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Aikon´s Jagderlebnisse

Erlebnisse und Erfahrungen mit der Jagd. (25 Einträge)

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1265 mal angesehen
27.05.2008, 15.39 Uhr

Bockjagd 2008

In den vergangenen Jahren habe ich meinen Böcke immer über einen längeren Zeitraum nachgestellt und diese Art der Jagd auch sehr geliebt. Die Spannung und das damit verbundene Gefühl, wenn man das Stück erlegt hat, hat doch immer wieder eine berauschende Wirkung.
Ein Jagdfreund erzählte mir, dass er einen zweijährigen Bock am Goldberg gesichtet hat. Er beschrieb mir dieser als Einstangenbock, die rechte Stange etwas über Lauscher hoch und die linke nur zwei cm hoch, im Bast. Ich schaute mir den Bock bei einer ersten Pirsch an und entschloss mich die Jagd auf ihn zu starten. Bei der ersten Pirsch war er eindeutig schlauer und nicht ganz so dumm wie ich es gedacht hatte. Aber genau so wollte ich auch eine Jagd erleben. Für mich ist ein Ansitz auf dem Hochsitz, bei dem man einen passenden Bock gleich schießt, kein wirkliches Jagderlebnis. Ich versuchte zwei weitere Pirschgänge die eigentlich gar nicht recht beginnen wollten, da der Bock in einer Binsenwiese jedes mal aufstand und mich entdeckte. Ich versuchte zwar einmal in der Dämmerung an ihn heran zu pirschen, es gelang mir bis auf 30m, aber dann konnte ich beim besten Willen nicht mehr erkennen was er auf dem Haupt hatte. Meistens war er in Begleitung einer Ricke, um eine Verwechselung zu vermeiden blieb der Finger grade. Obwohl ich mir sehr sicher war den Bock im Absehen zu haben, die Waffe war schon endsicher, habe ich meine Sachen gepackt und bin nach hause gefahren. An dem Abend trug ich ein T-Shirt, mit einer Sau im Fadenkreuz und der Aufschrift: Not me! Das Shirt trage ich nicht mehr zur Jagd!
Um diesen standorttreuen Bock aber dennoch in der Wiese zu bejagen habe ich mir die Arbeit gemacht und eine Leiter dort aufgestellt. Beim aufstellen der Leiter hat er mich beobachtet und ist kurz vor mir im Gras aufgesprungen und hat auf 40m gesichert. Ich hatte aber die Leiter dabei und keine Büchse. Am nächsten Abend wollte ich dann den neuen Sitz testen und genoss den schönen Abend auf der Leiter. Mein Bock ließ sich nicht blicken, das war ja irgendwie klar. Dafür kamen zwei andere Böcke und eine Ricke sowie ein Schmalreh das an den Sprossen der Leiter schnupperte und dann langsam weiter zog. Das hätte ich eigentlich schießen könne aber mir war der Anblick auch etwas wert und als es davon zog nahm ich die Waffe hoch und das Schmalreh legte sich hin. Es blieb bis in die Dämmerung liegen.
Zwei Tage später ging ich wieder los. Auf dem Weg zur Leiter sah ich schon zwei Stücke Rehwild in der Wiese liegen und somit umschlug ich die Beiden um von hinten an die Leiter zu kommen. Was denkt ihr wohl was passiert? Ja der Bock steht schreckend kurz vor mir auf und flüchtet einige Meter. Jetzt hatte ich nur noch einen Gedanken, bis zur nächsten Birke und dort anschlagen. Die 10 Meter schritt ich langsam ab und kam den Bock immer näher, zwischen uns die dicke Birke. Ich wählte den Weg so das ich ihn nicht sehen konnte, also sieht er mich auch nicht. An der Birke angekommen habe ich die Waffe geladen und angeschlagen, der Bock hält es aus. Einmal einatmen und Krawwuumm die Kugel ist raus. Der Bock springt ab, bleibt stehen, wankt kurz hin und her und fällt um.
Ich habe mich erstmal an die Birke gesetzt und 10 Minuten entspannt und immer wieder das grade erlebte Revue passieren lassen. ….

Da ich nicht nur die spannende Jagd so liebe sondern auch das gesellige, haben meine Jagdfreunde geduldig bei einem Bier sich die Geschichte anhören müssen.

WH
Aikon
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Aikon

Aikon

Alter: 40 Jahre,
aus Niedersachsen
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Kommentare

27.05.2008 17:15 Mannlicher90
Super Geschichte!!!
*****
Echt toll erzählt!
Weiterhin viel Waidmannsheil!!!
27.05.2008 18:39 WaldFeldundWiesenmann
Wunderbar

WaiHei

Sascha
27.05.2008 20:29 AckerRacker
Das ist Jagd wie sie im Buche steht, Waidmannsheil zum Bock...
echt toll erzählt...

Gruß der Christian
27.05.2008 20:57 Stihl
Super Geschichte weiter so
27.05.2008 22:06 Keiler
Hallo Aikon!

Danke für die ausgezeichnete jagdliche Berichterstattung und dickes Waidmannsheil zum Bock!

Grüße vom Keiler
27.05.2008 23:15 Tassilo (gesperrt)
28.05.2008 13:07 squatinAh
Das ist Bockjagd, wie sie sich gehört. Keine Unkrautvernichtung oder Knospenbeißerbekämpfung, sondern genießen und erjagen mit allen Sinnen.
Waidmannsheil!!!
29.05.2008 21:42 Treiber
KLasse geschrieben! Die Bockjagd ist halt immer wieder etwas sehr spannendes haben bei uns nach mehr als 10 Ansitzen leider noch kein erfolg gehabt aber der kann ja erstmal warten.

Gruß Rouven und Waidmannsheil zum Bock
31.05.2008 08:38 alterDachs
Eine Top erzählte Geschichte!
Waidmannsheil zum Bock!
Gruss alterDachs
06.06.2008 08:06 Dorschkoenig
So soll die Jagd sein..
WH
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