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Aikon´s Jagderlebnisse

Erlebnisse und Erfahrungen mit der Jagd. (25 Einträge)

Frischling Revier
767 mal angesehen
24.06.2008, 12.08 Uhr

!!! Sauen !!! Bejagung im Weizen von der hohen Leiter

Sauen!!!
Eine Wildart die bei der Bejagung das Herz stottern lässt.


Am Samstag den 21.06.2008 saß Andreas auf der Kanzel am Hartwedel und hoffte eine Sau im Getreide oder an der dortigen Kirrung zu strecken. Erlegen konnte er dort am frühen Abend einen Knopfbock, nach dem Versorgen stieg er wieder auf die Kanzel. Gegen 23 Uhr zogen die Sauen aus dem Wald in den Weizen. Zu weit um einen Schuss anzubringen und zu hoch stand der Weizen, um die Sauen richtig anzusprechen. Der Abend blieb erfolglos.

Am nächsten Tag gab er mir einen Tipp, ich sollte die 5m Metalleiter dort am Waldrand aufstellen. Mit Sicherheit würden sie dort am Weizen wieder zuschlagen. Am Sonntagnachmittag stelle ich dort bei Regen und beginnenden Gewitter, mit einem Jagdfreund, die Leiter auf. Zum freischneiden blieb keine Zeit. Zum Abend hin verzog sich das Gewitter und die Sonne kam hervor. Meine Chance! Um 19:00 Uhr saß ich auf der hohen Leiter und genoss die frische Luft die nach der drückenden Schwüle mehr wie angenehm war. An dem Abend konnte ich nur Rehwild erblicken und stellte fest, welche Zweige unbedingt gekürzt werden mussten. Ein erneuter Regenschauer mit Gewitter ließ mich bereits um 22:30 Uhr abbaumen.

Der Arbeitstag am Montag ging schnell vorüber und ich machte rechtszeitig Feierabend, auf dem Weg nach hause dachte ich mir, ruhig noch mal am Weizen anzusitzen. Zwar war ich erst um 21:00 Uhr draußen aber dafür kam der Wind sehr günstig. (Nord-West) Auf dem Weg dorthin telefonierte ich noch mit einem Kumpel, der mir mitteile, dass er grade zum kirren dort gewesen sei und das es sich nicht lohne dort anzusitzen. Ich war anderer Meinung. Mit dem Sonnenuntergang kamen die bekannten Ricken aus dem Wald und ein Landwirt drehte noch seine Runde mit dem Auto. Dann legte sich der Wind und es war nur der abendliche Vogelgesang zu hören.

Was war das, ein Knacken? Nein wohl eher verhört - das Rehwild fing an zu schrecken. Das schrecken zog durch den Wald hinter mir weg. Ein bisschen Hoffnung kam in mir auf, nun doch noch Sauen zu sehen. Ich beruhige mich wieder und meinte durch die Äste, etwas im Wintergetreide auf 100 Metern gesehen zu haben. Leider nur ein Grasbüschel – da war aber doch was dachte ich mir, dass Fernglas spähte erneut in die Richtung. !!! SAUEN !!!

Jetzt gingen alle Alarmglocken an. Erkennen konnte ich zwei große Bachen die sicherlich um die 100 Kg hatten, gefolgt von vier Überläufern die bei 60 kg lagen und dann kamen 10 braune Frischlinge mit 25 kg und 7 kleine in Streifen um die 6 kg. Die Rotte zog im Halbkreis um die Kanzel und holte sich sicherlich den Wind der über den Ansitz wehte. Dann zog die Leitbache auf dem Weg und wartete bis alle zusammenstanden. Mir kam es so vor, als wenn sie alle durchzählt, dann ging es auf dem Weg weiter in meine Richtung. Das war für mich der beste Moment um sie anzusprechen und sie zu zählen. Was mich wunderte, sie gingen nicht direkt auf den Weizen zu sonder wechselten in den Roggen, der mit gegenüber lag. Ich dachte die Rotte würde jetzt in den Mais zu den Kartoffeln wechseln aber ganz zu meiner Freude kamen sie genau vor mir über den Weg in den Weizen. Die eine große Bache ging nach rechts weg, ihr folgten die kleinen Frischlinge, die andere große Bache zog nach links und kam meinem Pirschweg recht nahe. Die Überläufer und restlichen Frischlinge verteilten sich im ganzen Weizen. Das war vielleicht ein Geschmatze. Langsam zogen sie vom Wegrand dichter an den Wald, dort stand der Weizen nicht so hoch und in den Fahrgassen konnte ich auch die Frischlinge entdecken. Ich suchte mir eines der kleinern Stücke raus und verfolgte es mit dem Absehen. Da sie immer mal wieder durcheinander liefen konnte ich mein Stück mit den Anderen vergleichen. Ein noch etwas kleiner Frischling kam im Absehen vorbei und hatte ab dort den Leuchtpunkt auf seinem Blatt. Nach einer Weile sog der Kleine auf die Stelle, an der wir den Weizen, bei aufstellen der Leiter, runter getreten hatten. Meine Waffe lag ruhig und ich hatte eine gute Auflage gefunden, das Absehen ging hinter das Blatt und krawummm.

Der Feuerblitz ließ mich etwas erblinden aber es war noch nicht dunkel, somit konnte ich schnell wieder sehen. Die .30-06 hatte ich nach dem Schuss sofort repetiert.

