jagdtage mit meinem Opa erlebt zu haben.

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Kommentare

08.04.2009 21:00 Schnepfenbart
Waidmanns heil dir und deinem Vater zu den Schwarzen.
Gruß aus Wiltz
Paul
09.04.2009 17:17 Bender
Waidmannsheil !!

Bist doch hoffentlich Heute auch draussen ??

Gruss Bender
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