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Aikon´s Jagderlebnisse

Erlebnisse und Erfahrungen mit der Jagd. (25 Einträge)

Huskytour Huskytour Huskytour
276 mal angesehen
22.01.2009, 19.05 Uhr

Abenteuer Schweden

Die Planung für diesen wunderbaren Urlaub begann bereits im Januar 08. Einen Freund hatten wir als Spion vorweg geschickt und nach seinen Erzählungen war er im Paradies gewesen. Somit war klar das wir ebenfalls an diesen Ort mussten.
Am 8 Januar 2009 begann unsere Reise am Flughafen Bremen, von dort aus flogen wir nach Stockholm und verbrachten dort unsere erste Nacht in dem fremden Land. Am nächsten Morgen ging es mit dem Flieger nach Lycksele, wo uns bereits Daniela freudig erwartete. Um bloß keine Zeit zu verlieren, rasten wir mit 120 km/h, Spikes an den Reifen, auf der Eisstraße zur Huskyfarm Tväråträsk. Natürlich musste das beziehen der Unterkunft warten, an erster Stelle stand die Begrüßung unsere Hunde. Die Huskys beeindruckten uns sehr, unser Freund traf seine alten Bekannten wieder und der Rest der Gruppe begutachtete die perfekte Zwingeranlage mit einem Staunen.
Bei Kaffee und Kuchen machten wir uns mit Jens und Daniela bekannt, wir besprachen die nächsten Tage und verputzen nebenbei den selbstgebackenen Apfelkuchen. Im Anschluss erkundeten wir die Nachbarschaft aber das Wandern im tiefen Schnee viel uns bereits nach wenigen Metern schwer. Den Abend ließen wir bei einem sehr leckerem Abendbrot ausklingen.
Der nächste Tag konnte für manche Hausbewohner nicht früh genug starten, bereits um 5 Uhr wurde der erste Kaffee gekocht und der Ofen angefeuert. Um 9 Uhr ging es zum Frühstück aber vorher wurden noch die Schlittenhunde mit einem Snack versorgt. Die Spannung stieg und jeder grübelte insgeheim darüber nach, wie er denn am sichersten auf dem Schlitten stehen sollte. Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten und alles in den Schlitten verstaut wurde, ging es los. Als wir in die Nähe der Zwinkeranlage kamen, war es gänzlich mit der Ruhe vorbei. Das Bellen und Heulen war so laut, das man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte, geschweige denn das des Anderen. Ab sofort wurde sehr laut gerufen oder besser nur noch per Handzeichen kommuniziert. Jeder von uns hatte eine Tafel mit den Namen seiner Huskys bekommen und dürfte jetzt sein Team anschirren. Die Frage, ob „wir“ mit dem Husky vom Zwinger zum Schlitten gingen oder umgekehrt, bleibt ein Geheimnis. Die Huskys wurden immer verrückter und hatten nur ein Ziel, laufen, laufen, laufen. Wahnsinn mit welcher Power die Fahrt begann, ein Flugzeugstart ist nichts dagegen. Zum Glück blieben alle auf dem Schlitten stehen.
Die Tour begann und auf dem See konnte man die ersten Erfahrungen mit seinem Schlitten und den Hunden machen. Gar nicht so schlimm wie vorher gedacht, es lief wie von alleine. Die Tour führte uns durch Moore, Seen, Flüssen, Wälder und Lichtungen. Auf dem Schlitten hörte man förmlich die Stille, der Schnee hatte alles verschluckt und nur die leisen Tapsen der Huskys und das Gleiten vom Schlitten waren zu hören. Atemberaubend! So ging es Stunden durch die Landschaft und hinter jeder Kurve wurde es noch schöner.
Als wir am Camp ankamen ging bereits die Sonne unter, die Farben spielten im Schnee und wir spannten unsere Hunde aus. Nach getaner Arbeit gab es erstmal einen Tee, im Anschluss wurden die Hunde versorgt und auch wir bereiteten unser Nachtlager vor. Unser Zelt wurde mit Rentierfell ausgelegt, ein kleiner Ofen spendete uns Wärme oder eher gesagt Hitze. Wasser gab es genug aber man musste es erst schmelzen, dann wurden die Nudeln gekocht und dazu gab es eine sehr feine Rentier-Bolognese.
Am nächsten Morgen war alles ausgeruht, die -15 Grad in der Nacht hatten keinen gestört am wenigsten den Hunden. Das morgendliche Duschen viel zwar aus aber dafür weiß man jetzt wie kalt Schnee beim Zähneputzen sein kann. Wer seine morgendliche Toilette erledigen wollte, der musste sich erstmal einen Platz im Schnee zu recht treten, denn der nackte Hintern im Schnee lies den Schließmuskel nicht öffnen.
Unsere Sachen waren schnell verstaut und so ging es wieder auf Tour. Der herrliche Morgen glitzerte wieder wunderbar im Schnee, mit unseren Hunden fuhren wir grade zu in die aufgehende Sonne. Elchfährten sahen wir viele an diesem Morgen auch sehr frische aber leider ließ sich keiner blicken, dafür konnten wir Auerwild beobachten. Die Rücktour zur Huskyfarm mussten wir ein wenig abkürzen, da es bei -4 Grad für die Hunde zu warm wurde.
Da wir das Abenteuer liebten, haben wir auf der Farm unser Abendbrot wieder im Tipi zubereitet aber jetzt nicht am Ofen, sonder die Variante für Fortgeschrittene, am offenen Feuer. Ob es nun die Hitze oder eher der Qualm war der uns in die letzte Ecke drängte, weiß keiner mehr. Dafür wird das leckere Essen keiner vergessen. Jens saß vor dem Feuer und ließ in einem Wok Röstkartoffeln anbraten, dazu kam dann Rentier Carpaccio, welches im heißen Fett und in den Flammen nur kurz angebraten werden musste. Lecker! Das Tipi verließen wir allerdings als Räucherstäbchen. Somit mussten Olli und Fred noch die schwedische Sauna testen, die Abkühlung im Schnee tat beiden gut. Somit war der Haupturlaub auch schon vorbei, am Tag der Abreise ging es früh morgens zum Flugplatz. Den längeren Aufenthalt in Stockholm nutzen wir für eine Stadtbesichtigung, gegen Abend landeten wir wieder in Bremen und ein wunderschöner Urlaub ging zu ende.
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Aikon

Aikon

Alter: 40 Jahre,
aus Niedersachsen
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Kommentare

22.01.2009 19:39 Drahthaar2406
Tolle Geschichte,
Toll erzählt,
5 Sterne und Waidmannsheil zu diesem tollen Urlaub.

Gruß Drahthaar2406
23.01.2009 10:04 faehe81
Klasse Geschichte
Und tolle Fotos!

Viele Grüße
faehe
23.01.2009 17:26 Isegrim
Toller Urlaub muss das gewesen sein - nach Deiner tollen Schilderung
würde ich am liebsten sofort meine Koffer packen

Gruss v. Ise 5 Punkte (6 gibts ja leider nicht )
23.01.2009 17:27 Isegrim
Ich hoffe Du hattest genügend Strothi mitgenommen

.....bei den Preisen dort

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