Ruhe! Die beiden großen Bachen zogen langsam in den Wald, erst als sie dort ankamen hörte ich ein blasen und die Rotte zog langsam durch den Weizen auf mich zu. Sie blieben immer wieder stehen und gingen ein paar Schritte. Auf einer kleinen Lichtung kamen zwei Frischlinge in Anblick und verhofften dort. Ich ging noch mal auf die Wildsau und setzte das Absehen an. Ich wusste bis jetzt noch nicht, wo meine beschossene Sau lag und machte daher nur leise „Peng“ und somit war das meine zweite Sau die geschossen wurde. Dann ging auch sie mit dem Rest in den Wald. Ich hörte sie noch einen Augenblick im Wald davonschleichen, erst als wieder Ruhe war, telefonierte ich meine drei Jagdfreunde aus dem Bett.

Am Anschuss fand ich reichlich Lungenschweiß, mit der Taschenlampe leuchtete ich die 50m lange Fluchtstrecke aus und fand am Ende eine erlegte Frischlingsbache mit 25kg. Die Braune wurde in der Wildkammer versorgt und dann ging es noch auf ein Bier, bei mir zuhause, in die Küche. Nichts würde mich mehr knicken als alleine über das Geschehende nachzudenken, zum Glück haben wir eine gute Jagdgemeinschaft, die auch den ein oder anderen noch nachts, aus dem Bett zieht. Die Frauen verstehen das zwar nicht immer aber geteiltes Leid ist halbes Leid.

Waidmannsheil
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Aikon

Aikon

Alter: 40 Jahre,
aus Niedersachsen
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Kommentare

24.06.2008 12:56 Dorschkoenig
Waidmanns Heil!
Schöne Geschichte und fein erzählt...
MfG
DK
24.06.2008 14:53 faehe81
Klasse Geschichte

Waidmannsheil!

Viele Grüße
faehe
24.06.2008 15:26 Keiler
Servus Aikon!

Danke für diesen ausführlichen Jagdbericht!
Und natürlich dickes Waidmannsheil von mir dazu!

Leider ist mal wieder zu sehen mit welchen Mitteln hier anders denkende versuchen so einen Bericht mit nur einem Punkt nach unten zu bewerten!
Selber bekommen sie nichts auf die Reihe; im Leben und auch auf der Jagd und so müssen sie sich damit begnügen andere schlecht zu machen - aber dadurch wird man selber auch nicht aufgewertet - so´n Pech aber auch!

Für deine Fleißarbeit und die vorbildliche jagdliche Einstellung und den daraus resultierenden Jagderfolg gibts von mir wie immer (auch bei anderen) 5 Punkte! Und wegnehmen kann es dir auch keiner!
Mach weiter so!

Grüße vom Keiler
25.06.2008 11:39 Hirschmann
Weidmannsheil! Schöne Geschichte! Irgendwie sitzt man beim Lesen mit an

Dass Du das zweite Stück nicht beschossen hast zeigt Charakter - Respekt!

Gruß
HM
27.06.2008 18:44 leo2008
Weidmannsheil! Sehr gut erzählt.
29.06.2008 10:25 platzi
Weidmannsheil auch von mir!

Diether
29.06.2008 10:28 platzi
Keiler schrieb:

Servus Aikon!

...
Leider ist mal wieder zu sehen mit welchen Mitteln hier anders denkende versuchen so einen Bericht mit nur einem Punkt nach unten zu bewerten!
...

Grüße vom Keiler


Hallo Keiler,
wäre vielleicht an der Zeit das "Bewertungssystem" zu überdenken.
Man sollte ev. sehen können WER bewertet und was - eine Begründung sollte verpflichtend sein. Nur ein Vorschlag meinerseits! Servus Diether
29.06.2008 11:22 Keiler
platzi schrieb:

Hallo Keiler,
wäre vielleicht an der Zeit das "Bewertungssystem" zu überdenken.
Man sollte ev. sehen können WER bewertet und was - eine Begründung sollte verpflichtend sein. Nur ein Vorschlag meinerseits! Servus Diether


Nein, das macht keinen Sinn, würde zu kompliziert und dann bewertet am Ende gar keiner mehr.
Ist doch egal, wir stellen ja Beiträge nicht ein mit dem Grund eine gute Bewertung zu bekommen, das wäre Erstklässler-Niveau.
Ist doch im Prinzip wurscht wie bewertet wird. Ist die gut freut´s einen natürlich. Ist es nur einen oder zwei Punkte ist´s auch gut. Immer noch besser als gar keiner - in der Summe addieren sie auch deine Gesamtbewertung nach oben. Wer meint einen damit schaden zu können, stellt sich selber nur ein Armutszeugnis aus, mehr Bedeutung hat es nicht.
Das einzige was vielleicht techn. zu machen ist, das man sieht wer einen bewertet hat.

Grüße vom Keiler
25.07.2008 17:22 Waldprinz
Hallo Aikon, der vierte Stern der Bewertung ist wieder da )) Super Vorbereitung - toller Anblick und überhaupt ein schönes Jagderlebnis - weiter so und Waidmannsheil vom Waldprinz
26.07.2008 14:31 swinging_elvis
Auch von mir ein Waidmannsheil. Das Du nicht auf ein weiteres Schweinchen geschossen hast, finde ich schon doll. Ich hätte - zumindest wenn ich mir des ersten Schusses sicher gewesen wäre - höchstwarscheinlich noch einmal geschossen. Bei meinen Schüssen hinter Blatt gehen die Schwarzen nämlich meist noch ein paar Meter.
Schöne Geschichte, schöne Jagdgemeinschaft. elvis
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