Beitrag bearbeitet von Elchtier am 26.01.09 um 13:33 Uhr.
Hallo miteinander,
zunächst möchte ich vorausschicken, dass ich seit längerer Zeit hier als Gast mitlese und so vielerlei Beiträge verfolgt habe, denen oft auch nichts mehr hinzuzufügen ist.
In meinem Besitz befinden sich ein gültiger Jagdschein, Fangjagd-Ausbildungsnachweis, WBK und auch GPS-Technik.
Ich esse gerne Schwarzwild und möchte auch an der Kirrung bei Vollmond weder von Joggern, Walkern, Pilzesammlern, Modellfliegern oder auch
nachtaktiven Cachern gestört werden.
Vor etwa 2 Jahren stolperte ich beim Fährtenlegen (Waldrand mit reichlich Wechsel/Verleitungen) über einen Cache. Zunächst dachte ich auch an Müll, dann bei näherem Hinsehen an Kindergeburtstag. Als es dann Tage später dort immernoch lag, nahm ich Kontakt mit dem Besitzer auf. Und wurde so von diesem Hobby infiziert. (verstecke nicht, suche nur)
Weltweit existieren ca. 700 000 aktive Cache-Verstecke. Die Personen werden u.a. zu interessanten Bauwerken, Naturdenkmälern, kulturhistorisch wertvollen Stätten, landschaftlich schönen Orten und und und geführt; die Mehrzahl liegt
nicht 20m von der Kirrung entfernt. Für viele Betreiber dieser Sportart ist es u.a. spannendes Rätselraten verbunden mit dem Aufenthalt im Freien (gefördert durch die Deutsche Wanderjugend!).
Ich pflichte Fafnir bei, dass Auswüchse wie ein im Wald versteckter Reisewecker oder die von Buchholz genannten Aufbrüche von stillgelegten Stollen, das Übertreten von Regeln
absolut nicht zu akzeptieren sind! und leider auch bei dieser Freizeitbetätigung, wie überall im Leben manche Menschen eben Spinner sind!
Allerdings halte ich Tipps wie das Leerräumen und Entfernen (von Zecke geschildert) für wenig zielführend. Der mit absolutem Findewillen (an anderer Stelle begrüßt und gefördert

) ausgestattete Cacher wird als Folge den Bögelradius ausweiten und wirklich jedes Blatt umdrehen und jeden Totholzstapel in Augenschein nehmen. Schließlich hat er bis zu diesem vermeintlichen Final u.U. tagelange Recherchen, Rätsel und möglicherweise auch andernorts schon körperlichen Einsatz gezeigt um an die eine Koordinatenkombination zu gelangen. (siehe auch www.geocaching.
com)
Ist wie mit dem Nachsuchenführer der auch nicht nach 2km am 3. Wundbett den Schweißriemen aufdockt, weil "dann wird wohl hier kein Stück sein" ...und halt wieder heim fährt
Hilfreicher wäre es m.E. mit dem "Owner" der "Dose" Kontakt aufzunehmen und auf einen ggf. gefährlichen Standort aufmerksam zu machen. Da der Owner mit der Deponierung auch eine gewisse Wartung der "Einrichtung" übernimmt, wird er sie ansonsten vermutlich in der nächsten Umgebung neu installieren, weil er in den allermeisten Fällen ansonsten das oft zeitaufwendig ausgetüftelte Rätsel völlig neu gestalten muss.
Kommunikation und Aufklärung tut Not! Bitte auch die
Cacher nicht alle über einen Kamm scheren.... oder sind die Jäger auch
alle Bambi-Mörder und Katzenstrecker (20m vor deren Haustür) ?? Das ist doch wohl auch ein Image, das wir nicht wollen!
Für ein tolerantes Miteinander und wmh Elchtier
Den Freunden der Nick-Auswahl-Diskussion sei gesagt, dass Elch nicht frei war.