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Wenns läuft dann läufts!

Bock 18kg (1 Eintrag)

325 mal angesehen
16.09.2008, 09.01 Uhr

Wenns läuft dann läufts

Servus beinand,

jetzt hatte ich ja erst Sonntag Abend "Saudusel" mit meinem Keiler. Und jetzt Montag Abend gleich nochmal. Dieses Mal aber in Form eines Bocks.
Aber der Reihe nach.
Nachmittags erhielt ich einen Anruf eines Bekannten, ob ich abends Zeit hätte mit anzusitzen. Bei Ihnen ist der Kitzabschuss schon voll im Gange. War etwas überrascht. Schliesslich ist noch genügend Zeit für den Kitzabschuss und normalerweise lässt man sie in einer kleinen gepachteten Jagd wegen dem Gewicht auch gerne etwas länger laufen.
Die Auflösung kam dann bei der Einweisung am Abend. Mein Bekannter hatte einige Kitze gesehen die einen verschmutzten Spiegel haben. Danach sollte ich Ausschau halten. Ich bekam den Stand den ich vor ca. zwei Wochen selber gestellt hatte. Ein kleiner "mobiler" Stand mit Dach. Ist gebaut wie ein normaler Hochsitz, nur kleiner und nciht so massiv. Ist prima das Teil. Vorallem transportabel. Mein Bekannter gab mir auch einen "passenden" Bock mit frei, wenn er von links anwechseln würde (Staatswald). Vielleicht kennt der eine oder andere das Problem mit dem Staat. Aber darauf lassen wir uns hier nicht ein.
Der Stand steht an der rechten Seite eines alten Weges der nicht mehr benutzt wird und dementsprechend eingewachsen ist. Freigeschnitten hatte ich grosszügig und freute mich zunächst einmal über die freie Schussbahn. Kurz nachdem ich aufgebaumt hatte kam eine Ricke mit ihrem Kitz flüchtig über den Weg. Keine Chance es überhaupt anzusprechen. Dann passierte lange nichts. Um kurz nach sieben überraschten sie mich dann. Auf der linken Seite ist sehr lichtes Stangenholz, etwa 15-20m breit. Dahinter ist eine Verbindungsstrasse. Der Grasweg läuft parallel zu Strasse. Und genau da wechselten von hinten links zwei Stück Rehwild an. Ich zuckte erst einmal zusammen, denn die zwei kamen recht flott über die Strasse und sprangen in das Stangenholz. Ich hörte nur ein heftiges Knacken. Nicht das schon wieder ne Sau kommt. Doch dann konnte ich die beiden roten Wildkörper ausmachen. Aber noch nicht was es genau war. Immer wieder verdeckten die Stangen der Fichten die entscheidenden Teile. Eines der beide trabt jetzt etwas weiter. Vorsichtig nehme ich meine Blaser hoch, spanne und beobachte das Geschehen durch das Absehen. Wenn das Stück jetzt so weiter geht müsste es da vorne in die etwas grössere Lücke kommen. Und so war es auch. Bock. Jetzt nicht der kapitalste aber sehr interessant. Etwa 6cm über Lauscher, stark, grob geperlte nicht zu dicke Stangen, rechts ist das obere Ende der Stange mit der Vereckung abgebrochen, links fehlt dafür der Vorderspross. Nichtsahnend steht er da und nascht von den spärlichen Grässern im Stangenholz. Schiessen könnt ich zwar, aber die Strasse.... dann lieber nicht. Der kommt noch! Es dauert ein paar Minuten dann setzt er sich wieder in Bewegung und kommt langsam auf den Weg. Das andere Stück, ein Schmalreh, bleibt in den Stangen. Mit tiefem Haupt schiebt sich jetzt der Bock durch die hohen am Wegrand stehenden Grässer. Der ist echt nicht schlecht. Jetzt kommt er raus und bummelt gleich von mir weg und zeigt mir seinen Spiegel. Na toll. Aber der Kirrhaufen kommt ja auch noch. Langsam stellt er sich immer mehr breit. Als er sich ganz gedreht hat sichert er auf einmal. Eine Bilderbuchszene. Da steht er mit gestrecktem Träger und aufgestellten Lauschern und sichert in meine Richtung. Ein Hinterlauf nach hinten gestreckt, ein Vorderlauf angehoben und jeder Muskel des Körpers gespannt. Gerne hätte ich für diesen Moment meine Waffe gegen eine Kamera eingetauscht. Fasziniert von diesem Bild kam ich langsam wieder zu mir. Das Absehen stand schon geraume Zeit hinterm Blatt. Muss wohl unterbewusst abgelaufen sein. Der Bock stand immer noch unbeweglich. Krawummm - der Bock springt bestimmt einen Meter hoch und flüchtet nach rechts. Gott sei Dank. Nicht Richtung Strasse. Das Schmalreh springt schreckend ab. Und jetzt fängt es an zu regnen. Ich muss noch über eine Stunde warten bis mein Bekannter kommt.
Um acht dann die erlösenden Scheinwerfer des Autos. Mittlerweile ist es schon sehr düster geworden. Nach etwas Suchen finde ich den Anschuss. Lungenschweiss und -Fetzen. Der liegt auf jeden Fall. Trotzdem holen wir unsern Monti. Ein Parson Russel Rüde. Schliesslich muss der auch mal wieder was zu tun haben. Alice, unsere 10 Monate alte Hündin lassen wir im Auto. Die darf noch nicht auf die Warmfährte . Monti hat auch gleich die Fährte gefunden und zieht in das Stangenholz. Überall ist Schweiss. Nach 15m liegt er. Mein Bekannter freut sich. Der perfekte Abschussbock. Wir verbrechen und bergen den Bock. Beim Aufbrechen dann die Überraschung: zuerst für 2, vielleicht 3 jährig angesehen zeigen der Abschliff der Zähne und die Stärke des Schlosses was anderes. 3 ist der sicher, wenn nicht 4. Umso besser. Waidmannsheil und Horrido.
Sonntag Sau, Montag Bock, Dienstag....
schau mer mal. Bei diesem Anlauf und Vollmond werd ich glaub heute nochmal nach den Sauen schauen. Wer weiss, wer weiss....
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Geschrieben von

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halali

halali

Alter: 41 Jahre,
aus Laupheim
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Kommentare

16.09.2008 11:27 Dorschkoenig
WMH aus Ibbenbüren
16.09.2008 14:25 orben76
Ein kräftiges Waidmannsheil zu den beiden, mehr als erfolgreichen Jagdtagen!!!
17.09.2008 09:59 kleineJagdfee
WMH und wieder eine toll-geschriebene Geschichte, danke.

Gruß kJf
26.10.2009 15:19 swinging_elvis
Heissa, das macht Spaß. Waiter soviel Spass und Waidmannsheil... elvis
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